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Straßenzustand Ursache für über 1.000 Unfälle mit Opfern in Spanien 2025
Dvuelta schätzt knapp 1.100 verletzte Unfälle durch schlechte Straßenverhältnisse in Spanien 2025 und fordert von der DGT detaillierte Aufschlüsselungen statt pauschaler 3%-Angaben.
Wendet man den Faktor von 3 %, den die DGT (Dirección General de Tráfico) als häufige begleitende Ursache anerkennt, auf die 35.975 im Jahr 2025 registrierten Straßenverkehrsunfälle an, ergibt sich eine Zahl von knapp 1.100 Unfällen mit Opfern, bei denen der schlechte Zustand des Fahrbahnbelags eine Rolle spielte. Dvuelta fordert von den Verkehrsbehörden die Veröffentlichung der Anzahl der Toten und Verletzten, der betroffenen Abschnitte und der zuständigen Verwaltungseinheiten.
Es gibt eine Zahl, die die Dirección General de Tráfico seit 2021 wiederholt, die aber selten in Schlagzeilen auftaucht: Rund 3 % aller Straßenverkehrsunfälle stehen im Zusammenhang mit dem schlechten Zustand der Infrastruktur. Dieser über die Zeit konstante Prozentsatz wurde schriftlich gegenüber Medien bestätigt. Wendet man ihn auf die laut konsolidiertem Bericht vom 15. Oktober 2026 im Jahr 2025 registrierten **35.975 Unfälle** an, kommt man auf fast **1.100 Unfälle mit Opfern**, bei denen Fahrbahnbelag, Beschilderung oder Schutzsysteme beteiligt waren. Die Berechnung stammt von Dvuelta, einer Organisation zum Schutz der Autofahrerrechte. Die Zahl der Betroffenen in diesen tausend Unfällen würde sich auf **1.646 Personen** belaufen, einschließlich Getöteter, hospitalisierter und nicht hospitalisierter Verletzter.
Man sollte sich bewusst machen, was diese Daten nicht aussagen. Die offizielle Statistik präzisiert nicht, wie viele dieser Todesfälle oder Verletzungen auf jeden einzelnen Unfall entfallen, sodass unklar bleibt, wie viele Tote direkt mit dem Verfall zusammenhängen. Die Zahlen decken alle autonomen Gemeinschaften ab, außer Katalonien und dem Baskenland, die ihre Verkehrskompetenzen übertragen haben. Und es gibt ein Detail, das die Wut der Transparenzbefürworter erklärt: Der Zustand der Straße taucht in offiziellen Bilanzen nicht als solcher auf, sondern wird unter dem Label "unangemessene Geschwindigkeit" verdünnt, einer Sammelkategorie, in die fast alles passt.
## Fast 34.000 Kilometer benötigen innerhalb eines Jahres Neubau
Der physische Kontext hilft zu verstehen, warum diese 3 % keine statistische Anomalie sind. Der Spanische Straßenverband (Asociación Española de la Carretera) inspizierte **101.700 Kilometer** und kam zu dem Schluss, dass mehr als **50.000** innerhalb von vier Jahren Eingriffe benötigen. Fast **34.000** erfordern einen dringenden Neubau innerhalb von weniger als einem Jahr. Im Jahr 2022 wiesen Abschnitte in sehr schwerem Zustand eine Länge von 13.000 Kilometern auf. Diese Entwicklung lädt nicht zum Optimismus ein.
Das Ministerium für Verkehr selbst hat dem Problem Zahlen gegeben. Am 15. April 2026 räumte der damalige Minister **Óscar Puente** ein, dass die Investitionen in die Erhaltung des staatlichen Netzes "nicht auf dem notwendigen Niveau lagen, um dieses Netz in optimalen Bedingungen zu halten". Sein Ressort bezifferte das Defizit dieses Netzes auf etwa **5,6 Milliarden Euro** und plante 1,629 Milliarden Euro für die Erneuerung von 5.000 Kilometern Fahrbahnbelag zwischen 2027 und 2031 ein. Mit diesen Mitteln klingt der jährliche Verfall, der dem Netz zugeschrieben wird und bei rund 8 % liegt, nicht mehr nach Übertreibung.
## Opferbilanz erwähnt den Belag nicht
Im Jahr 2025 starben laut DGT-Daten **1.775 Menschen** bei 103.591 Unfällen. Diese Bilanz enthält keinen einzigen Verweis auf den Zustand der Straße. Auch der Bericht des Nationalen Observatoriums für Verkehrssicherheit über den Sommer 2026, der 240 Tote aufschlüsselt und Tabellen zu Geschwindigkeit und Ablenkung widmet, erwähnt den Belag, die Beschilderung oder Schutzsysteme kein einziges Mal. Die Kritik von Dvuelta, geäußert durch ihren Sprecher **Pedro Javaloyes**, zielt genau darauf ab: Die DGT kann präzise messen, wie viele Fahrer abgelenkt oder zu schnell waren, verliert aber kein Wort darüber, wie viele Menschen wegen eines Schlaglochs, gelöschter Markierungen oder einer gebrochenen Leitplanke sterben oder verletzt werden.
Die gesetzliche Verpflichtung besteht. Artikel 57.1 des Verkehrsgesetzes verpflichtet den Eigentümer der Straße, diese in bestmöglichen Sicherheitsbedingungen zu erhalten und Schilder sowie Fahrbahnmarkierungen instand zu halten. Das Königliche Dekret 61/2022, das die Richtlinie (EU) 2019/1936 umsetzt, verlangt, dass Unfallberichte deren Standort enthalten, und schreibt vor, die Sicherheit des gesamten staatlichen Netzes spätestens bis 2024 und danach alle fünf Jahre zu bewerten. Auf dem Papier sollten die Informationen vorliegen. In der Praxis werden sie nicht mit der Detailliertheit veröffentlicht, die eine Korrelation von Unfallraten und Erhaltungszustand ermöglichen würde.
## Was Dvuelta fordert und warum die Aufschlüsselung wichtig ist
Die Forderung ruht auf vier Säulen. Jährlich die Unfälle mit Opfern, Toten und Schwerverletzten zu veröffentlichen, bei denen der Straßenzustand als ursächlicher oder begleitender Faktor gilt, aufgeschlüsselt nach Straßentyp, Eigentümerschaft, Provinz und Abschnitt. Zu erklären, wie dieser Faktor zugewiesen wird, und Fälle von "unangemessener Geschwindigkeit angesichts der Straßenbedingungen" herauszufiltern, die tatsächlich auf Mängel bei der Erhaltung zurückzuführen sind. Gemeinsam mit der Generaldirektion für Straßen und den autonomen Gemeinschaften die Ergebnisse der Sicherheitsbewertung des Netzes zu veröffentlichen und diese mit den Unfallzahlen zu kreuzen. Und einen spezifischen Bericht an den Kongress und den Obersten Rat für Verkehr zu senden.
Das Argument dahinter ist nicht nur technischer Natur. Autofahrer tragen laut Berechnungen dieser Organisation jährlich fast **40 Milliarden Euro** über fahrzeugbezogene Steuern bei. Mit dieser Rechnung aufzuzeigen, welcher Anteil der Unfallrate aus Straßen resultiert, für die gezahlt, aber nicht gewartet wird, ist kein statistisches Caprice. Ohne diese Aufschlüsselung arbeitet jede Verkehrssicherheitspolitik blind: Man kann Geschwindigkeit und Ablenkung ahnden, aber man kann nicht reparieren, was man nicht misst. Und währenddessen bleibt die 3 %-Marke Jahr für Jahr im Kleingedruckten eines Berichts, den niemand liest.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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