Sturmversuch auf Tesla-Werk in Deutschland bei PMI von 42

Eine Anti-Tesla-Menge versucht, das Werk in Grünheide nahe Berlin zu stürmen, während der deutsche Industrie-PMI auf 42 fällt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sturmversuch auf Tesla-Werk in Deutschland bei PMI von 42
Anti-Tesla-Menge versucht Sturm auf Grünheide bei deutschem Industrie-PMI von 42

Eine Tesla-feindliche Menge versuchte, das Elektrofahrzeugwerk des Unternehmens in Grünheide nahe Berlin zu stürmen. Bilder zeigen eine Gruppe, die auf die Anlagen zuläuft. Die Szene allein ist bereits Nachricht. Was sie ernster macht, ist der Hintergrund: Der PMI der deutschen Industrie lag bei 42, unterhalb der Schwelle von 50, die Expansion von Kontraktion trennt. Vollständige Kontraktion.

Was im Tesla-Werk in Grünheide passiert ist

Der Protest entsteht nicht aus dem Nichts. Das Werk wurde in einer Umgebung errichtet, die das Fällen von Bäumen erforderte, und dies ist das Argument, das jene wiederholen, die seine Präsenz in der Gegend ablehnen. Einen Monat zuvor legte jemand Feuer an den Strommast, der das Werk versorgt. Nun fügt der Sturmversuch ein weiteres Kapitel einer Spannung hinzu, die sich seit Längerem zusammenbraute.

Daraus ergeben sich vielfältige Lesarten. Manche verteidigen einen legitimen ökologischen Protest gegen Bodenbesetzung und Abholzung. Andere beschreiben eine systemfeindliche Menge, die entschlossen ist, aus Deutschland das einzige Unternehmen mit industrieller Perspektive zu verdrängen. Und manche vermuten eine Inszenierung: Ein gestürmtes Fabrikgebäude ist heute die beste Bühne der Welt.

Warum protestiert man gegen eine Elektroautofabrik?

Der Punkt, der Freund und Feind gleichermaßen verwirrt, ist immer derselbe. Wenn das erklärte Ziel die Dekarbonisierung des Verkehrs ist, warum greift man dann genau den Hersteller von Elektroautos an? Die Paradoxie löst sich je nach Befragter unterschiedlich auf. Einige verweisen auf das Profil von Elon Musk, auch Eigentümer von X und zur universellen Zielscheibe geworden. Andere weisen auf den konkreten Standort hin: die Bäume, das Wasser, der Lärm, der Boden. Eine dritte Lesart behauptet, dass der radikalste Umweltschutz nicht zwischen Branchen unterscheidet, weil er die Industrie selbst ablehnt.

Der Sarkasmus geht frei umher. Es wird bemerkt, dass es keine Bilder von Demonstranten gibt, die mit Benzinautos anreisen, obwohl der Witz trotzdem kursiert.

Deutscher PMI bei 42 und Firmen, die in die USA ziehen

Der Sturmversuch findet auf einem sichtbar bröckelnden Terrain statt. Der verarbeitende PMI bei 42 ist keine gewöhnliche Zahl: Er deutet auf einen schrumpfenden Sektor hin. Hinzu kommen stillgelegte Hochöfen und Unternehmen, die ihren Auszug ankündigen. Im Thread wird behauptet, dass ein großes deutsches Industrieunternehmen seinen Umzug in die Vereinigten Staaten angekündigt hat. Die wiederkehrende Diagnose lautet, dass das Land nur durch Subventionen überlebt, während die Energiekosten explodiert sind.

Der Kontrast zwischen Börsenindex und realem Aktivitätsdatum fasst ein witziger Satz zusammen: Die Börse trägt der Drucker; der Aktivitätsindex, die Realität. Und die unausweichliche Schlussfolgerung ist unbequem: Deutschland, Europas größte Industriemacht und eine der führenden weltweit, hat offenbar in etwas mehr als einem Jahr den Boden verloren.

Die geopolitische These: Gazprom, grüne NGOs und Atomkraft

Im Hintergrund taucht die These mit der größten Reichweite auf: Umweltbewegung als Teil eines Energieschachbretts. Verbreitet wird die Aussage des Politikwissenschaftlers Dominique Reynié, wonach Gazprom Umwelt-NGOs finanziert habe, die schließlich Minister in Regierungen wie der belgischen stellten; dieselben Amtsträger plädierten später für den Ausstieg aus der Atomenergie. Die Gleichung ist rund: weniger Atom, mehr Gas, und das Gas verkaufte Russland.

Man sollte es als das nehmen, was es ist, eine These und kein bewiesener Fakt. Aber es passt zu einer anderen zirkulierenden Überlegung: Dass den USA ein Europa ohne starkes industrielles Deutschland gelegen kommt, mit Frankreich als einziger Referenz-Atommacht. Daher, so das Argument, der Druck, teureres Gas zu kaufen, und die Verlagerungen nach Amerika.

Der spanische Spiegel: Wenn das Werk in Spanien wäre

Ein wiederkehrender Vergleich ist der spanische. Wenn die Fabrik hier mit tarifvertraglich festgelegten Löhnen installiert worden wäre, so diese Lesart, wären die Bilder nicht von einer Menge, die zum Zaun rennt, sondern von jungen Leuten mit Lebensläufen, die Arbeit suchen. Es ist eine ungeprüfte Hypothese, aber sie fasst gut die Frage zusammen, die sich halb Europa stellt: Warum verteidigt das Land, das Industrie am meisten braucht, sie am wenigsten, wenn sie eintrifft?

Was Tesla und Deutschland auf dem Spiel haben

Für Tesla ist der Vorfall ein Sicherheits- und Imageproblem. Für Deutschland ist es ein weiteres Zeichen dafür, dass sein Problem nicht geschlossene Werke sind, sondern abwandernde. Beide Seiten messen ihre Kräfte auf der Straße und in den Indizes. Und während einige Stürmer zählen, liegt die verwirrende Daten nicht im Video. Sie liegt darin, dass die Industriemacht, die vor Kurzem noch der Motor des Kontinents war, heute mit einem 42 auf ihrem Fabrikmessgerät prahlt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (121 Antworten).

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