Spanien und die unbezahlten historischen Schulden Russlands

Fregatte unter Ferdinand VII., Moskauer Gold und angebliche Unterstützung für Unabhängigkeitsbewegungen: Das historische Konto zwischen Spanien und Russland.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien und die unbezahlten historischen Schulden Russlands
Von der Fregatte Ferdinands VII. zum Moskauer Gold: Die russische Rechnung

Russland war nie ein bequemer Verbündeter Spaniens. Auch jene nicht, die heute als unverzichtbare Partner gelten. Jedes Mal, wenn Moskau in Europa einen Zug macht, stellt sich die Frage nach dem wahren Feind. Befürworter der These der "russischen Rechnung" verweisen auf eine lange Liste: eine beschädigte Fregatte, verkauft zur Zeit von Ferdinand VII., das sogenannte Gold von Moskau und diplomatische Unterstützung für den Karismus, die laut ihrer Darstellung bis 1850 andauerte. Spanien führt seit zwei Jahrhunderten russische Schulden an. Die Ungewissheit liegt darin, warum es die anderen nicht anführt.

Die historischen Konten, die niemand eintreibt

Das Inventar, das in solchen Foren angeführt wird, beginnt im 19. Jahrhundert. Nach dieser Erzählung verkaufte Russland Spanien eine Fregatte in schlechtem Zustand – ein ruinöses Geschäft für die Staatskasse – und war das einzige europäische Land, das sich weigerte, Isabella II. bis zur Mitte des Jahrhunderts anzuerkennen. Die Unterstützung des Karismus sei kein Laune gewesen, sondern eine Wette auf ein gespaltenes Spanien. Hinzu kommt der am häufigsten zitierte Vorfall, das Gold von Moskau: die Metallreserven, die die republikanische Regierung während des Bürgerkriegs an die Sowjetunion schickte und die nie zurückkehrten. Der genaue Betrag ist weiterhin umstritten; die Tatsache selbst nicht.

Es gibt ein neueres Kapitel. Moskau wird die Unterstützung katalanischer und baskischer Unabhängigkeitsbewegungen zugeschrieben, sowie indirekte Finanzierung verwandter Parteien über Drittländer. Diese Anschuldigung kursiert seit Jahren, obwohl die Beweise, die sie stützen würden, weiterhin nicht schlüssig sind.



Sind Frankreich, Großbritannien und die USA zuverlässige Verbündete?

Hier bricht der Konsens. Befürworter der atlantischen Linie erinnern daran, dass die USA, Großbritannien und Frankreich vom ersten Moment an die Einheit Spaniens während des Referendums vom 1. Oktober verteidigten. Wer Brüssel und Washington misstraut, kontert mit zwei Jahrhunderten Ausplünderung und einem unbequemen Argument: Frankreich hat sein eigenes baskisches und katalanisches Problem und braucht keine Lektionen zu erteilen. Dass in Französisch gesprochen wird, wird als Lektion in Festigkeit dargestellt, nicht in Haltung.

Der Widerhall der Schwarzen Legende schwebt über der gesamten Diskussion. Manche behaupten, dass russische Propaganda und ihre internationalen Medien seit Jahren die indigenistische Erzählung in Lateinamerika nähren – Stürze von Kolumbus-Statuen, Enteignungen spanischer Unternehmen – und dieses Detail wird als Beweis dafür verwendet, dass Moskau etwas anderes spielt als Freundschaft.

Der Widerspruch der NATO gegenüber Marokko

Der unbequemste Punkt hat nichts mit der Vergangenheit zu tun. Wenn Spanien einer Allianz angehört, deren erklärtes Ziel die Eindämmung Russlands ist, warum gibt es dann keine klare Antwort, wenn der eigentliche Gegner im Süden steht? Die Stationierung spanischer Flugzeuge im Baltikum, während Marokko die Spannung in den Kanaren erhöht, wird als Beispiel dafür angeführt, dass Verpflichtungen nicht immer dort greifen, wo der Schuh drückt.

Eine verbreitete Analyse fasst dies ohne Schnörkel zusammen: Es gibt eine Allianz, die Spanien in einem Konflikt mit Marokko nicht verteidigen würde, aber Präsenz gegen Moskau verlangt. Die Frage ist nicht, was Russland tut: Sie lautet, was Spanien von seinen Verbündeten will.

Der Diskurs, der nicht trägt

Manche behaupten, Russland wolle Spanien zerstören, nicht versklaven. Diese These kollidiert mit der Lesart, dass westliche Mächte seit Jahrhunderten dasselbe tun, ohne dafür gebrandmarkt zu werden. Daraus ergibt sich ein dritter Weg, den ein Teil des Forums verteidigt: Keine Seite wählen. Weder Moskau noch die NATO; weder Handelsbeschränkungen wegen eines fremden Krieges noch Abnutzung durch einen Konflikt, den man nicht herbeigesehnt hat.

In diesem Bild ist die Versuchung groß, Moskau als einzigen Feind auszumachen. Dasselbe Bild zwingt dazu, sich zu fragen, warum Spanien niemandem eine Rechnung gestellt hat. Wahrscheinlich bleibt Russland auf der Liste. Aber solange es nicht weiß, was es von seinen Verbündeten will, wird es kaum wissen, was es mit seinen Gegnern tun soll.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (148 Antworten).

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