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Spanien: Tatverdächtige nach Gruppenvergewaltigung überraschend freigelassen
Trotz medizinischer Beweise für eine Vergewaltigung wurden drei Verdächtige in Rekordzeit freigelassen. Einer ist der Sohn des Verfassungsgerichtspräsidenten.
Die 'Manada de la Toga' ist frei und die Debatte über Begnadigungen beginnt
Nach der Anzeige einer Frau wegen einer Gruppenvergewaltigung wurden drei Männer festgenommen. Medizinische Untersuchungen am Hospital de La Paz bestätigten laut den Ermittlungsdaten eine Vergewaltigung. Die Frau identifizierte die drei Festgenommenen, von denen einer ein Nachfahre von Cándido Conde-Pumpido ist, dem Präsidenten des Tribunal Constitucional (dem spanischen Verfassungsgericht). Alle wurden in Rekordzeit ohne Auflagen freigelassen. Der Fall, der kaum mediale Aufmerksamkeit erregt hat, hat eine Diskussion darüber entfacht, wie die Justiz arbeitet, wenn ein einflussreicher Name im Spiel ist.
Medizinische Befunde und die Express-Freilassung
Das Protokoll für sens Gewalt wurde im Krankenhaus aktiviert. Der medizinische Bericht bestätigte Anzeichen, die mit einer Vergewaltigung vereinbar sind, ohne jedoch die Schwere der Verletzungen im Detail zu beschreiben. Die Polizei nahm die drei Verdächtigen fest, doch wenige Stunden später ließ die Richterin sie wieder laufen. Die Begründung: Die Aufnahmen zeigten die anderen beiden Beteiligten nicht, und die medizinischen Anzeichen könnten auch mit einer einvernehmlichen, aber aggressiven Begegnung vereinbar sein. Diese Entscheidung hat selbst unter Juristen für Entsetzen gesorgt, die angesichts des ärztlichen Attests mit Auflagen gerechnet hatten.
Einige behaupten, die Freilassung sei rechtlich korrekt, da die Beweise für eine Untersuchungshaft nicht ausreichten. Dem halten Kritiker andere Fälle entgegen: Bei der Übergriffsserie in San Fermín leugneten die Angeklagten die Tat ebenfalls, standen aber unter massivem medialem Druck. Der Unterschied, so heißt es, sei, dass dort kein prominenter Nachname im Spiel war.
Warum wird schon vor dem Prozess über eine Begnadigung gesprochen?
Es kursiert die Hypothese, dass der Fall in einer Begnadigung (indulto) enden könnte. Der Präsident des Tribunal Constitucional hat bereits früher Verurteilte begnadigt, wie etwa den sogenannten 'Prostata-Dieb' oder den 'Salami-Dieb' und dessen Familie. Eine Amnestie wäre hier kaum möglich, da der zeitliche Rahmen zu spezifisch und damit verdächtig wäre. Eine Begnadigung hingegen erfordert nur den Vorschlag der Regierung und die Unterschrift des Staatsoberhauptes; sie benötigt keine parlamentarische Mehrheit.
Vergangene Fälle wie die der GAL (staatlich unterstützte Terrorgruppen) oder korrupte Politiker werden als Beispiele für Begnadigungen gefährlicher Krimineller angeführt. Die Frage ist, ob dieser Fall in diese Tradition passt oder ob das Instrument dazu dient, die Mächtigen zu schützen. Die Antwort darauf lässt sich derzeit nicht vor Gericht finden.
Mediales Schweigen und die Maschinerie der Diskreditierung
Keine Schlagzeilen, keine Demonstrationen feministischer Gruppen, keine Debatten im Fernsehen. Der Fall ist fast unbemerkt geblieben. Laut Beobachtern ist die Maschinerie zur Diskreditierung bereits in Gang gesetzt worden: Es wird versucht, die Anzeigende als 'schlechte Frau' darzustellen, um ihre Glaubwürdigkeit zu untergraben. Gewerkschaften haben keine Anzeigen wegen der Tatzeit erstattet, und die Ermittlungen verbleiben in den Händen einer spezifischen Polizeistation.
Die Richterin, die die Verdächtigen freigelassen hat, veröffentlichte in einem nationalen Medium einen Artikel, in dem sie sich als feministische Magistratin präsentiert. Die Übereinstimmung mit dem Nachnamen des Hauptverdächtigen wurde von Analysten bereits angemerkt. Es gibt keine Beweise für Bevorzugung, aber die Tatsache schürt das Misstrauen.
Der doppelte Standard bei falschen Anschuldigungen
Offizielle Statistiken besagen, dass falsche Anzeigen einen verschwindend geringen Prozentsatz ausmachen. In diesem Fall betont die Verteidigung jedoch den Mangel an Beweisen. Die Debatte über den doppelten Standard wird intensiv geführt: Wäre der Angeklagte ein Unbekannter gewesen, wäre er auch sofort freigelassen worden? Wäre die Aussage des Opfers mit der gleichen Intensität infrage gestellt worden?
Die Situation wird durch den Hintergrund der Anzeigenden erschwert: Sie ist eine Migrantin und Sens. Diese drei Ebenen der Vulnerabilität erklären laut Kritikern die institutionelle Vernachlässigung. Dieselben, die in anderen Fällen die Glaubwürdigkeit von Opfern fordern, schweigen hier. Es gibt keine Demonstrationen und keine Solidaritätsbekundungen.
Der Fall ist weiterhin offen. Die Festgenommenen sind auf freiem Fuß, und die Ermittlungen dauern an. Niemand weiß, ob es zu einem Prozess, einer Verurteilung oder einer Begnadigung kommen wird. Fest steht nur: Wenn der Nachname Conde-Pumpido lautet, arbeitet die Justiz in einer anderen Geschwindigkeit.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Der Sohn des Präsidenten des Verfassungsgerichts wird nach einer Anzeige wegen Gruppenvergewaltigung ohne Auflagen freigelassen, während das Amnestiegesetz beraten wird.
Der Sohn des Präsidenten des spanischen Verfassungsgerichts wurde wegen mutmaßlicher sexueller Nötigung festgenommen, gegen Kaution freigelassen und später ins Krankenhaus eingeliefert.
Die Richterin findet in den Überwachungskameras keine Bestätigung für die Aussage der Klägerin gegen Conde-Pumpidos Sohn, während ein Escort-Profil mit 450-Euro-Stundensatz den Fall neu ordnet.
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