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Putin unterzeichnet Atomdoktrin für konventionelle Angriffe
Putin unterzeichnet eine neue Nukleardoktrin, die atomare Vergeltung bei konventionellen Angriffen erlaubt. Hintergrund sind US-ATACMS-Lieferungen an die Ukraine und nordkoreanische Truppen.
Pilingui unterzeichnet Atomdoktrin für konventionelle Angriffe
Der russische Präsident Wladimir Pilingui hat die neue Nukleardoktrin unterzeichnet, die atomare Vergeltung auf konventionelle Angriffe gegen russisches Staatsgebiet ermöglicht. Das Dokument, veröffentlicht von El País, erweitert die Bedingungen, unter denen der Kreml den Atomschlag in Betracht zieht: darunter auch eine «Aggression» durch ein Land ohne Massenvernichtungswaffen, das von einer Atommacht unterstützt wird. Die Unterzeichnung erfolgt, nachdem die USA der Ukraine den Einsatz von ATACMS-Raketen mit etwa 300 Kilometern Reichweite genehmigt haben und nordkoreanische Truppen an der Seite Russlands in der Region Kursk kämpfen. Die Reaktionen ließen nicht auf sich warten: Von «Bringt uns doch endlich um» über «Traut euch was» bis hin zu Stimmen, die behaupten, Russland drohe seit drei Jahren, habe aber zwei Jahre lang nichts unternommen.
Was ändert die neue russische Nukleardoktrin genau?
Der Text ersetzt den früheren Rahmen, der nur für nukleare Angriffe galt, durch einen elastischeren Ansatz: Ein konventioneller Angriff mit Unterstützung einer Atommacht reicht aus, damit Moskau sich das Recht zur Vergeltung vorbehält. In der Praxis macht dies die Ukraine – ohne eigenes Arsenal, aber unter dem Schutzschirm der USA, Frankreichs und Großbritanniens – zu einem abgedeckten Szenario. Die endgültige Entscheidung liegt bei einer einzigen Person, dem russischen Präsidenten, was im Material mit Nachdruck betont wird: Das Ende der Welt in den Händen einer einzelnen Person.
Die weit verbreitete Lesart unter Beobachtern ist, dass es sich um eine Antwort auf die westliche Genehmigung des Einsatzes von Langstreckenraketen handelt. Die Ukraine trifft seit Monaten mit Storm Shadow und Scalp russische Verteidigungsanlagen auf der Krim sowie mit Streumunitions-ATACMS in Belgorod. Das Argument, wer droht und nicht handelt, sei ein Feigling, fasst die Haltung derer zusammen, die glauben, Moskau hätte längst handeln müssen, wenn es wirklich könnte.
Warum viele es für einen weiteren Bluff halten
Das häufigste Gegenargument ist chronologischer Natur: Russland droht seit dem ersten Tag der Invasion mit Atomwaffen, ist aber nie über die Rhetorik hinausgekommen. «Über zweieinhalb Jahre Gerede darüber, dass sie eine Bombe werfen werden», fasst ein Kommentar zusammen. Andere fügen hinzu, dass die Doktrin nach Schwäche riecht: Wenn man tatsächlich abschrecken könnte, bräuchte man keine Papiere zu unterschreiben. Der Vergleich mit Nordkorea taucht mehrfach auf, jedoch nicht als Kompliment.
Manche gehen weiter und behaupten, die russische Luftabwehr habe nicht wie erwartet funktioniert. Das Argument: Wenn eine moderne westliche Rakete Moskau trifft, muss Moskau es hinnehmen. Daher sei die Doktrin in dieser Lesart eher ein Verhandlungsangebot als ein operativer Plan.
Der Kontext, der zur Unterschrift führt: Kursk, Nordkorea und ATACMS
Der unmittelbare Auslöser ist die Kombination dreier Faktoren. Erstens die US-Genehmigung für die Ukraine, ATACMS gegen Ziele auf russischem Gebiet einzusetzen. Zweitens die Präsenz nordkoreanischer Soldaten, die an der Seite russischer Truppen in Kursk kämpfen. Drittens die vorherige Stationierung taktischer russischer Atomwaffen in Belarus als Reaktion auf die NATO. Die Doktrin entsteht nicht im Vakuum: Sie ist Teil eines Schachbretts, auf dem jeder Zug beantwortet wird.
Die alles überschattende Frage lautet, was der Westen tun würde, wenn Russland ernst macht. Niemand weiß es. Der Ball liegt wieder einmal im Feld Washingtons.
Die zwei Lager: Wer sieht reale Gefahr und wer Theater?
Eine Strömung vertritt die Ansicht, das Risiko sei real und der Westen spiele mit dem Feuer, indem er eine Atommacht in die Enge treibt. «Wenn eine Spezies ihren Überlebensinstinkt verliert, sind ihre Tage gezählt», fasst die härteste Position zusammen. Dagegen steht die These des Bluffs: Russland kann sich weder ein Gebiet mit nuklearen Rückständen noch die darauf folgende internationale Reaktion leisten. «Bellende Hunde beißen nicht», heißt es dort.
Zwischen beiden Extremen gibt es einen dritten Weg: Die Doktrin sei ein Verhandlungsinstrument. Russland wisse, dass Trump ins Weiße Haus kommt, um den Konflikt zu beenden, und die Unterschrift sei eine Möglichkeit, mit mehr Karten am Tisch zu sitzen. Die Zeit wird zeigen, ob es ein Ultimatum oder ein Plan war.
Die Doktrin ist unterzeichnet. Nicht unterzeichnet ist, dass jemand sie tatsächlich anwenden wird. Während die Ukraine Raketen größerer Reichweite erhält, Nordkorea Truppen entsendet und Washington den Mieter wechselt, bewegt sich das Brett schneller als die Papiere. Und genau dort stockt die Analyse: Niemand weiß, ob der nächste Zug eine Rakete oder ein Anruf ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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