Spanische Polizei bestätigt Drogenboss-Aussage gegen Richterin Biedma

Die spanische UCO stuft die Aussage einer Drogenhändlerin als glaubwürdig ein, die einen Anschlag auf Richterin Biedma plante, die den Bruder des Premiers untersuchte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanische Polizei bestätigt Bericht einer Drogenhändlerin über Plan gegen Richterin Biedma

Die Guardia Civil hat dem Zeugnis einer Frau Glauben geschenkt, die mit einem Drogenclan aus Badajoz verbunden ist und angibt, den Auftrag erhalten zu haben, die Richterin anzugreifen, die das Verfahren gegen den Bruder des Premierministers leitete. Der Bericht der Zentralen Operativen Einheit (Unidad Central Operativa, kurz UCO) vom 6. Oktober rekonstruiert ein Netzwerk aus einem ehemaligen Richter, einem Unternehmer, einer früheren Kommunikationsverantwortlichen der PSOE und einer Familie, die im Drogenhandel tätig war. Laut den Ermittlern war das Ziel, „den normalen Ablauf des gerichtlichen Verfahrens zu verändern“. Das Verfahren ist noch offen, und keiner der Genannten wurde verurteilt.

Was der UCO-Bericht sagt und wen er benennt

Das Dokument besagt, dass der erklärte Zweck darin bestand, „das Verfahren gegen den Bruder zu zerstören“. Die Ermittler fanden eine Notiz auf dem Telefon von Javier Pérez Dolset vom 17. August 2024, die die „Richterin des Bruders“ erwähnt und auf Luis Sáenz de Tejada verweist. Der Ursprung des Hinweises liegt in einer Notiz im Notizbuch von Leire Díez mit dem Stichwort „Richterin Badajoz. La Celsa. Sustancia ilegal & Etniano“.

Die Frau, die diesem Spitznamen entspricht, Cintia Rocho, gab an, dass zwei Personen sie kontaktiert hätten, um die Richterin „aus dem Weg zu schaffen“. Ihrer Version zufolge sagte der Ex-Richter, Biedma sei „ein verdammtes Ärgernis und müsse eliminiert werden“, und fügte einen Satz hinzu, den die UCO wörtlich wiedergibt: „Der Esel lernt durch Schläge.“ Der Bericht stuft diese Handlungen als „Vorbereitungshandlungen“ ein und betont, dass der Zweck des Dokuments „rein darstellender und übermittelnder Natur“ sei.

Treffen, Reisegruppe und Facebook-Kanal

Der Unternehmer Joaquín Parra, ehemaliger Präsident des örtlichen Fußballclubs, erklärte am 5. Oktober, dass Dolset ihn nach Kontakten in der Provinz gefragt habe und sie sich zweimal in seinem Haus in Tarifa getroffen hätten. Bei einem dieser Treffen war auch Leire Díez anwesend. Am 23. August 2024 wurde eine Gruppe namens „Urlaub und Reisen“ mit diesen vier Personen erstellt.

Parallel dazu soll Sáenz de Tejada Mitglieder des Clans nach Kommentaren im Facebook-Kanal „Justizunabhängigkeit von Badajoz“ kontaktiert haben. Am 17. Dezember 2024 erhielt Rocho eine Nachricht von einem Profil namens José García Fernández, dessen Identität sie nie kannte, in der von einer „Säuberung“ der Gerichte der Stadt die Rede war. Der Ex-Richter verbreitete zudem Videos gegen Biedma auf seinem YouTube-Kanal, Aufnahmen, die die Richterin selbst bereits in ihrer Schrift vor dem Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional) zitiert hatte.

Der kommende Justizkalender

Biedma wird als Geschädigte vor Richter Santiago Pedraz am Nationalen Gerichtshof aussagen. Der Bericht kommt einen Tag vor dieser Anhörung, ein Detail im Kalender, das nicht unbemerkt bleibt. Parallel dazu hat Hazte Oír wegen Rechtsbeugung beim Obersten Gerichtshof Anzeige gegen Conde-Pumpido und sechs weitere Verfassungsrichter erstattet, aufgrund der Amnestie für Untreue, eine Front, die das Gefühl eines institutionellen Konflikts nährt.

Die Verteidigung des Ex-Richters behauptet, dass bei ihren Treffen nie die Absicht geäußert wurde, „irgendjemandem physischen Schaden zuzufügen“. Parra seinerseits leugnete, etwas über einen Anschlag auf die Richterin gehört zu haben, räumte aber Überwachungsaktivitäten von Personen ein, die von Sáenz de Tejada verteidigt wurden.

Warum polizeiliche Glaubwürdigkeit kein Urteil ist

Dass die UCO einem Zeugnis Glauben schenkt, entspricht keinem Schuldspruch. Das Verfahren befindet sich noch in der Untersuchung, und etwaige Anklagen müssen vor Gericht Bestand haben. Der Unterschied zwischen einem Polizeibericht und einem rechtskräftigen Urteil ist derselbe wie zwischen einem Indiz und einem Beweis: enorm.

Dennoch zeichnet das Material ein unbequemes Muster. Eine Intrige, die schmutzige Tricks, Drogenhändler und ein Gerichtsverfahren mischt, das die Familie des Präsidenten betrifft. Falls sich irgendetwas davon bestätigt, wird der institutionelle Schaden kaum zu übertreiben sein. Falls nicht, bleibt es eine weitere Akte im Archiv ungelöster Anschuldigungen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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