Geboren ab 1980: Das Gehalt stagniert, die Wohnung wird teurer
Wer sich 1999 selbstständig machte, zahlte für eine Dreizimmerwohnung in guter Lage 30.000 Pesetas bei einem Gehalt von 90.000. Genau ein Drittel des Einkommens. Dieses Verhältnis ist heute eine Reliquie: Die genannten Mieten verschlingen zwischen 60 % und 80 % des Nettogehalts. Die Diskussion über Männer, die ab 1980 geboren sind, kommt immer auf denselben Punkt zurück, der oft anders dargestellt wird. Es liegt nicht daran, dass wenig verdient wird. Es liegt daran, dass sich alles andere vorher bewegt hat.
Warum frisst die Miete heute das gesamte Gehalt?
Die zugrunde liegende Arithmetik ist einfach und vernichtend. Wenn 1999 ein Gehalt von 90.000 Pesetas eine Miete von 30.000 trug – genau ein Drittel –, würde dieselbe Regel auf das heute häufigste Gehalt von etwa 1.500 Euro angewendet eine Dreizimmerwohnung bei rund 500 Euro bedeuten. Diese zu finden, ist der schwierige Teil. Daraus folgt die Schlussfolgerung, die viele Diskussionen beendet: Wenn eine Miete oder Hypothek monatlich nur vierhundert Euro kosten würde, würde sich die halbe Debatte über die Jugendprekarität von selbst erledigen. Das Problem wäre nicht das Gehalt, sondern der Preis.
Militärdienst, Zeitarbeit und 'Mileurismo': Eine Sequenz, die niemand wählte
Der Weg lässt sich fast Jahr für Jahr datieren. Die letzten, die den Wehrdienst oder dessen zivilen Ersatz leisteten. Danach der Einstieg in den Arbeitsmarkt über ETT (temporäre Arbeitsvermittlungen), mit Befristung als Norm statt Ausnahme. Und dann jene, die sich entschieden, weiter zu studieren, anstatt sofort zu arbeiten: Sie schlossen ihr Studium gerade rechtzeitig ab, um die Krise von 2008 frontal zu treffen. Der Begriff mileurismo (Gehälter um 1.000 Euro) hörte auf, ein Witz zu sein, und wurde zur gläsernen Decke. Der Immobilienkauf entfernte sich derweil doppelt so schnell, erst durch die Blase, dann durch schlecht bezahlte temporäre Jobs. Ein Fall fasst es zusammen: Wer zum Kauf kam, tat dies bereits mit vierzig Jahren, wenn die Talfahrt beginnt.
[SIZE-5]Schweißer, Gabelstaplerfahrer, Ingenieur: Was die Angebote sagen[/SIZE]
Hier widersprechen sich die Zahlen. Wer Stellenangebote auf Portalen durchsuchte, fand ein Maximum von 1.809 Euro für einen Trilateral-Gabelstaplerfahrer und ein zweites Angebot von 1.755 Euro. Im Gegensatz dazu liegen Schweißer in Werftregionen im Durchschnitt bei 1.500 Euro im besten Fall, und 1.280 Euro sind keine Seltenheit; höhere Fachkräfte – Zeichner, Vermesser, Bautechniker – kommen nicht über 1.700 Euro hinaus. Die Ausnahme ist der Schweißer in Familienunternehmen, der 2.500 oder 3.000 Euro für Zwölf-Stunden-Tage erhält. Die Konsequenz, die jeder aus der Tabelle zieht, ist unbequem: Mehr Ausbildung garantiert nicht mehr Gehalt. Die vollständige Aufschlüsselung, angebot nach angebot, zeichnet ein deutlich weniger freundliches Bild als die Konjunkturberichte.
Der Teil, der nicht in Euro gemessen wird
Die Diagnose ist nicht nur wirtschaftlich. Kindheit und frühe Jugend zwischen 1980 und 2010 werden in fast allen Berichten als gut erinnert, auch wenn sie nicht reich waren: Musik, Kino von 1980 bis 1999, Beziehungen ohne Smartphone, ohne soziale Netzwerke und ohne Apps. Um zu veranschaulichen, was verloren ging, wird Das Apartment von Billy Wilder herangezogen, in dem ein ungelernter Büroangestellter etwa 15 Dollar für eine Wohnung in guter New Yorker Lage bei einem Wochenlohn von 65 Dollar zahlte. Die Zahlen werden aus dem Gedächtnis zitiert, aber die Größenordnung ist die Botschaft. Das Verhältnis zwischen Miete und Gehalt war lange Zeit an vielen Orten angemessen. Hier hat es aufgehört, dies zu sein.
Geboren 1980, geboren 1986: Zwei Welten im selben Jahrzehnt
Das Geburtsdatum fungiert als Grenze. Die frühen Achtzigerjahrgänge erlebten vier oder fünf Jahre, in denen bestimmte Handwerksberufe besser bezahlt wurden als viele akademische Abschlüsse, und sahen die Blase noch mit etwas Spielraum platzen. Die ab 1985 Geborenen haben nichts anderes als Anpassung gekannt. Fälle innerhalb derselben Familie tauchen auf: Der ältere Bruder mit unbefristetem Vertrag, erschwinglicher Hypothek und geordnetem Leben; die jüngeren Geschwister, nur wenige Jahre auseinander, ketten befristete Verträge, stagnierende Gehälter und steigende Mieten aneinander. Und darunter schauen die Nachgeborenen auf die Achtziger mit derselben Distanz, mit der diese auf die Siebziger blicken.
Der Punkt, an dem die Analyse feststeckt
Ab hier trennen sich die Erklärungen und keine führt zum Abschluss. Manche behaupten, das Design sei absichtlich gewesen: Wer vorab weiß, welche Politik angewandt wird, kauft, bevor die Preise steigen, und der Rest kommt spät zur Auktion. Andere geben der Bildung die Schuld, mit dem Argument, dass Studiengänge mit realen Jobaussichten gut platzieren; dagegen spricht, dass viele, die das Studierten, was man ihnen sagte, nicht besser dran sind. Und eine dritte Linie führt den Druck auf die Gehälter auf die Zuwanderung von Arbeitskräften zurück, eine viel wiederholte These, die jedoch in der gesamten Diskussion durch keine Daten gestützt wird. Bei den Renten herrscht hingegen ein unbequemer Konsens: Die BevölkerungsPyramide wurde Ende der Achtziger in der Schule erklärt, und niemand handelte. Es war kein ideologisches Problem, es war ein arithmetisches.
Mit diesen Unterschieden sollten Binnenmigration oder sinkende Geburtenraten massiv sein, doch beide bleiben marginal. Hier stockt alles: Es gibt genug Theorien darüber, wer die Rechnung trägt, aber keine Erklärung dafür, warum die Rechnung weiterhin nicht beglichen wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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