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Spaniens Verkehrsminister Puente nach Zugchaos unter Druck
Ein Alvia-Zug in Mérida festgehalten, Züge nach Jaén mit vier Stunden Verspätung: Der Streit um die Führung von Renfe und die Forderungen nach Puentes Rücktritt.
Pendlerverkehr bricht zusammen, die Debatte voller Rücktrittsforderungen
Wie heiß muss es in einem Wagen werden, damit das Problem nicht mehr nur Verspätung heißt? Im Cercanías-Netz von Madrid kam die Antwort an einem Montag des totalen Kollapses: schweißgebadete Fahrgäste, einstündige Wartezeiten und Fahrten, die zu Fuß endeten, so die Berichterstattung von El País, die beim Öffnen des Threads verlinkt war. In derselben Diskussion wird berichtet, ein Alvia-Zug von Badajoz nach Madrid sei in Mérida stehen geblieben, und Fahrgäste, die wegen der defekten Klimaanlage protestierten —bei 40 Grad auf dem Thermometer, so die verbreitete Nachricht—, wurden als «Störung der öffentlichen Ordnung» bezeichnet. Verkehrsminister Óscar Puente sitzt weiter im Amt. Die Frage ist nicht mehr, ob er durchhält, sondern wie viele Zwischenfälle noch nötig sind, bis jemand seinen Stuhl verschiebt.
Züge ohne Klimaanlage, ohne Wasser und mit vier Stunden Verspätung
Die im Thread gesammelte Liste der Pannen lässt wenig Raum für Diskussion. Nach dem Bericht eines Fahrgastes, der in der Debatte verbreitet wurde, stand ein Zug auf der Strecke Madrid-Huelva zwei Stunden nahe Sevilla, ohne Klimaanlage und ohne Wasser, ohne dass den Passagieren eine Lösung angeboten wurde. Zwei Züge nach Jaén hatten vier Stunden Verspätung, die Fahrgäste warteten bei 36 Grad, so die im Thread verlinkte Information von Diario Jaén. In Madrid erlebte der Cercanías-Verkehr einen Montag des Kollapses. Manche behaupten, die Zwischenfälle seien täglich, andere entgegnen, ein Rücktritt sei nicht die Lösung, nach der sie suchen.
Keines dieser Argumente gibt dem Menschen auf dem Bahnsteig seine verlorene Stunde zurück. Und die Sammlung von Anekdoten ist längst ein eigenes Genre: Im Fall Jaén wurde sogar ironisiert, man könne Olivenöl für 15 Euro pro Liter kaufen als Trost für die Reise.
Die Debatte über den Misstrauensantrag von ERC und Junts
Im Thread wird behauptet, dass sowohl ERC als auch Junts für eine Missbilligung des Verkehrsministers gestimmt haben und dass die Republikaner den Ex-Convergenten voraus waren, als es galt, seinen Rücktritt zu fordern, mit Links zu Presseberichten. Eine Missbilligung wirft niemanden aus der Regierung: Dafür müsste der Ministerpräsident den Minister entlassen. Aber sie setzt den Ton und stellt den Ressortchef als von parlamentarischen Partnern derselben Regierung bloßgestellt dar.
Dazu kommt der Imageschaden: Im Thread wird ein Ranking von El Mundo zitiert, wonach Puente zu den am schlechtesten bewerteten Ministern gehört.
Vom Streit mit Argentinien zum institutionellen Tweet
Der Auslöser des Ärgers hat ein außenpolitisches Kapitel: die Beleidigungen argentinischer Politiker, die nach Darstellung im Thread eine diplomatische Krise mit dem südamerikanischen Land auslösten. Während diese Front ausgetragen wurde, postete der Minister in den sozialen Medien den Empfang der Bürgermeisterin von Santander in seinem Büro, mit einer Botschaft über institutionelle Loyalität und gute Projekte in der Pipeline. Der Kontrast —Kontroversen draußen, ein freundliches Foto drinnen, und dazwischen Züge ohne Klimaanlage— erklärt einen guten Teil der Wut.
Streiks, ein angeblicher Postenschmuggel und Drehtüren
Der Verschleiß kommt nicht nur von den Bahnsteigen. Im Thread wird auf neue Streiks und einen angeblichen Fall von Günstlingswirtschaft bei einem staatseigenen Unternehmen des Ministeriums hingewiesen: eine eingeschobene Angestellte, die der verbreiteten Darstellung zufolge nie zur Arbeit erschienen sein soll, während das Unternehmen das Gegenteil behauptet. Auch Correos, die staatliche Post, wird als Beispiel für eine kritische Finanzlage unter derselben ministeriellen Aufsicht genannt, und es ist von Drehtüren die Rede.
Vor diesem Hintergrund ist der Rücktritt zur am häufigsten geäußerten Forderung der Debatte geworden. Im Büro des Ministers hat vorerst niemand den Stuhl verschoben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).
Ein Forennutzer behauptet, Puente werde den Zugunfall nie aufklären und am Ende seinen Posten verlieren; andere sprechen von einem Disziplinarverfahren und Wahltaktik.
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