Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spanier in der Ukraine: Ohne Ausbildung, ohne Englisch
Spanische Freiwillige in der Ukraine scheitern oft an fehlender militärischer Ausbildung und Sprachbarrieren. Viele werden nach Polen zurückgeschickt.
Spanische Freiwillige in der Ukraine: Ohne Ausbildung und zurück nach Polen
Sich freiwillig für einen fremden Krieg zu melden, wirkt im ersten Moment wie ein Akt der Großherzigkeit. Doch bei den spanischen Staatsbürgern, die versuchten, sich den ukrainischen Reihen anzuschließen, war das Ergebnis weniger heldenhaft: schnelle Auswahl, Spott von der Gegenseite und in vielen Fällen eine Rückreise nach Polen, ohne je an der Front gewesen zu sein. Das Phänomen der spanischen Freiwilligen in der Ukraine ist zum unbequemen Spiegel geworden: Wer taugt für einen echten Einsatz und wer nur für ein Plakat?
Welches Profil haben Spanier, die sich für die Ukraine melden?
Das verbreitete Bild zeigt Männer ohne militärische Ausbildung, ohne Fremdsprachenkenntnisse und mit einer vagen Vorstellung davon, was Krieg bedeutet. Zu Beginn des Konflikts berichteten Polizeiquellen, dass zwei der kontrollierten Freiwilligenprofile psychische Probleme oder frustrierte Soldaten betrafen. Diese Daten erlauben keine Verallgemeinerung für alle, erklären aber, warum die Auswahl so streng ausfiel.
Die wiederkehrende Anekdote – der Nachbar, der auf dem Dorffest zweimal geschossen hat und nun an einer Artilleriefront steht – fasst den Kulturschock zusammen. Der häufigste Vergleich bezieht sich auf die Figur „Torrente“, eine Komödie aus dem Jahr 1998. Es hat seinen Witz. Aber auch seine Schwere. Denn wer sich in einem Videospiel falsch entscheidet, startet neu; in der Ukraine geht das nicht.
Das Geld an der Front: Von 3.000 Euro monatlich bis gar nichts
Hier bricht die Logik vollständig zusammen. Schätzungen zufolge verdienen erfahrene Söldner zwischen 10.000 und 20.000 Euro pro Woche, während ein Freiwilliger mit etwas militärischer Ausbildung etwa 3.000 Euro im Monat akzeptieren würde. Diejenigen, die kostenlos arbeiten – ohne Vertrag, ohne Absicherung und für Aufgaben, die andere ablehnen –, bilden die unterste Stufe dieses Marktes.
Manche argumentieren, dass es ein direkter Kalkulationsfehler sei, solche Bedingungen zu akzeptieren. Dem gegenüber steht das Argument: Ohne Freiwillige, die die schlimmsten Aufgaben übernehmen, sind die Verteidiger ihrer Heimat allein. Dieser Dissens ist erheblich und lässt sich nicht mit einem Scherz lösen.
Militärische Erfahrung, die man nicht durch Videospiele ersetzt
Der Hauptkritikpunkt ist nicht mangelnder Mut, sondern mangelndes Handwerk. Hunderte Stunden in Kriegssimulationen bedeuten nicht, dass man eine Waffe im Dunkeln montieren oder zwei Wochen Manöver ohne Kleiderwechsel aushalten kann. Ausbildung wird in Monaten und harten Übungen gemessen, nicht in Spielrunden.
Auch die Historie der spanischen Armee dient als Maßstab: Nur einmal gab es echten Kampfeinsatz gegen Milizen im Irak, dazu Luftunterstützung in Libyen. Für eine Einheit wie das Tercio Norte de Infantería de Marina (Marineinfanterieregiment Nord), das während NATO-Manövern im Schwarzen Meer auf der Blas de Lezo stationiert war, ist der Vergleich brutal: Nach einer gängigen Schätzung entspricht jeder Infanterist dieses Regiments dreißig Rekruten. Der Rest, so heißt es, ist bloß Hobby.
Die Rolle der Medien und das Echo der Anwerbung
Viel Ärger richtet sich gegen Nachrichtensender, die in den frühen Phasen des Krieges scheinbar zur Anmeldung aufriefen. Eine weit verbreitete Kritik warf einem Generalisten vor, „offiziell das spanische Volk aufgerufen zu haben, in die Ukraine zu gehen, um dort zu sterben“. Dies ist Teil der Debatte über journalistische Verantwortung in Kriegszeiten, kein bewiesener Fakt.
Der Vorfall hinterlässt ein schiefes Bild: Ein Konflikt, der zur TV-Show wird, während die Auswahl direkt an der Grenze stattfindet. Reality-Show mit echten Opfern.
Was, wenn das Problem nicht liegt, wer hingeht, sondern wer sie drängt? Dass jemand ohne Ausbildung an eine Front geht, kann leichtsinnig sein. Dass man ihn vom Bildschirm aus animiert, mit dem Publikum als Zeuge, ist etwas anderes. Die Frage bleibt unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (139 Antworten).
Eine 14-Jährige sagte sechs Tage nach dem Verschwinden ihrer Freundinnen aus. Manche halten sie für eine Lügnerin, andere erinnern sich an ihre Nervosität.
Blockierte Transporter, Pfefferspray und ein toter Rekrutierer in Lwiw: Videos zeigen den wachsenden Widerstand gegen die Zwangsmobilisierung in der Ukraine.
Das Urals-Öl notiert bei 74,50 Dollar gegenüber 81,62 Dollar für Brent, der Rubel liegt bei 100 pro Euro: Der Ukraine-Krieg gerät zwischen die Erzählungen
Ein Forum diskutiert den angeblichen Einfluss angloamerikanischer Geheimdienste auf spanische Medien und nennt Namen sowie Investmentfonds wie BlackRock.
Javier Couso vertritt die Auffassung, Russland rücke langsam vor, um Zivilopfer zu minimieren. Der Angriff auf Hostomel und die logistischen Probleme widersprechen jedoch seiner These.