Täglicher Rosenkranz um 22 Uhr und das Evangelium vom 8. Oktober

Der tägliche Rosenkranz um 22 Uhr wird am 8. Oktober mit dem Evangelium nach Lukas 11, 5-13 gebetet, dazu eine Fürbittenliste, die zwei Päpste einschließt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Täglicher Rosenkranz um 22 Uhr und das Evangelium vom 8. Oktober
Rosenkranz um 22 Uhr und das Evangelium vom 8. Oktober

Jeden Tag um zehn Uhr abends verbindet sich eine verstreute Gemeinschaft, um den Heiligen Rosenkranz zu beten. Die Zusammenkunft am Donnerstag, dem 8. Oktober, kommt mit dem Evangelium nach Lukas 11, 5-13 — dem Gleichnis vom Freund um Mitternacht — und der ersten Lesung aus Galater 3, 1-5, in der Paulus diejenigen «Unverständige» nennt, die mit dem Geist begonnen haben und nun im Fleisch vollenden wollen. Der Termin ist nichts Neues: Er wiederholt sich pünktlich wie ein Uhrwerk, dauert 25 bis 30 Minuten und bringt eine Fürbittenliste mit, die von den Priestern bis zum Schutz des Lebens reicht.

Was am 8. Oktober gebetet wird und warum gerade dieses Evangelium

Die zentrale Stelle ist das Gleichnis vom Freund, der um Mitternacht um drei Brote bittet. Jesus verspricht keine schnelle Antwort: Er verspricht, dass das Beharren die Tür öffnet. «Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan», heißt es im Text. Die Verbindung zu den Galatern ist kein Zufall: Paulus wirft den Galatern vor, vergessen zu haben, dass sie den Geist durch den Glauben empfingen, nicht durch Werke des Gesetzes. Die Sonntagsbetrachtung des Tages fasst es in einem Satz zusammen, der im Material immer wieder auftaucht: «Oft versagt uns das Gedächtnis».

Das Gebet umfasst Litaneien, das Salve Regina und ein gesungenes Ave Maria. Aus Lourdes, auf Spanisch. Die Struktur ist fest: Geheimnisse des Tages, Fürbitten und um 15 Uhr die Krone der Göttlichen Barmherzigkeit für alle, die es einrichten können. Keine liturgische Improvisation.

Die Verheißungen des Rosenkranzes: fünfzehn Zusagen, die den Marienerscheinungen zugeschrieben werden

Das Material enthält eine Liste von Verheißungen, die den Marienerscheinungen zugeschrieben werden. Darunter: besonderer Schutz und Gnaden für alle, die mit Glauben beten, der Rosenkranz als «mächtige Waffe, um nicht in die Hölle zu kommen», Befreiung aus dem Fegefeuer für die Verehrer und das Versprechen, dass wer ihn verbreitet, in seinen Anliegen Beistand findet. Der am häufigsten genannte: «Die Seele, die sich mir im Rosenkranz anvertraut, wird nicht zugrunde gehen».

Gebetsintentions: von den Priestern bis zum Kreuz im Valle de los Caídos

Die Fürbittenliste des täglichen Rosenkranzes ist lang und konkret. Sie umfasst Sühne für die Beleidigungen gegen Gott, gegen das Heiligste Herz Jesu und gegen das Unbefleckte Herz Mariens; Gebet für die Priester und ihre Familien; für Papst Franziskus und Papst Leo; für den Schutz des Lebens «von der Empfängnis bis zum natürlichen Ende»; für Kinder und Jugendliche; für die Familien; und für den Schutz des Kreuzes im Valle de los Caídos (spanisches Denkmal im Tal der Gefallenen) und aller Kreuze.

Die Erwähnung zweier Päpste in derselben Liste ist der Punkt, der Neulinge am meisten verblüfft. Im Material findet sich keine Erklärung dazu. Es wird für beide gebetet, mehr nicht.

Die fünf Minuten des Heiligen Geistes und die verschwendete Energie

Der geistliche Text des Tages, zugeschrieben den «Fünf Minuten des Heiligen Geistes», vertritt eine einfache psychologische These: In uns steckt viel Energie, die wir an Ängsten, Traurigkeit und Neid verschwenden. Der Heilige Geist kann sie heilen und in etwas Positives verwandeln. Die Angst vor der Zukunft wird zur Herausforderung; die Traurigkeit zur tiefen Reflexion.

Es ist der irdischste Abschnitt der ganzen Zusammenkunft. Weniger Liturgie, mehr geistliche Selbsthilfe, mit dem Geist als Therapeut. Das passt zum allgemeinen Ton: tägliche Disziplin, feste Fürbitten und ein Versprechen innerer Verwandlung, das nicht näher ausgeführt wird.

Die Apophthegmata der Wüstenväter

Neben dem Evangelium enthält das Material einen Verweis auf die Apophthegmata der Wüstenväter, die alphabetische Sammlung, die der Jesuit Heribert Rosweyde im 17. Jahrhundert zusammenstellte, mit französischer Übersetzung von Guy, Regnault und den Mönchen von Solesmes. Sie sind das gelehrte Gegenstück zur Volksfrömmigkeit: dieselbe Tradition, zwei Register.

Der Heiligenkalender des Tages und die Predigt von Pater Santiago Martín vervollständigen das Paket. Alles kommt mit Links, Videos und schriftlichen Betrachtungen der Kontemplativen Dominikanerinnen des Klosters Allerheiligste Dreifaltigkeit und Hl. Lucia in Orihuela.



Die Zusammenkunft am 8. Oktober will niemanden überzeugen. Sie legt lediglich Uhrzeit, Text und Fürbittenliste fest. Wer sich um 22 Uhr dazuschaltet, findet genau das vor. Wer nicht, ebenso.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

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