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Spanische Wähler wählen PSOE gegen Feijóo-Abascal-Bündnis
Ein bisheriger Nicht-PSOE-Wähler begründet seine Stimme mit Angst vor dem Rechtsbündnis und löst eine Debatte über Renten aus.
Zum ersten Mal PSOE wählen: Ein Geständnis, das spaltet
Es gibt einen Wähler, der die PSOE nie unterstützt hat und es diesmal tun wird. Nicht aus Überzeugung, sondern weil ihm die Alternative „dunkel“ erscheint. Er sagt es offen: „intellektuell arme, Analphabeten mit einer Vorstellung von Spanien, die auf der Konfrontation von Völkern basiert.“ Dieser Satz, gepostet in einem politischen Forum, fasst die Stimmung eines Teils der Wählerschaft zusammen, die sich mehr durch die Ablehnung des Rivalen als durch Begeisterung für den eigenen Kandidaten definiert. Der Autor ist klar: Er bevorzugt das Paar **Pedro Sánchez-Carlos Cuerpo** gegenüber dem, was er das „Feijóo-Abascal-Duo“ nennt. Er fügt ein Argument hinzu, das bei den Renten Gewicht hat: Er warnt ältere Menschen davor, dass die Rechte „mit Kürzungsplänen kommt“.
Die Nachricht ist keine übliche Analyse. Sie ist eine Absichtserklärung, die intellektuelle Verachtung für den Gegner, Verteidigung des Krisenmanagements (Pandemie, Vulkaneruption, Kriegsinflation) und pragmatische Wahlberechnung mischt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: von direkten Beleidigungen bis hin zu Spott, einschließlich Vorwürfen, er sei ein „sudamericano“ (Lateinamerikaner), und Erinnerungen daran, dass „La Palma immer noch in Containern lebt“ oder dass Corona-Hilfen für Selbstständige später gestrichen wurden. Der Streit eskaliert, aber darunter liegt eine unbequeme Frage: Wie viel dieser strategischen Wahl ist real und wie viel nur Forenlärm?
Das Argument der Angst vor der Alternative
Die ursprüngliche Nachricht verbirgt ihre Logik nicht: PSOE wählen, um zu verhindern, dass „die harte Rechte“ regiert. Der Autor stellt sich als jemand dar, der vorher nicht sozialdemokratisch gewählt hat, aber jetzt aus Angst vor dem Kommenden wechselt. Seine Beschreibung des Gegners ist nicht politisch, sondern fast anthropologisch: „intellektuell arme, Analphabeten“ und „der typische ignorante, selbstgefällige Schwager ohne Ahnung von nichts, getrieben vom Hass auf andere“. Die Härte des Urteils hindert nicht daran, dass das Kernargument erkennbar bleibt: Die Angstkampagne wirkt in beide Richtungen.
Im Grunde beschreibt der Text eine **Wahl zwischen zwei Ängsten**. Der Autor versteckt seine Präferenz für die Regierungsführung nicht: Er erwähnt die Pandemie, die Vulkaneruption und Kriege in Europa und Nahost als Umstände, die die Inflation erhöhten, und verteidigt Sozialpolitiken, um „niemanden zurückzulassen“. Es ist die offizielle Regierungs-Narrative, aber in Bar-Talk-Version. Und entsprechend wird sie mit gleicher Münze heimgezahlt.
Antworten: Von La-Palma-Containern zu Corona-Hilfen
Die härteste Antwort kommt sofort: „'Niemanden zurücklassen', sagt dieser Arschloch.“ Danach folgt eine Liste konkreter Fälle: La Palma immer noch in Containern, unbezahlte Brandschäden, Barranco del Poyo ohne Arbeiten, später gestrichene Corona-Hilfen für Selbstständige, unbezahlte DANA-Opfer, unbezahlte Adamuz-Opfer. Dies sind Anschuldigungen ohne weiteren Beweis als die Behauptung des Schreibers, fungieren aber als Gegenpunkt zur Sozialpolitik-Erzählung. Der ursprüngliche Autor widerlegt sie nicht einzeln; er beschränkt sich darauf, auf einen früheren Angriff auf seinen Avatar zu reagieren: „Mein Avatar-Foto ist ein Standbild aus einem deutschen Film im Ersten Weltkrieg.“
Der Austausch degradiert schnell. Manche beleidigen direkt („Clown“, „psychopathischer Sanchist-Arschloch“) und andere führen fremdenfeindliche Verzerrungen ein: „Alle Mongos mit Nanzi-Avataren sind Sudamericano, und alle Sudamericano wählen die kriminelle Mafia PSOE.“ Diese abwertende Verallgemeinerung hält keiner Prüfung stand, zeigt aber, wie sehr die Debatte in persönliche Angriffe abdriftet. Demgegenüber wählen andere Ironie: „Du hast mich überzeugt. Ich werde PSOE wählen, jetzt habe ich wirklich gewichtige Gründe. Außerdem ist er sehr hübsch...“ Spott ersetzt Argumente.
Strategische Wahl und das Feijóo-Abascal-„Duo“
Der Titel der Nachricht spricht von einem „Feijóo-Abascal-Duo“ als Alternative. Im Material fehlt weiterer Kontext zu ihren Rollen oder Programmen, aber der Autor positioniert sie als zu bekämpfenden Feind. Der Vergleich mit Sánchez und Cuerpo ist explizit: „Sánchez und Cuerpo sind hochqualifizierte Personen, und die Alternative erzeugt Fremdscham.“ Es ist eine persönliche Bewertung, kein Faktum, spiegelt aber die Wahrnehmung wider, dass die technische Qualifikation der Kandidaten die Wahlentscheidung beeinflusst.
Die Nachricht führt auch den Rentenfaktor ein: „Ich teile älteren Leuten mit, dass die Anpassung der Renten an den CPI vorbei ist, wenn die harte Rechte mit Kürzungsabsichten bei Sozialpolitiken kommt.“ Dies ist eine Warnung ohne Beweise, die aber mit einer wählenden Gruppe resoniert, die sensibel auf Bedrohungen der Renten reagiert. Eine Antwort auf dieses Argument fehlt im Material; die Debatte verliert sich in Disqualifikationen.
Was der Streit außer Acht lässt
Zwischen Beleidigungen und Containern steht ein unbestrittener Fakt: Der ursprüngliche Autor hat nie PSOE gewählt. Das macht ihn zum Beispiel eines Wählers, der durch Angst vor dem Rivalen gewonnen wurde, nicht durch Hoffnung. Wie viele wie er gibt es? Das Material sagt es nicht. Auch werden keine Zahlen zu Renten, Hilfen oder Investitionen in den genannten Gebieten geliefert. Alles besteht aus gegenseitigen Behauptungen. Die Konversation endet, wie so oft, in ungeprüften Anschuldigungen.
Die schwebende Frage ist, ob diese offen reklamierte strategische Wahl ein echter Trend oder nur eine Forenanekdote ist. Der Autor ist sicher. Seine Gesprächspartner auch. Niemand scheint bereit, aus seiner Schützengraben zu weichen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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