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Spanien schlägt Baskenland bei der Pelota-Weltmeisterschaft in Argentinien
Die spanische Nationalmannschaft im baskischen Pelota schlägt die baskische Auswahl bei einer in Argentinien ausgetragenen WM. Das Ergebnis löst Spott über Identität und Sport aus.
Spanien schlägt Baskenland bei der Bowling-Weltmeisterschaft in Argentinien
Die spanische Nationalmannschaft im baskischen Bowling besiegte die Auswahl des Baskenlandes bei einer in Argentinien ausgetragenen Weltmeisterschaft, so die ursprüngliche Nachricht der Debatte. Das Ergebnis, das in den sozialen Medien mit Häme gefeiert wurde, hinterlässt ein unbequemes Paradox: Die als Begründer der Sportart geltenden Basken verlieren gegen ihren sportlichen "Erzfeind" in der Disziplin, die ihnen ihren Namen gab. Die Meldung macht die Runde mit einem Tweet über "göttliche Gerechtigkeit" und einer Flut von Kommentaren, die Sport, Identität und Politik vermischen.
Die WM fand in Argentinien statt, ein Detail, das nicht unbemerkt bleibt: Das Turnier wurde weit entfernt von den Frontons ausgetragen, wo der Sport zum täglichen Volksbrauch gehört. Die baskische Auswahl trat als eigene Nationalmannschaft gegen die spanische an – und verlor. Dort beginnt der Witz, und dort beginnt auch die Reflexion.
Ist Bowling ein ausschließlich baskischer Sport?
Nicht genau. Nach Aussage eines Teilnehmers ist das baskische Bowling mit seinen Varianten ein traditioneller europäischer Sport, Vorläufer von Tennis und Fronton, der als volkstümliche Praxis in Regionen wie Vasconien, Navarra oder Valencia überlebte. Das Etikett "baskisch", so seine Meinung, entstand durch die lokalpatriotische Überrepräsentation des Frontons ohne Schläger. In vielen Orten Spaniens ist der Fronton die älteste noch existierende Sportstätte, älter als der Aufstieg des Fußballs zur Nationalsportart. Das heißt: Die Disziplin entstand nicht in einem einzigen Gebiet, auch wenn der Name von einer identitätspolitischen Lesart vereinnahmt wurde.
Diese Nuance nimmt dem Ergebnis einen Teil des Witzes. Wurde der Sport in ganz Spanien gespielt, ist ein Sieg einer spanischen über eine baskische Auswahl keine historische Demütigung, sondern eine Kalenderanekdote. Die Erzählung ist etwas anderes.
Der Identitätsstreit, der sich in den Sport einschleicht
Das sportliche Ergebnis wurde politisch gelesen. Manche sehen in der Niederlage gegen Spanien in der als eigenen geltenden Disziplin einen symbolischen Schlag für den baskischen Nationalismus; dagegen steht das Argument, dass die Spieler beider Mannschaften großteils dieselben Menschen sind, zugleich Basken und Spanier. Die Verwirrung ist real: Auch die spanische Mannschaft bestand aus Basken, und die des Baskenlandes sind ebenfalls Spanier. Der Streit verflüchtigt sich, wenn man sich die Kader ansieht.
Dennoch nährt das Ergebnis den Spott. Die Rede ist von "göttlicher Gerechtigkeit" und davon, dass die Basken "keine Freude ohne Ärger" haben. Die Ironie wirkt in beide Richtungen: Die einen feiern den spanischen Sieg als sportliche Revanche, die anderen tun ihn als unbedeutende WM in Argentinien ab.
Eine WM mit wenig Geld und viel Publikum
Das Turnier bewegt die Zahlen des Fußballs bei weitem nicht. Es ist eine Randsportart mit alter Infrastruktur und geringer medialer Reichweite. Doch das Ergebnis hat daran erinnert, dass baskisches Bowling mehr ist als Folklore und dass seine internationale Organisation eigene Regeln hat. Das Paradox: Die Auswahl, die das Gebiet vertritt, in dem der Sport ein Identitätssymbol ist, verliert gegen die, die den Staat vertritt, den viele ihrer Fans in Frage stellen.
Der Witz ist vorprogrammiert. Die Frage ist, ob der Sport gestärkt hervorgeht oder nur als Wurfgeschoss missbraucht wird. Unter diesen Vorzeichen wird das nächste internationale Turnier zeigen, ob das Ergebnis ein Zufall oder ein Trend war. Niemand wagt eine starke Wette.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (24 Antworten).
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