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Spaniens Regierung verhandelt Wohnungsdekret mit 21 % Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen
Die spanische Regierung kündigt ein Wohnungsdekret mit 21 % Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen und neue Steuerabzüge an, doch die Kluft zwischen Theorie und Praxis, wie bei…
Das Wohnungsdekret der Regierung: 21 % Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen und die ewige Debatte über die Wirksamkeit
Die spanische Regierung verhandelt unter Zeitdruck ein Wohnungsdekret, das als krönender Abschluss der Legislaturperiode gelten soll. Das am 4. Juli 2026 angekündigte Paket enthält als wichtigste Neuerung die verpflichtende Anwendung von 21 % Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen, eine Maßnahme, die deren Nutzung gegenüber normalem Wohnraum unattraktiv machen soll. Zudem werden Mechanismen zur Verwaltungsvereinfachung und Steuerabzüge für den Bau von bezahlbarem Wohnraum erwogen, ebenso wie die Regulierung der Kurzzeitvermietung, unterstützt von der PNV (baskische Nationalistenpartei).
Doch in den Analysen überwiegt die Skepsis. Das Versprechen, zwei Millionen Wohnungen zu bauen, klingt wie déjà vu, und die bisherigen Erfahrungen mit Referenzmieten in angespannten Lagen zeigen, dass Theorie und Praxis selten übereinstimmen. Barcelona ist das perfekte Beispiel: Theoretisch sollten vermietete Zimmer die Obergrenzen einhalten, praktisch werden Zimmer für über 500 Euro angeboten – doppelt so viel wie der Referenzindex –, wobei Vermieter gleich ganze Gebäude zur Zimmervermietung verwalten.
Die Paradoxie: Wer die Zimmervermietung bestraft, riskiert, das Angebot für einkommensschwache Mieter weiter zu verringern. Maßnahmen wie die Beschleunigung von Räumungsklagen wegen Zahlungsverzug oder die Übertragung öffentlichen Baulands an den Staat werden als dringend dargestellt, scheitern aber am fehlenden politischen Willen.
Das Dekret gerät zwischen die Anforderungen der Koalitionspartner: Sumar fordert eine Verlängerung der Mietverträge, Junts verlangt Steuerabzüge. Das Ergebnis – ein Text, der es allen recht machen will – droht niemanden zufriedenzustellen und vor allem das eigentliche Problem nicht zu lösen: Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum bleibt weiterhin aus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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