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Spaniens Klimaoasen: ein Versprechen, das dahinschmilzt
Die spanische Regierung verspricht Klimaoasen in öffentlichen Gebäuden noch vor dem Sommer, doch der Ankündigung folgen seit Monaten keine Taten. Die Kritik wird lauter.
Vor Monaten kündigte die spanische Regierung den Aufbau von Klimaoasen an – und hat sich seither nicht gerührt. Jetzt hat Pedro Sánchez erneut einen Termin genannt: vor dem kommenden Sommer. Die Idee, Gebäude der staatlichen Verwaltung (Administración General del Estado) in klimatisierte Räume für die Bürger zu verwandeln, klingt auf dem Papier gut. Die Umsetzung ist bislang eine andere Geschichte.
Ein Sommer ohne Oasen in Sicht
In Ceuta etwa ist vom Projekt nichts zu hören. „Vor Monaten angekündigt, und nichts ist passiert“, lautet die Klage. Währenddessen steigt das Quecksilber weiter, und das Gefühl, dass dies reine Propaganda ist, verfestigt sich in der Debatte. Nicht nur die Verzögerung stößt auf Kritik, auch das Design: Manche vergleichen die Räume mit einem Bestattungsinstitut – Stühle in Reihen, Wände wie aus einer anderen Zeit, eine friedhofshaften Ästhetik, die zu allem einlädt nur nicht zum Bleiben.
Ins Ministerium oder in die Bar?
Die vernichtendste Kritik richtet sich gegen die Logik des Vorhabens: Um der Hitze zu entkommen, haben die Menschen bereits Orte – Einkaufszentren, Bars, Bibliotheken. Warum ein staatliches Programm aufbauen, das mit Lösungen konkurriert, die bereits funktionieren? Mit welchem Budget? Und für wen eigentlich?
Die Antwort der Regierung: Die Klimaoasen seien für gefährdete Menschen gedacht. Doch die Lücke zwischen Ankündigung und Realität ist so groß, dass kaum zu glauben ist, dass alles bis zum kommenden Sommer einsatzbereit ist. Wenn nicht beschleunigt wird, erwischt uns die erste große Hitzewelle voraussichtlich wieder mit Oasen in den Schlagzeilen – nicht auf den Straßen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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