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Spanische Silbermünzen: Parallelmarkt treibt Preis auf 14 Euro
Silbermünzen der Banco de España mit 16,65 Gramm Silber wurden im Privatverkauf zu Preisen bis zu 14 Euro gehandelt.
12-Euro-Münzen der Banco de España: Der Parallelmarkt trieb den Preis auf 14 Euro
Was ist eine 12-Euro-Münze wert? Zwölf Euro, wenn man sie am Schalter der Banco de España kauft. Deutlich mehr, wenn ein anderer Privatkäufer sie sucht und nicht findet. Diese Differenz, so alt wie der Handel selbst, war der Keim eines spontanen Marktes für die Silbermünzen der Banco de España mit einem Nennwert von 12 Euro und 16,65 Gramm Silber im Inneren. Im November 2010 organisierten sich einige Investoren, um einen Preis festzulegen, und errichteten schließlich ein Orderbuch nach Börsenregeln.
Was sind die 12-Euro-Münzen und wie viel Silber enthalten sie?
Die 12-Euro-Münzen der Banco de España sind Stücke mit vollem Nennwert und gesetzlichem Zahlungsmittel. Sie zirkulieren in verschiedenen Ausgaben – es gibt Hinweise auf Chargen aus dem Jahr 2003 und eine Ausgabe von 2004 mit Felipe und Letizia – und wurden jahrelang in den Filialen des Instituts ausgegeben. Ihr Interesse ist nicht ästhetisch. Jedes Stück enthält 16,65 Gramm Silber, eine Menge, die sie zu einem kleinen Barren mit garantierter Untergrenze macht: Sie sind nie weniger wert als die 12 Euro, die auf ihrer Vorderseite stehen.
Perfekte Arbitrage: Kaufen für 12, verkaufen für 12,01
Der Markt startete mit einem klassischen Ungleichgewicht. Die Banco de España hielt einen permanenten Kaufpreis – einen BID – von 12 Euro und bot die Münzen zum selben Preis – einem ASK – an, solange Vorrat vorhanden war. Jemand war bereit, 12,01 Euro dafür zu zahlen.
Das bedeutet, dass der Kaufpreis den Verkaufspreis überstieg: reine Arbitrage. Es reichte aus, die Münze am offiziellen Schalter für 12 Euro zu kaufen und sie dem Käufer für 12,01 Euro zu verkaufen, um risikofrei einen Cent Gewinn einzustreichen. Ein gutes Beispiel für einen unvollkommenen Markt, fasste der Initiator zusammen. Die Bedingung war natürlich, dass die Banco de España weiter verkaufte.
Entwicklung des Orderbuchs: Von 12,01 auf 14 Euro
Der Mechanismus war einfach nachzubilden. Jeder Teilnehmer aktualisierte eine einzige Liste mit seinen Kauf- und Verkaufsorders, sortiert nach Preis und bei gleicher Preisstufe nach Alter. Der BID – was man zu zahlen bereit war – und der ASK – was man für den Verkauf verlangte – entfernten sich voneinander. Im März 2011 notierte das Buch Gebote zwischen 12,05 und 12,80 Euro sowie gestaffelte Verkaufsangebote bis zu 16,90 Euro. Mit der Zeit erreichte der höchste BID 14 Euro für 200 Einheiten. Der Preis der ersten abgeschlossenen Transaktion wurde bei 12,80 fixiert.
Die vollständige Aufschlüsselung des Orderbuchs mit Plätzen, Beträgen und detaillierten Volumina für jede Preisstufe lässt sich kaum in vier Zeilen zusammenfassen: Hier sieht man deutlich, wie sich ein Preis bildet, wenn keine Zwischenhändler involviert sind.
Schlangen am Schalter und vergriffene Münzen
Die Nachfrage wurde real. In einigen Städten begann der Tauschschalter der Banco de España – normalerweise leer – Käufer zu registrieren, die ihre Bestellungen abholten. Die Knappheit war ungleich verteilt: An manchen Orten gab es noch Bestände, an anderen nicht. Laut diesem Bericht stoppte die Banco de España in Madrid den Verkauf, was den lokalen ASK über 12 Euro trieb.
Zur Knappheit kamen bürokratische Hürden. Manche verzichteten auf den Besuch wegen der Aufforderung zum Ausweis (DNI) am Schalter, während andere behaupteten, ihn ohne Vorlage erhalten zu haben. Ein weiterer Faktor begünstigte die Spekulation: Die 20-Euro-Münzen würden erst am 24. November verfügbar sein, was die 12-Euro-Münzen wochenlang zum einzigen Zugangstor zum Metall machte.
Welchen Wert haben sie wirklich: Der Silberpreis
Das Orderbuch folgte zudem dem internationalen Silberpreis. Im März 2011 lag die Referenz für das Metall – der Spot-Preis – bei 13,92, gegenüber 13,63 in einer früheren Notiz desselben Boards. Diese Zahl ist wichtig, weil sie gleichzeitig Decke und Boden markiert: Wenn Silber steigt, reicht der Nennwert von 12 Euro nicht aus und niemand verkauft billig; wenn das Metall fällt, fungiert der Nennwert als Sicherheitsnetz.
Manche schlugen ironisch vor, dass Gießereien jedes Stück für 12,10 Euro kaufen würden. Eine bescheidene Zahl, aber ausreichend, damit die Münze nicht ins Bodenlose fällt.
Warum die Skeptiker nicht ganz falsch lagen
Die häufigste Gegenreaktion war die der Rationalität: Warum 12,01 für etwas zahlen, das man für 12 bekommt? Die Antworten verwiesen auf verschwendete Zeit, Filialen ohne Bestand, den Ausweis und schlicht Bequemlichkeit. Andere verglichen das Phänomen mit Pech beim Investieren oder beschrieben es als ein Initiationsritual einer Freimaurerloge. Wieder andere lehnten das Stück direkt ab: Für solche hübschen Münzen gäbe es nicht einmal zwei Euro.
Auch der skeptische Kalkül fehlte nicht: Wer sie nicht als sicheren Hafen, sondern als Sammlerobjekt mit Nennwert sah, hatte Gründe, die Party kritisch zu betrachten. Glaube an Silber, Misstrauen gegenüber der Zukunft, fasste ein Teilnehmer zusammen, der nicht verkaufen, sondern akkumulieren wollte.
Am Ende funktionierte der Markt gerade genug, um ein paar abgeschlossene Transaktionen und eine unbequeme Lektion zu hinterlassen: Den Preis einer Münze mit 16,65 Gramm Silber und eingravierten 12 Euro bestimmt weder das Metall noch das Siegel, sondern die Eile des Suchenden und die Trägheit des Besitzers. Mit der Banco de España dazwischen ist dies definitiv ein unvollkommener Markt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Die spanische Gedenkmünze zu 12 Euro erreichte einen Silberwert, der ihren Nennwert überstieg. Das tägliche Limit von 83 Stück und der Ansturm auf die Banco de España.
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