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Spaniens Verkehrsminister nennt 170 LZB-Ausfälle auf der Strecke Madrid-Sevilla normal
Spaniens Verkehrsminister bezeichnet 170 LZB-Ausfälle auf der Schnellfahrstrecke Madrid-Sevilla binnen eines Jahres als normal. Das ERTMS kommt ein Jahr später, im Januar 2027.
Óscar Puente vertritt die Auffassung, dass die 170 Ausfälle des LZB-Signalsystems auf der Strecke Madrid-Sevilla im Laufe eines Jahres "europäisch normal" seien und zu den "sehr stabilen" Zahlen der letzten sechs oder sieben Jahre gehören. Der Minister räumt allerdings ein, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheit der Bahn verschwunden ist.
Es gibt ein Wort, das in öffentlichen Auftritten zur Bahnsicherheit immer wieder fällt und das man genau unter die Lupe nehmen sollte: Normalität. Der Verkehrsminister, **Óscar Puente**, verwendete es, um zu beschreiben, dass das LZB-Signalsystem der Schnellfahrstrecke Madrid-Sevilla im Laufe eines Jahres **170 Mal** ausgefallen ist. Jeder dieser Ausfälle zwingt die Betreiber, die Züge auf den Gleisen anzuhalten und den Betrieb unter Anleitung der Verkehrsleitzentralen von Adif wieder aufzunehmen. Das ist keine kleine Wartungsstörung: Es ist der Mechanismus, der den Zugverkehr steuert.
## Was ist das LZB und warum fällt es aus
Das LZB ist ein Signalsystem, das dem Zug über physische Träger Anweisungen übermittelt, sowohl in der Infrastruktur als auch an Bord des Zuges selbst. Wenn diese Träger versagen, macht das System keine halben Sachen: Es blockiert den Verkehr sofort. Puente erklärte das mit einer Unterscheidung, die man sich merken sollte. Es ist etwas anderes, ob das System ausfällt, oder ob es versagt. Beim Ausfall bleiben die Züge automatisch stehen, was genau das ist, was zur Risikovermeidung passieren muss. "Sicherheitssysteme, egal ob sie LZB oder ERTMS heißen, stehen nicht in der Luft", sagte der Minister und fügte hinzu, dass diese physischen Träger versagen.
Die Zahl mag Laien überraschen, räumte Puente ein, aber sie liege im europäischen Normalbereich und auf "sehr stabilen" Niveaus der letzten **sechs oder sieben Jahre**. Laut seinen Daten sogar unter dem Durchschnitt der beiden vorangegangenen Jahre. Was er nicht lieferte, war die Zahl der Ausfälle auf anderen Schnellfahrstrecken, die im Gegensatz zu Madrid-Sevilla bereits modernisiert wurden.
## Die Warnung von Iryo, die früher kam
Dreiundzwanzig Tage vor dem Unfall von Urda, am **5. Oktober**, warnte der Geschäftsführer von Iryo, **Fabrizio Favara**, im Senat, dass LZB-Abbrüche auf der Strecke Madrid-Andalusien seine Züge blockierten und die Wiederaufnahme des Betriebs erschwerten. Die Wiederherstellung der Verbindung, so sagte er, dauere recht lange. Er hielt das System nicht für unsicher: Er hielt es für sicher, "wenn auch alt". Aber er bezeichnete die mit dem LZB zusammenhängenden Störungen als die häufigsten auf dem Korridor, abgesehen von außergewöhnlichen Ereignissen wie einem Brand.
Puente fügte eine technische Anmerkung zur Flotte von Iryo hinzu: Die Systemausfälle scheinen ein zusätzliches Problem für die **Hitachi**-Züge des Unternehmens zu sein, das möglicherweise eine Investition zur Anpassung vornehmen muss. Das häufigste Problem auf dem Korridor, betonte der Minister, hänge mit dem LZB zusammen.
## Das ERTMS kommt ein Jahr zu spät
Die technologische Erneuerung des Korridors ist das ERTMS, ein moderneres System, das das LZB ersetzen sollte. Nach Angaben des Ministeriums wurde das ERTMS im Juni **2026** auf der Strecke Madrid-Andalusien vollständig installiert und befindet sich derzeit im Labortest. Voraussichtlich im Januar **2027** wird es in Betrieb genommen, ein Jahr nach der festgelegten Frist. Der Präsident von Adif, **Pedro Marco de la Peña**, verteidigte die Entscheidung, das LZB länger als geplant zu behalten: Sie wurde **2021** angesichts brutaler Verkehrszuwächse getroffen, und die Verzögerungen liegen unter dem Durchschnitt. "Wir tun, was wir können, einschließlich Vertragsstrafen für die Auftragnehmer", ergänzte Puente.
## Das Vertrauen, das der Minister verloren gibt
Das unangenehmste Geständnis des Auftritts war nicht das der 170 Ausfälle, sondern das des Vertrauens. Puente räumte ein, dass die Bevölkerung das Vertrauen in die Sicherheit der Bahn verloren hat, und schloss einen Rücktritt aus. "Ich bin die Person an der Spitze und ich glaube, dass ich es schaffen kann", sagte er über die Aufgabe, dieses Vertrauen wiederherzustellen. Der Unfall von Urda, bei dem **69 Menschen** nach der Kollision eines AVE mit einem Iryo-Zug starben, begann genau mit einer dieser Signalstörungen, die der Minister als normal beschreibt. Die öffentliche Debatte ist nicht mehr nur technisch: Es geht darum, was dieses Wort genau bedeutet, wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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