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Spaniens Wahl am 29N: Forum diskutiert taktische Stimme, Enthaltung und Strafvote
Ein Forumsthread deutet die Wahl am 29N in Spanien als Duell zwischen taktischer Stimmabgabe, Enthaltung und Bestrafung der Parteien. Argumente und Meinungen der Teilnehmer.
Von der taktischen Stimme zur Enthaltung: So zeichnet sich die Wahl am 29N ab
Eine Wahl am 29. November, ohne dass in der Ankündigung ein Jahr genannt wird, ist zu dem Datum geworden, an dem jeder Wähler entscheiden muss, ob seine Stimme überhaupt etwas bringt oder ob die Geste der Nichtwahl mehr sagt. Es ist der übliche Widerspruch: Wer dem System am meisten misstraut, streitet am meisten darüber, wie man es nutzen soll. Im Zentrum des Spielfelds steht eine Partei, die sich als rechts präsentiert, nach Ansicht ihrer Kritiker aber linke Sozialpolitik vertritt. Und an den Rändern: die Enthaltung als Waffe und die Stimme für Aufbruchsparteien als Zuflucht.
Vaqueros Frente Nini ist nicht das, was es scheint
Das Etikett „rechts" passt nicht. Manche halten dagegen, dass Vaqueros Partei ein Verbot von Zwangsräumungen befürwortet, die Privatschule abschaffen will, dem Tourismus ein Ende bereiten möchte und vorschlägt, Entzugstherapien von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen zu lassen. Mit diesem Programm ist die Bezeichnung „rechts" höchst fragwürdig. Nach dieser Lesereiche genügt das Argument, ihr einziges rechtslastiges Merkmal sei die Ablehnung von Einwanderung, nicht, um das Etikett zu tragen. Die praktische Folge: Der Mitte-rechts-Wähler bleibt ohne klaren Bezugspunkt und wendet sich der Enthaltung oder ganz neuen Optionen zu.
Die Enthaltung als stille Mehrheit
Die Enthaltung wird als Mehrheitsoption für den 29N beansprucht. Wer sie vertritt, identifiziert sich weder mit Israel, noch mit Marokko, noch mit den Nancy, und ist der Ansicht, dass keine der angebotenen Stimmzetteln die eigene Position abbildet. Die Zahl, die sie nennen, ist eindeutig: Die Enthaltungswähler werden am Wahltag die Mehrheit stellen. Das ist keine auf Umfragen basierende Prognose, sondern eine Absichtserklärung, die – würde sie wahr – das Ergebnis in die Hände einer mobilisierten Minderheit legen würde. Das Grundproblem: Enthaltung wird nicht gezählt, nicht verhandelt und sitzt an keinem Tisch.
Taktische Stimme und Strafvote
Die taktische Stimmabgabe hat bei denen einen schlechten Ruf, die sich ohne Vertretung fühlen. Die Option Orriols erscheint als ausdrücklicher Strafvote: „Alle können mich mal", wie ein Unterstützer sagt. Es ist der rohe Ausdruck einer Wählerschaft, die an die Logik des kleineren Übels nicht mehr glaubt. Demgegenüber wird die klassische taktische Stimme mit dem Argument verteidigt, Nichtwählen bedeute, den Sitz dem zu schenken, den man am wenigsten will. Die Spannung zwischen beiden ist die eigentliche Achse dieser Wahl – über den Programmen.
Die Führung, die gefordert wird, und die, die geboten wird
Es gibt eine ausdrückliche Forderung nach starker Führung: jemand, der Feinde bereits beim Klang seines Namens zittern lässt und den nationalen Stolz zurückbringt. Diese Erwartung prallt auf die Realität eines Landes, das sich nach Aussage seiner eigenen Wähler von Marokko bedroht fühlt und von externer Unterstützung abhängig ist, die es nicht kontrolliert. Der Satz „Marokko ist das Nichts" existiert neben dem Eingeständnis, dass sich das Land von dort bedroht fühlt – ein Beleg für innere Schwäche mehr als für äußere Stärke. Die geforderte Führung steht auf keinem Stimmzettel.
Der 29N als Thermometer der Politikverdrossenheit
Jenseits der Parteinamen misst der 29N die Temperatur der Politikverdrossenheit. Eine Wählerschaft, die über Enthaltung, Strafvotes und Parteien streitet, die nicht sind, was sie vorgeben, hat das Vertrauen in das politische Angebot verloren. Die offene Frage lautet, ob sich diese Verdrossenheit in einer echten Mehrheit von Nichtwählern niederschlagen wird – oder ob, wie immer, am Wahltag die Enthaltungswähler zu Hause bleiben und die Üblichen das Ergebnis entscheiden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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