Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spaniens PP in Móstoles gibt 900.000 Euro für Sushi und Ibérico-Schinken aus
Ein 900.000-Euro-Cateringauftrag mit Sushi und Ibérico-Schinken in Móstoles fällt zusammen mit der Vorladung des Bürgermeisters vor Gericht wegen mutmaßlicher Belästigung.
Der 900.000-Euro-Cateringauftrag, der den Bürgermeister von Móstoles mitten in einem Gerichtsverfahren umgibt
In Móstoles wird Luxus auf dem Silbertablett serviert. Manuel Bautista, Bürgermeister der Partido Popular (spanische Konservative Partei), hat eine Ausschreibung im Wert von fast 900.000 Euro vorangetrieben – für Luxus-Catering, Sushi-Stationen, Premium-Cocktails und Ibérico-Schinkenschneider. Der Vertrag, aufgeteilt in vier Lose über vier Jahre, fällt mit seiner Vorladung als Beschuldigter am 9. Oktober zusammen – wegen mutmaßlicher sens und arbeitsbezogener Belästigung einer ehemaligen Stadträtin der eigenen Partei.
Die Zahl hat es in sich. Während die Justiz auf ihn wartet, rüstet sich das Rathaus, um groß aufzutischen. Manche bringen das Menü mit Ironie auf den Punkt: „Empanadillas aus Móstoles zum Preis von Beluga-Kaviar“. Der Gag kommt nicht von ungefähr: Die Stadt ist für ihre Empanadillas bekannt, doch das Budget deutet auf etwas anderes hin.
Die Kommunalpolitik ist im üblichen Gezerre versunken. Die einen sehen im Vertrag einen weiteren Beweis für politische Straffreiheit; die anderen relativieren mit Verweis auf Skandale anderer Parteien. In der Mitte fragt sich der Steuerzahler, was ein Sushi-Catering mit den Sozialdiensten der Stadt zu tun hat.
Die Ausschreibung wird vermutlich als protokollarische Betreuung oder institutionelle Veranstaltungen gerechtfertigt werden. Doch die zeitliche Übereinstimmung mit dem Gerichtsverfahren macht das Bankett zu einem unangenehmen Symbol. Und der 9. Oktober ist nicht mehr fern.
Wenn sich der Bürgermeister vor den Richter setzt, ist das Menü bereits gebucht. Auf vier Jahre.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).
Ein Hochgeschwindigkeitszugführer meldet tägliche LZB-Übertragungsabbrüche und warnt, dass die Vorschriften einen einzigen menschlichen Fehler zur Tragödie machen können.
Jules Vernes Theorie über ernste und lustige Länder kollidiert mit Wirtschaftsdaten. Spaniens BIP pro Kopf von 25.000 Euro steht den 50.000 Euro Deutschlands gegenüber.
Ein Lokführer wurde in Martorell, Spanien, ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem drei Wagen mit seinem Güterzug kollidierten, mitten in einer Krise des Verkehrsministeriums.