Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Städtenetz im Amazonas weckt die Legende von El Dorado neu
Eine Studie in Nature belegt ein „Waldurbanismus“-Netzwerk im Amazonas und belebt den El-Dorado-Mythos neu: Der Regenwald war nie leer.
El Dorado war kein Gold, doch die Konquistadoren sahen etwas Real
Eine vor wenigen Tagen in Nature veröffentlichte Studie hat eine fünfhundert Jahre alte Wunde wieder geöffnet. Der Amazonas war kein demografisches Vakuum: Ein Netz von Siedlungen, verbunden durch Wege – die Autoren nennen es „Waldurbanismus“ –, zeigt, dass der Regenwald genau dort, wo die Spanier El Dorado suchten, eine komplexe Zivilisation beherbergte. Es gab kein Gold, aber etwas strukturell Interessanteres.
Eine Stadt, die keine Stadt war
Der Fund passt nicht zur Ikonographie der Steinimperien. Die Bauten bestanden aus Holz und verfielen; geblieben sind Erdwerke, Terra preta und ein verteiltes Siedlungsmuster, das manche als Stadtstaaten deuten. Die klassische Periodisierung datierte den Aufstieg von Azteken und Inka ins 13. Jahrhundert; diese Amazonas-Kulturen wären älter oder schlicht anders. Verwirrend: Keine der großen Nachbarzivilisationen hinterließ Aufzeichnungen darüber, wer sie waren oder welche Handelsnetze sie besaßen.
Der Mythos, der seine Gestalt wechselte
El Dorado war nie fest umrissen: erst ein goldgeschmückter Stammesfürst, dann eine goldene Stadt. Die Konquistadoren suchten das eine und fanden das andere, doch die Besessenheit war nicht ganz wahnhaft. Der Chronist Hans Staden, der zwischen 1554 und 1557 Gefangener der Tupinambá war, beschrieb bereits komplexe Gesellschaften mit Ritualen, die die Europäer lieber als Wildheit ablegten. Die Geologie erklärt den Kollaps: Tropische Böden, alt und ohne erneuerte Sedimente, sind nach wenigen Generationen erschöpft. Das kann bei den Maya geschehen sein – und es kann hier geschehen sein.
Die Studie beendet eine Debatte und eröffnet eine neue. Wenn das Netz so ausgedehnt war, warum hinterließ es keine Spur im Gedächtnis der Nachbarvölker? Warum brach es zusammen, ohne Erben zu hinterlassen? An dieser Stelle stockt die Erzählung. Und diese Lücke, genau die, die die Legende jahrhundertelang nährte, bleibt unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).
Der Große Sprung nach vorn tötete Millionen durch Hunger, und der Stahl aus den Hinterhoföfen war unbrauchbar. Chinas Aufschwung kam mit ausländischem Kapital, nicht mit Mao.
Das Etikett „Hispanic" entstand 1977, um Mexikaner im Südwesten der USA zu erfassen, und landete Spanier am Ende in derselben Verwaltungsschublade wie …
Die Debatte über die 7 wichtigsten Philosophen zeigt einen umstrittenen Kanon: vom Trio Sokrates-Platon-Aristoteles bis zur pessimistischen Liste des Hegesias. Wer entscheidet?