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Brot für 29 Cent in Belarus gegen ein Gehalt von 580 Euro
Ein Laib kostet in Belarus fast einen Rubel, etwa 29 Eurocent, das Gehalt liegt bei rund 2.000 Rubeln, umgerechnet etwa 580 Euro. Der Vergleich lässt Fragen offen.
Ein Brot für 29 Cent und ein Gehalt von 580 Euro in Belarus
Ein dunkles, dichtes Laibbrot mit Koriandersamen, auf einem Tisch. Und ein Kassenbon: fast ein Rubel, etwa 29 Eurocent. Der Autor des Fotos, ein Spanier, der in Belarus lebt und als Albert Santin unterschreibt, stellte die Frage an seine Trinc: Wie viel zahlt jeder für das elementarste Produkt des Warenkorbs? In Spanien beantwortete sich der Vergleich von selbst, und nicht gerade liebevoll: Manche Brötchen aus der Nachbarschaft kosten genauso viel.
Wie viel kostet Brot in Belarus laut dem Tweet?
Laut der verbreiteten Nachricht kostet der Laib rund einen belarussischen Rubel, etwa 29 Cent zum aktuellen Kurs. Ein halbes Brot kostete 40 Kopeken, was der Autor selbst als 0,12 Eurocent übersetzt. Und er fügt die Zahl hinzu, die allem einen Sinn gibt: Die Gehälter dort liegen bei etwa 2.000 Rubeln. Die Abschlussfrage, als offene Umfrage formuliert, lautet, wie viel man anderswo für Brot zahlt.
Das Gehalt von 2.000 Rubeln: 580 Euro zum Kurs der Nachricht selbst
Wendet man denselben Wechselkurs an, den die Nachricht verwendet —etwa 29 Cent pro Rubel—, bleibt von einem Gehalt von 2.000 Rubeln rund 580 Euro übrig. Mit diesen beiden Zahlen lässt sich spielen: Der Laib für 29 Cent bei einem solchen Gehalt ist ein minimaler Anteil, einer von Tausenden, die in den Monat passen. Allerdings macht Brot allein den Warenkorb nicht voll. Von Miete, Strom oder Fleisch steht nichts darin, und ohne das bleibt der Vergleich lahm.
Vom Grundnahrungsmittel zur Broschüre: Brot als Argument
Eine zweite Nachricht erweitert das Produktprofil: dichtes, dunkles und aromatisches Brot, typisch für Osteuropa, gebacken mit Sauerteig, Vollkornroggenmehl, Malz und Koriander- oder Kümmelsamen. Ein nahrhaftes Grundnahrungsmittel mit langer Haltbarkeit, heißt es zum Schluss. Die Beschreibung ist korrekt und liefert keine einzige weitere Angabe zum Preis. Sie macht aus dem Einkaufskorb eine Schaufenster, das ist der altbekannte Mechanismus: Man wählt das Produkt, bei dem die Zahl hübsch aussieht, und zeigt genau das. Echte Warenkörbe fotografieren sich nicht so gut.
Das Ein-Euro-Menü: der Vergleich, der schon einmal gezogen wurde
Das Gespräch driftete bald zu einer früheren Szene ab. Erinnert wurde an einen Spanier in Belarus —in derselben Unterhaltung als derselbe Autor identifiziert—, der gepostet hatte, ein Arbeitermenü für einen Euro gegessen zu haben: dünne Suppe und Götterspeise. Jene Episode hinterließ denselben Eindruck wie diese. Ein auffälliger, isolierter Preis sagt weniger, als er vorgibt. Und gegenüber der lokale Gegenschlag: Ein Brötchen kann in Spanien genauso viel kosten wie der belarussische Laib. Wie viel man für Brot zahlt, hat sich gezeigt, mehr als eine unbequeme Antwort.
Das Detail der Zahl, die nicht aufgeht
Bleibt die Rechnung. Wenn der Laib rund einen Rubel kostet und ein Rubel 29 Cent sind, entsprechen die 40 Kopeken des halben Brots 12 Eurocent. Die Nachricht nennt sie 0,12 Cent. Wörtlich geschrieben wären das zwölf Tausendstel Euro, eine Einheit, die es in keiner Währung gibt. Es ist ein minimaler Ausrutscher, fast ein Tippfehler, bei einer Zahl, die genau dazu dient, mit Preisen zu prahlen. Der billigste Warenkorb der Welt steht [I)vorerst[/I] auf einer falsch geschriebenen Zahl.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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