Spanien tritt der Rotmeer-Mission bei, trotz Zweifel an den tatsächlichen Kosten
Ein Teilnehmer der Debatte behauptet, dass die spanische Regierung beschlossen habe, sich der Marineoperation im Roten Meer anzuschließen. Diese Entscheidung sei weniger von strategischer Überzeugung als vielmehr von energetischen Notwendigkeiten getrieben: Das vom Land verbrauchte Öl und Gas transportiert durch den Suezkanal. Laut diesem Forennutzer leidet die Raffinerie in Tarragona bereits unter Verzögerungen und einer fast vollständigen Schließung des Seewegs, was die Entscheidung zum kleineren Übel gemacht habe. Ein anderer Kommentator gibt an, dass die Ankündigung erfolgte, nachdem Spanien sein Veto gegen ein EU-Einschreiten in der Zone aufgehoben hatte, obwohl die Regierung betont, dass spanische Schiffe nur den Handelsverkehr schützen werden und nicht an Angriffen gegen die Huthis teilnehmen.
Energieabhängigkeit als Hauptargument
Das am häufigsten wiederholte Argument ist, dass Spanien keinen Handlungsspielraum hat. Der Suezkanal konzentriert einen großen Teil des Rohöls und Gases, das das Land erreicht, und seine faktische Stilllegung seit dem 13. Januar nach den Angriffen der USA und Großbritanniens auf Huthi-Stellungen hat die Raffinerie in Tarragona laut einem Teilnehmer an den Rand des Kollapses gebracht. Es ist keine Ideologie, es ist Logistik. Befürworter dieser These erinnern daran, dass die Mission in eine EU-Operation eingebettet ist und spanische Schiffe keine Genehmigung haben, Landziele anzugreifen.
Die offizielle Version besteht darauf, dass der Handelsverkehr geschützt wird, nicht israelische Interessen. Die Zweifel in der Analyse richten sich jedoch darauf, ob diese Unterscheidung in der Praxis haltbar ist: Die Huthis greifen Schiffe an, die mit Israel verbunden sind oder sich weigern, sich zu identifizieren, und Schiffe unter spanischer Flagge könnten militärische Ziele werden, sobald eine Korvette die Zone betritt, warnt ein Forennutzer. Das Vorbild des 11-M schwebt über der Entscheidung: Einige erinnern daran, dass das „Nein zum Krieg“ 192 Todesopfer und einen Wahlsiegwechsel kostete, und dass Spanien zwei US-Basen beherbergt und Mitglied der NATO ist.
Warum wird der defensive Charakter hinterfragt?
Die schärfste Kritik weist darauf hin, dass die Operation nicht die „globale Sicherheit“, sondern konkrete wirtschaftliche Interessen schützt. Wenn die Huthis Schiffe angreifen, die mit Israel verbunden sind, als Vergeltung für den Genozid in Gaza, stellt sich die Frage, warum dies die Sicherheit aller bedroht und nicht nur die Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Reedereien, die mit Kuba, Venezuela oder dem Iran handeln. Heuchelei, sagen sie, ist das stärkste Argument gegen die offizielle Erzählung.
Eine andere Strömung vertritt die Ansicht, dass Spanien als untergeordneter Partner handelt. Es wird daran erinnert, dass das CNI (Nationales Nachrichtenzentrum) angeblich für die USA gearbeitet habe und die Einladung nach Davos der Ankündigung vorausging. Die These der Unterwerfung hat Varianten: Von denen, die glauben, dass israelische Schiffe mit spanischen Soldaten und Schiffen geschützt werden, bis hin zu denen, die darauf hinweisen, dass andere die Drecksarbeit machen, während Spanien die Bühne bereitet. Die Angelsachsen waren nie vertrauenswürdig, fasst eine Haltung zusammen, die die geopolitische Analyse durchzieht.
Wirtschaftliche Kosten und Energierechnung
Die Auswirkung auf die spanische Wirtschaft ist der Punkt, an dem die Positionen am meisten konvergieren. Die Raffinerie in Tarragona leidet bereits unter Verzögerungen aufgrund der Kanalschließung, und das über Suez ankommende Öl und Gas stellen einen kritischen Teil der Versorgung dar. Befürworter der Beteiligung argumentieren, dass Spanien den Durchgang seiner Schiffe dort benötigt und nicht erwarten kann, dass andere die Arbeit erledigen. Kritiker entgegnen, dass der Steuerzahler die Kosten für die Eskorte fremder Handelsschiffe tragen wird, während die Gewinne anderswo bleiben.
Das Paradoxon ist, dass Spanien auch von algerischem Gas abhängt, und die Regierung zögerte nicht, die Beziehungen zu Algier wegen der Westsahara zu belasten, als es von Verbündeten angeordnet wurde, so ein Forennutzer. Kohärenz ist nicht die Stärke der spanischen Position, darin sind sich Analysen gegensätzlicher Meinung einig. Die vollständige Berechnung, postenweise aufgeschlüsselt, zeigt eine überraschende Differenz: Was für den Schutz der Route ausgegeben wird, kompensiert nicht die Verluste durch die Umleitung von Waren.
Politische Spaltung und Eskalationsrisiko
Die Entscheidung hat die Kluft zwischen denen, die glauben, dass Spanien sich seinen Partnern anschließen muss, und denen, die behaupten, dass jede Beteiligung am Konflikt das Land zum Ziel macht, wieder geöffnet. Das am häufigsten wiederholte Argument ist, dass US-Einfluss eines und totale Kontrolle etwas anderes ist, was sich ab 2004 mit ausgerichteten Parteipolitik, Medien und Justiz konsolidiert hätte. Das Attentat auf Carrero Blanco, Wahlkampffinanzierung und die Heroinflut in den 80ern werden als Präzedenzfälle dieses Einflusses genannt.
Am anderen Ende verteidigen einige, dass die Mission eine legitime europäische Operation ist und Spanien nicht abseits stehen kann, während seine Partner eine lebenswichtige Route schützen. Die Diskussion stockt an einem Punkt: Niemand weiß, ob sich spanische Schiffe auf die Eskorte beschränken oder am Ende an Angriffen teilnehmen werden. Die Regierung sagt nein; die Logik der Eskalation sagt ja. Die Spitze, wie es im Jargon heißt, ist bereits allen bekannt.
Mit diesen Bausteinen lautet die Frage nicht, ob Spanien teilnehmen wird, sondern wie lange es dauern wird, bis es zum Ziel wird. Die Antwort hängt von etwas ab, das keine Analyse kontrollieren kann: Was entscheiden die Huthis, wenn sie eine spanische Korvette im Roten Meer sehen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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