Small Caps in Spanien: Warten auf den Durchbruch seit 1.214 Tagen

Das SPY-IWM-Spread erreicht März-2020-Niveaus und befeuert Small-Cap-Hoffnungen mit Russell-Ziel von 320–360 Punkten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Small Caps in Spanien: Warten auf den Durchbruch seit 1.214 Tagen
Small Caps: Die Wette, die seit 1.214 Tagen auf ihren Einsatz wartet

Sind die kleinen Werte endlich zur Börsenparty in den USA eingeladen? Die These stützt sich auf einen technischen Fakt: Der Spread zwischen dem SPY (ETF auf den S&P 500) und dem IWM (ETF auf den Russell 2000) hat exakt das Niveau vom März 2020 erreicht. Damals startete eine Rally der Small Caps, die in einem historischen Short Squeeze gipfelte – mit GameStop, AMC, Spotify oder Pinterest als bekannteste Beispiele. Nach der Lösung des Schuldenstreits und der Bestätigung des Oktobertiefs geht die Analyse davon aus, dass Kapital von Tech-Werten zu S&P- und Russell-Titeln rotiert.

Bei üppiger Liquidität wird kaum beachtet, dass die US-Notenbank Fed noch Zinsanpassungen vornehmen könnte. Da die Wirtschaft weiterhin Jobs schafft, zählt laut Argumentation nur das Ergebnis. Das Zeitfenster für diese Chance erstreckt sich von Mai bis zum folgenden Sommer; wer warnt, handelt nicht falsch.

Der SPY/IWM-Spread und die Niveaus, die Bullen beobachten

Die Grundlage dieser Wette ist der Chart des Spreads zwischen S&P und Russell, der wieder am Punkt von März 2020 steht. Danach legten die Small Caps eine Steigung hin, die in einer vertikalen Rally der zuvor gebeutelten Werte endete.

Beim IWM gilt das Level 189 als kritisch, 195 als zweite Referenz. Die Seitwärtsbewegung seit Dezember wird als Kontrollzone interpretiert, in der Tiefststände durch Volumen gestützt werden, während der letzte Rückgang ohne nennenswerten Handel stattfand. Bei einem Ausbruch ist das Gap zwischen 223 und 225 das Ziel. Auf dem Papier könnte der Index jederzeit explodieren.

Wo Geld fließt, entstehen Narrative. Der Autor dieses Beitrags hält bereits ein Portfolio geschädigter Titel: 500 Aktien von FCEL sowie STNE, UPST, TLRY oder RIOT. Die Strategie sieht vor, früh explodierende Positionen zu verkaufen und in Nachzügler umzuschichten. Spotify und Palantir bleiben im Radar für deren Korrekturphasen.

VCP, Stages und andere Methoden zur Auswahl steigender Werte

Es gibt nicht nur einen Weg. Manche kaufen Werte an Allzeithochs, die starke Basen brechen, gestützt auf die Marktweite, die grüne Signale sendet. Andere warnen vor dem Gegenrisiko: In fallende Messer zu greifen, endet oft schmerzhaft.

Genannte Systeme sind das VCP-Konzept und Mark Minervinis Phasenanalyse sowie Stan Weinsteins Stages. Nach diesen Kriterien haben mehrere Einzelwerte bereits Phase 2 erreicht, während der Russell noch in Phase 1 Bodenbildung betreibt. Ein weiterer Kandidat mit grünen Volumensäulen und enger Basis ist TNYA, dessen Geschäftsfeld selbst dem Autor unklar ist.

Das Hauptproblem bei Small Caps ist, dass Erfolg von der richtigen Einzelauswahl abhängt. Der Kauf des Index löst das Selektionsproblem, verzichtet aber auf das große Gewinnpotenzial einzelner Titel.

Das Risiko, das Optimismus verdeckt: Schulden und hohe Zinsen

Gegen den Enthusiasmus steht eine wiederkehrende Warnung: Viele kleine Unternehmen tragen enorme Schuldenlasten. Bleiben die Zinsen jahrelang bei rund 5%, können Bilanzen ruinös werden. Mit billigem Geld passten die Zahlen automatisch; jetzt müssen Kosten getragen werden. Der Rat lautet daher: Setzen Sie auf Branchenführer mit Cash-Polster und wenig Verschuldung.

Ein grundsätzliches Gegenargument ist, dass der Russell 2000 ein riesiger Pool spekulativer Firmen ist. Zu verkaufen und abzuwarten, muss kein Fehler sein, denn beim Investieren besteht keine Pflicht zu handeln. Ein Index bietet tausende Chancen; man muss nicht den ersten Ball schlagen.

Was bereits gewonnen wurde, während man wartete

Manche Konten zeigen Erfolge mitten in der Wartephase. Ein Teilnehmer meldet +17% in einem Monat Exposure im Russell, +23% in fünf Tagen mit STEM, +35% in fünf Tagen mit Priority Holdings und +36% in fünf Tagen mit Aurora Innovation, plus Positionen mit +150% bis +200% year-to-date. Ein anderer allokiert 18% seines Portfolios in profitable Small Caps aus starken Märkten.

Nicht alles ist eitel Sonnenschein. Wer vor der letzten Korrektur hoch eingestiegen ist, räumt ein, sie nicht erwartet zu haben; nur das Gleichgewicht günstigerer Positionen hält das Gesamtbild stabil. Eine Analyse von Greg Tuorto (Goldman Sachs Asset Management) prognostizierte nach einem schwachen Jahr eine deutliche Erholung der Small Caps. Die Reaktion war skeptisch, da Großbanken oft Bullenprognosen an Höchstständen liefern.

Wie weit kann es laut Bullen-These gehen?

Das ambitionierteste Szenario verlängert den IWM-Impuls von November 2023 bis Ende 2026, mit einem Zielbereich von 320 bis 360. Diskutiert werden ein 17-jähriger Aufwärtszyklus seit 2017, Parallelen zwischen Bitcoin- und Russell-Chart sowie Wetten auf Januar 2027 und die Geschäftsjahre 2027/2028 beim S&P. Auch Paypal wird als senkrechter Anwärter genannt, nachdem jemand behauptete, es sei wertlos.

Zwischenzeitlich gab es eine Korrektur, bei der der gehebelte Russell-ETF bis zur Zone 47 fiel, gefolgt von einem Re-Entry für mittelfristige Engagements. Die dominante Lesart bleibt: Rücksetzer dienen dazu, die letzten Käufer auszuschütteln. Der Horizont des Autors liegt bei zwei Jahren, nicht bei einer Sitzung. Powell und Inflationsdaten sind in diesem Rahmen nur Rauschen.

Bei dieser Anhäufung von Fristen – 2026, 2027, 2028 – hat bisher nur eines nicht versagt: der Kalender.[/B]

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (162 Antworten).

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