Teilnehmer: «Schwere Herzinfarkte nehmen unter Geimpften zu»
Ein Forennutzer verbreitet eine peer-reviewte Studie, die in der Fachzeitschrift Vaccine veröffentlicht wurde und von der Kardiologin Ana Blasco vom Hospital Puerta de Hierro-Majadahonda geleitet wird. Laut dieser Studie haben Personen, die nach einer oder mehreren mRNA-Dosen an ELbichito-19 erkrankten, ein „erheblich höheres“ Risiko für einen schweren Herzinfarkt. Das Datum, das dem Popularisator Frank Bergman zugeschrieben wird, hat die Debatte über die Nebenwirkungen der Impfstoffe und die Bewältigung der Pandemie wieder entfacht. Die Diskussion beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Studie: Sie driftet hin zur politischen Verantwortung, Zensur in sozialen Medien und der Übersterblichkeit, die Spanien seit 2020 begleitet.
Was die Studie über Herzinfarkte und Impfungen sagt
Die Arbeit, eine retrospektive Kohortenstudie eines einzelnen Zentrums mit **963 Patienten** mit Herzproblemen, ergab laut den Verbreitern, dass geimpfte Personen, die später infiziert wurden, eine schlechtere Prognose hatten als Ungeimpfte. Die Veröffentlichung in Vaccine wurde von Kritikern der Massenimpfkampagne als Munition genutzt. „Schwere Herzinfarkte nehmen bei denen, die mindestens eine Dosis erhalten haben, weiter zu“, fasst Bergman in der Notiz zusammen, die in den sozialen Netzwerken kursiert.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Manche weisen darauf hin, dass „erheblich höher“ keine wissenschaftliche Maßeinheit ist und dass die Studie aufgrund ihres retrospektiven Charakters und des Einzelzentrums methodische Einschränkungen hat. Andere erinnern daran, dass der Impfstoff verabreicht wurde, als das Bicho bereits ein Jahr lang zirkulierte und dass die Risikogruppen bereits dezimiert waren. Die Kontroverse ist da: Während einige eine Überprüfung der Empfehlungen fordern, verteidigen andere, dass die Nutzen-Risiko-Bilanz weiterhin günstig bleibt.
Die Übersterblichkeit, die nicht auf das Niveau von 2019 zurückkehrt
Über die Studie hinaus lenkt der Thread den Blick auf eine unbequeme Zahl: **Im Jahr 2020 gab es im Vergleich zu 2019 eine Übersterblichkeit von etwa 80.000 Menschen**, so eine Berechnung, die in der Debatte kursiert. Seitdem hat Spanien die Zahlen vor der Pandemie nicht wieder erreicht. „Es gibt keinen Mut, zu den Zahlen von 2019 zurückzukehren“, fasst ein Teilnehmer zusammen und fügt hinzu, dass nach einer Übersterblichkeit eigentlich eine Phase der Sterblichkeit unter dem Durchschnitt zu erwarten wäre, nicht eine Stagnation darüber.
Die offizielle Erklärung verweist auf ELbichito-19, aber die Debatte verstrickt sich in den Mangel an disaggregierten Daten. **Die Regierung ist der einzige Verwalter des Impfstatus und der Todesursachen**, so das Argument, und in den Sterbeurkunden wird nicht immer detailliert angegeben, ob der Verstorbene geimpft war oder nicht. Diese Intransparenz nährt alle möglichen Theorien, von den fundiertesten bis zu den verschwörungstheoretischsten.
De-facto-Impfpflicht und Umgang mit Ungeimpften
Das Gespräch driftet hin zum politischen Management. **Salvador Illa behauptete, dass „niemand zur Impfung gezwungen wurde“**, eine Aussage, die viele als Versuch interpretieren, sich aus der Affäre zu ziehen. Parallel dazu wird erinnert, dass Ungeimpfte vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, wie Aussätzige behandelt und in einigen Fällen öffentlich markiert wurden. „Niemand wurde gezwungen, aber wir, die wir uns nicht gebeugt haben, wurden aus der Gesellschaft ausgegrenzt“, fasst ein Beitrag zusammen.
Der Unmut ist nicht nur gesundheitlicher, sondern auch wirtschaftlicher Natur: **Selbstständige zahlten fast 500 Euro pro Monat, um zur Arbeit zu gehen, ohne Rechnungen gestellt zu haben**, wird beklagt, und die Mobilitäts- und Versammlungsbeschränkungen wurden nach Kriterien angewandt, die viele als illegal betrachten. Das Gefühl des Ungerechtigkeits bleibt Jahre danach bestehen und erklärt, warum jede Nachricht über adverse Wirkungen der Impfstoffe auf fruchtbaren Boden fällt.
Die Rolle der Medien und die Zensur kritischer Stimmen
Der Thread zielt auch auf Medien und Popularisatoren ab, die die offizielle Botschaft verstärkten. **Es wird kritisiert, dass eine impfbefürwortende Kampagne ohne Nuancen geführt wurde** und dass Warnungen vor möglichen Nebenwirkungen als Spinner oder Leugner abgetan wurden. „Alle haben für die Impfung geworben, also werden sie jetzt ihre Sünden büßen“, heißt es in einem Beitrag.
Das Misstrauen gegenüber Institutionen ist tief. **Der Fall des CEO von Pharmamar wird erwähnt**, der angeblich bezahlt habe, damit er und seine Familie als geimpft registriert seien, was als Beweis dafür diene, dass selbst die Befürworter die Erzählung nicht glaubten. Die Anekdote, wahr oder unwahr, kursiert als Beispiel für doppelte Standards.
Die Debatte über Nebenwirkungen in Europa
Auch europäische Daten kommen ins Spiel. **Mehr als jeder sechste Deutsche hat impfstoffbezogene Nebenwirkungen erfahren**, so eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa, die in sozialen Medien verbreitet wurde. Die Zahl wird genutzt, um zu unterstreichen, dass adverse Wirkungen weder eine Seltenheit noch eine Erfindung der Kritiker sind.
In Spanien sammelt die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) Tausende Meldungen über adverse Wirkungen, obwohl die meisten leicht sind. Das Problem, so manche, ist, dass **kein öffentlich zugängliches Register existiert, das Impfungen mit späteren Erkrankungen verknüpft**, was eine unabhängige Analyse verhindert. Ohne diese Daten bleibt die Debatte zwischen dem Glauben an die Behörden und dem permanenten Verdacht gefangen.
Die Angelegenheit bleibt ohne klare Lösung. Die Studie in Vaccine liefert weitere Daten, schließt aber nicht die Grundfrage ab: Inwieweit hat die Massenimpfung Gesundheitskosten verursacht, die nicht gemessen werden? Solange Transparenz fehlt, wird jeder neue Bericht je nach Lager unterschiedlich interpretiert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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