Täglicher Rosenkranz um 22 Uhr betet für zwei Päpste

Ein täglicher Rosenkranz aus Lourdes umfasst Gebete für Papst Franziskus und Papst Leo sowie Heilsversprechen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Täglicher Rosenkranz um 22 Uhr betet für zwei Päpste
Täglicher Rosenkranz um 22.00 Uhr: Das Gebet für zwei Päpste

Jeden Abend um zehn Uhr ergeht der Aufruf. Ein zeitlich begrenztes Gebet von 25 bis 30 Minuten, übertragen aus Lourdes auf Spanisch, mit Litaneien, dem Salve Regina und einem gesungenen Ave Maria. Diese Tradition ist nicht neu, doch ihre Liste der Anliegen ist zu einem Katalog aktueller katholischer Sorgen angewachsen: Wiedergutmachung für Beleidigungen Gottes, des Herzens Jesu und des unbefleckten Herzens Mariens; für Priester und ihre Familien; für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod; für Kinder, Jugendliche und Familien. Mitten in dieser Aufzählung finden sich zwei bemerkenswerte Namen: **Papst Franziskus, für sein Seelenheil**, und **Papst Leo**.

Der Heilige Rosenkranz kommt mit einer Reihe von Versprechungen, die keine halben Maßnahmen dulden. Wer ihn mit großem Glauben betet, wird besondere Gnaden, Schutz und die größten Segnungen empfangen. Er wird als **mächtige Waffe gegen die Hölle** beschrieben, die Laster zerstört, Sünden mindert und vor Häresien schützt. Die Litanei der Garantien geht weiter: Seelen, die der Jungfrau durch den Rosenkranz anvertraut werden, gehen nicht zugrunde; wer ihn andächtig betet, kennt kein Unglück oder gewaltsamen Tod; Verbreiter werden in ihren Bedürfnissen unterstützt; andächtige Kinder verdienen einen hohen Grad an Herrlichkeit. Und der letzte Punkt, der betont werden muss: **Sie erhalten alles, was sie durch den Rosenkranz erbitten**.

Das Evangelium am Donnerstag: Das verlorene Schaf und der murrende Pharisäer

Der Evangelientext des Tages ist Lukas 15, 1-10. Zöllner und Sünder nähern sich Jesus, um ihn zu hören, während Pharisäer und Schriftgelehrte murmeln: "Dieser Mann nimmt Sünder auf und isst mit ihnen." Die Antwort besteht aus zwei verbundenen Gleichnissen. Der Hirte mit hundert Schafen lässt neunundneunzig in der Wüste zurück, um das eine verirrte zu suchen, trägt es freudig auf seinen Schultern und ruft Freunde und Nachbarn zusammen: "Freut euch mit mir, ich habe mein verlorenes Schaf gefunden." Die Frau mit zehn Münzen entzündet eine Lampe, fegt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie die verlorene findet, versammelt dann Freundinnen und Nachbarinnen mit dem gleichen Refrain. Die Schlussfolgerung trägt die gesamte Erzählung: **Es gibt mehr Freude im Himmel über einen einzigen sündigen Menschen, der Buße tut, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Buße brauchen**.

Die erste Lesung aus Philipper 3, 3-8a bietet einen doktrinären Gegenpunkt. Paulus zählt seine Referenzen auf – beschnitten am achten Tag, vom Geschlecht Israels, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer geboren von Hebräern, ein Pharisäer, Verfolger der Kirche, untadelig in der Gerechtigkeit des Gesetzes – und wirft sie alle weg: **Was mir Gewinn war, halte ich nun um Christi willen für Verlust**. Die begleitende Reflexion stellt klar, dass Paulus dazu aufruft, vor Judaisierern zu fliehen, falschen Brüdern, die sich aufgrund ihrer judäischen Herkunft für überlegen hielten und neu bekehrten Heiden die Beschneidung aufzwangen. Einst geschätzte Titel gelten nun als _Dreck_, um Christus zu gewinnen.

Was genau in der Liste der Anliegen gefordert wird

Die Aufzählung folgt einer inneren Logik. Zuerst die Wiedergutmachung: für Beleidigungen Gottes, des Herzens Jesu und des unbefleckten Herzens Mariens. Dann die Kirchenstruktur: **für unsere Priester und ihre Familien**. Danach das Leben, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Und die üblichen Gruppen: Kinder, Jugendliche, Familien. Es gibt eine Bitte, die nicht spirituell, sondern patrimonal ist: der Schutz des Kreuzes im Tal der Gefallenen (Valle de los Caídos) und aller Prozessionskreuze, sowie eine weitere, die beide Sphären mischt: das Seelenheil der Pontifex. Das Gebet endet mit der Krone der Barmherzigkeit, empfohlen um 15.00 Uhr, _die Stunde der Barmherzigkeit und die Stunde, in der Jesus sein Leben für uns gab_.

Weisheit als Kunst des Lebens, nicht als Unterricht

Der geistliche Kommentar des Tages, unterzeichnet von Monsignore Víctor Manuel Fernández, warnt vor einem häufigen Missverständnis: Wenn die Bibel von Weisheit spricht, meint sie nicht Wissen oder intellektuelle Bildung. Es ist **die Kunst des Lebens**, zu wissen, wie man sich führt. Manche Menschen wissen viel, aber ihnen fehlt das Wichtigste: Sie wissen nicht, wie man lebt. Die größte Weisheit, so sagen christliche Weise, hängt mit der Liebe zusammen, die es erlaubt, himmlische Dinge zu kosten. Eine köstliche Erkenntnis, mit geistlichem Geschmack. Die daraus folgende Bitte ist klar: Möge der Heilige Geist diese Weisheit schenken, die von oben kommt.

Psalm 104 setzt den Rahmen: "Es freuen sich, die den Herrn suchen." Singt ihm mit Instrumenten, redet von seinen Wundern, rühmt euch seines heiligen Namens. Wendet euch dem Herrn und seiner Macht zu, sucht sein Angesicht beständig. Gedenkt der Wunder, die er getan hat, seiner Staunen erregenden Taten, der Urteile seines Mundes. Nachkommenschaft Abrahams, Kinder Jakobs: Der Herr ist unser Gott, er herrscht über die ganze Erde.

Der Kalender, der nie ruht

Der Aufruf wiederholt sich mit der Beharrlichkeit einer Uhr: jeden Tag, zur gleichen Zeit, mit den entsprechenden Geheimnissen und dem gleichen Schema. Das zwölfte Versprechen fasst es ohne Ambivalenz zusammen: **Wer sich beim Beten des Rosenkranzes der Jungfrau anvertraut, hat den gesamten himmlischen Hofstaat als Fürsprecher im Leben und in der Todesstunde**. Für manche Zielgruppen ist dies Trost; für andere eine statistische Anomalie: ein Gebet, das verspricht, alles zu erhalten, wonach gefragt wird, und das dennoch mit der längsten Anliegenliste im Kalender koexistiert. Frömmigkeit, sagen sie, sei ein großes Zeichen der Prophetie. Was die Versprechen nicht klären, ist wann.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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