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Vorwürfe von Wahlmanipulation in Brasilien – Pedro Sánchez schaut zu
Die Stichwahl zwischen Bolsonaro und Lula da Silva ist von einer zweistündigen Verlängerung der Wahllokal-Öffnungszeiten und 60 % Zustimmung für Lula bei Wählern im Ausland geprägt. Alle Daten hier.
Die brasilianische Präsidentschaftsstichwahl zwischen Bolsonaro und Lula da Silva findet statt, während der Oberste Gerichtshof eine zweistündige Verlängerung der Öffnungszeiten der Wahllokale angeordnet hat und 60 % der Brasilianer im Ausland für Lula gestimmt haben. Gewerkschaften haben am Wahltag selbst öffentliche Busse mit Lula-Werbung mobilisiert.
Brasilien wählt an diesem Sonntag den zweiten Wahlgang seiner Präsidentschaftswahl zwischen **Jair Bolsonaro** und **Lula da Silva**. Das System ist präsidentiell wie in den übrigen amerikanischen Ländern mit Ausnahme Kanadas: Der Präsident wird direkt gewählt und ist zugleich Staats- und Regierungschef. Bei den Parlamentswahlen hat die Rechte abgeräumt, und im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl lag Bolsonaro vorn. Der drittplatzierte Kandidat, mit großem Abstand hinter beiden, ist genauso rechts oder noch rechter als Bolsonaro, was auf einen Sieg des amtierenden Präsidenten hindeutet.
## Oberster Gerichtshof verlängert die Wahlzeit um zwei Stunden
Der **Oberste Gerichtshof Brasiliens** ordnete kurzfristig an, die Öffnungszeiten der Wahllokale um zwei Stunden zu verlängern. Die Entscheidung fiel, als einige Wahlzentren bereits geschlossen und ihre Stimmen ausgezählt hatten, wie die **BBC** berichtete. Die Verlängerung lässt diese Wahllokale ohne klares Verfahren zurück, wie mit den bereits ausgezählten Stimmen umzugehen ist.
Die Maßnahme beeinträchtigt die Logistik eines Wahltags, der als knapp erwartet worden war. Wahllokale, die die Auszählung bereits abgeschlossen hatten, sehen sich nun mit einer Anordnung konfrontiert, die kam, nachdem sie ihre Türen schon geschlossen hatten.
## 60 % für Lula bei der Auslandsstimme
Unter den im Ausland lebenden Brasilianern erhielt Lula da Silva **60 %** der Stimmen, wie die von **Electomania** erhobenen Daten zeigen. Das entspricht der spanischen CERA-Stimme: dem Wahlrecht der im Ausland lebenden Bürger. Dieses Ergebnis steht im Kontrast zu Bolsonaros Vorsprung im ersten Wahlgang innerhalb Brasiliens.
Das Gewicht der Auslandsstimme am Gesamtergebnis ist begrenzt, doch die Zahl nährt die Deutung, dass die Wählerschaft außerhalb des Landes zum Kandidaten der Arbeiterpartei neigt.
## Öffentliche Busse mit Lula-Werbung am Wahltag
Am Wahltag selbst fuhren Hunderte öffentliche Busse mit Werbeaufklebern für Lula da Silva durch die Straßen, wie **El Mundo** berichtet. Kritiker schreiben die Aktion subventionierten Gewerkschaften zu. Die Übereinstimmung mit dem Wahltag macht den öffentlichen Verkehr mitten in der Abstimmung zum Wahlkampfmittel.
Das brasilianische Wahlrecht verbietet Wahlwerbung am Tag der Abstimmung. Dass die Busse mit diesen Aufklebern fahren, während gewählt wird, ist zumindest ein Konflikt, den die Wahlgerichte bewerten müssen, falls jemand Anzeige erstattet.
## Was Brasilien bei dieser Stichwahl auf dem Spiel setzt
Brasilien ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas, und das Ergebnis dieser Stichwahl wird seine Finanz-, Handels- und Umweltpolitik für die nächsten vier Jahre prägen. Der Wahlkampf war von der Polarisierung zwischen Bolsonaro und Lula da Silva geprägt, zwei Figuren, die das Land bereits regiert haben.
Die brasilianischen Wahlinstitutionen wurden während des gesamten Prozesses in Frage gestellt. Die vom Obersten Gerichtshof angeordnete Verlängerung und die Werbung in öffentlichen Bussen fügen diesem Misstrauen weitere Episoden hinzu. Jeder Leser sollte die Daten dieses Wahltags mit der Vorsicht behandeln, die einer laufenden Auszählung angemessen ist: Die endgültigen Zahlen veröffentlicht das Oberste Wahlgericht Brasiliens.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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