Spaniens Verkehrsminister entlässt ADIF-Chef nach Unglücken

Carlos Cuerpo, der neue spanische Verkehrsminister, hat den ADIF-Präsidenten Luis Pedro Marco nach den tödlichen Zugunglücken von Urda und Adamuz abberufen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Carlos Cuerpo, der neue spanische Verkehrsminister, hat Luis Pedro Marco de la Peña als Präsidenten von ADIF (dem staatlichen Eisenbahninfrastrukturbetreiber) in seiner ersten Amtshandlung abberufen. Die Entlassung erfolgt nach zwei schweren Zugunglücken in Urda und Adamuz, bei denen insgesamt 115 Menschen ums Leben kamen.

Cuerpo, der zugleich Erster Vizepräsident und Wirtschaftsminister ist, übernahm am Mittwoch auf Anordnung von Premierminister Pedro Sánchez das Verkehrsressort, nachdem Óscar Puente am Dienstag zurückgetreten war. Sein erster Schritt war weder ein Infrastrukturplan noch eine Pressekonferenz, sondern die Abberufung des ADIF-Präsidenten, wie zuerst von ABC berichtet und später von anderen Quellen bestätigt wurde.

## Eine Entlassung im Nachgang zweier Unglücke

Marco de la Peña hatte das Amt seit September 2024 inne, als er auf Vorschlag von Puente Ángel Contreras ablöste. Der 57-jährige Bauingenieur mit Hintergrund in der baskischen Regierung scheidet nach den Unfällen von Urda am 28. Oktober und Adamuz am 18. Januar aus, die zusammen 115 Todesopfer forderten.

Laut Europa Press hatte der scheidende Präsident dem ehemaligen Minister bereits seine Absicht mitgeteilt, das Amt niederzulegen. Gewerkschaften der Branche hatten seit Langem Veränderungen in der Leitung des öffentlichen Unternehmens gefordert.

## Finanzrahmen von 20 Milliarden Euro vor Wechsel genehmigt

Am selben Mittwoch, vor dem Treffen mit Cuerpo, leitete Marco de la Peña den Verwaltungsrat von ADIF. Dort wurde ein Finanzierungsrahmen mit dem Staat in Höhe von rund 20 Milliarden Euro bis 2030 genehmigt. Die Sitzung fand statt, während der Präsident noch im Amt war; die Entlassung erfolgte danach.

ADIF ist die öffentliche Einrichtung, die die spanische Eisenbahninfrastruktur verwaltet, einschließlich Gleise, Bahnhöfe und eines Großteils der Systeminvestitionen. Das Präsidentenamt ist keine untergeordnete technische Position, weshalb die erste Geste des neuen Ministers darin bestand, diese Führungsrolle zu besetzen.

Es bleibt abzuwarten, wer die Stelle übernimmt und unter welchen Bedingungen. Während der Finanzrahmen genehmigt ist, bleiben die Umsetzung dieser Investitionen und die Sicherheit des Netzes die Prioritäten des Unternehmens.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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