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SLNE: Warum spanische Berater von dieser Schnellgründung abraten
Eine SLNE kostet rund 100 Euro statt 500 wie eine normale GmbH, ist aber auf maximal fünf Gesellschafter begrenzt und verlangt den Namen eines Gesellschafters im Firmennamen. Berater raten davon ab.
Die SLNE verspricht 400 Euro Ersparnis und landet doch beim Notar
Die Gründung einer Sociedad Limitada Nueva Empresa (einer vereinfachten spanischen GmbH) kostet rund 100 Euro statt 500 bei einer herkömmlichen SL, so die Rechnung des Thread-Verfassers. Der Köder ist real: elektronische Beurkundung, standardisierte Satzungen und ein PAIT-Agent, der alles in wenigen Tagen abwickelt. Doch wenn der Gründer die fragt, die es schon durchgemacht haben, kommt die Antwort mit verdächtiger Beharrlichkeit: Lass es bleiben. Die anfängliche Ersparnis fressen später die Fußnoten auf.
Was eine GmbH-Gründung in Spanien wirklich kostet
Die Aufstellung, die unter denen kursiert, die sich durch den Papierkram gebissen haben, lässt die Ersparnis unangetastet: **250 Euro für den Notar**, **35 Euro für den Namensbescheid** beim zentralen Handelsregister, die Registereintragung kommt noch obendrauf. Gegenüber der **3.000-Euro-Einlage**, die jede Gesellschaft mit beschränkter Haftung verlangt, verspricht die SLNE, die Gründungskosten von 500 auf 100 zu senken. Auf dem Papier ein Schnäppchen.
Das Problem: Papier ist nicht alles. Die SLNE muss unter dem Namen eines Gesellschafters mit einem alphanumerischen Code dahinter eingetragen werden, etwa *Juan Egea García 02340120 S.L.N.E.* Ein Gesetz von 2005 erlaubte zwar die spätere Annahme eines Firmennamens, doch das Umbenennungsverfahren bleibt bestehen, samt notarieller Urkunde. Was man an der Tür spart, zahlt man im Flur.
Die Grenzen, die das Wachstum ersticken
Die Liste der Nachteile ist kurz und deutlich: **maximal fünf Gesellschafter**, die Geschäftsführer müssen Gesellschafter sein, und jeder Geschäftsführer darf nur eine SLNE leiten. Für ein Unternehmen, das allein startet, egal. Für eines, das Kapital oder Arbeitskraft durch neue Gesellschafter aufnehmen will, kommt die Decke früher als erwartet. Manche nennen den umgekehrten Trick: Bei einer normalen SL kann man, wenn das Budget für eine Anstellung fehlt, den Mitarbeiter immer noch zum Gesellschafter machen. Bei der SLNE ist dieses Joker-Kartenspiel beim Fünften vorbei.
Auch die Steuervorteile begeistern nicht. Die Stundung von Steuerzahlungen und die Abzüge auf eingebrachte Beträge existieren, doch ihr tatsächlicher Nutzen ist fraglich, verglichen mit der Flexibilität einer SL nach Lehrbuch.
SL, SLU oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts? Die eigentliche Debatte
Mit der abgelehnten SLNE verschiebt sich das Gespräch auf andere Formen. Die sociedad civil (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) erscheint als die stille Option: Sie richtet sich nach dem Zivilgesetzbuch, spart den Notar, und ihre Bilanzen erscheinen nicht auf Portalen wie Axesor oder eInforma, wo jeder Neugierige Sitz, Alleingeschäftsführer, Kredite und Vorfälle mit dem Finanzamt einer SL nachschlagen kann. Der Preis dieser Diskretion ist die **unbeschränkte Haftung**: Für Schulden haftet das gegenwärtige und künftige Vermögen.
Die Einpersonengesellschaft sorgt für weiteren Streit. Eine SLU muss das *U* im Namen führen und erklären, dass sie nur einen Gesellschafter hat – für manche ein Stigma. Der Hausmittel-Tipp, der kursiert: 1 % an den Partner oder ein Familienmitglied abtreten, um das Etikett zu umgehen. Und für alle, die wenig umsetzen und am Anfang stehen, die ewige Frage: Selbstständig bleiben, bis es losgeht, denn wegen der Notarkosten mit negativem Konto zu starten, nagt.
Die Fußnoten, die niemand liest
Das Detail, das verblüfft, steht nicht auf den Webseiten der Beratungsfirmen, sondern im Register. Eine Beobachtung, die sich unter allen, die nachgesehen haben, wiederholt: **Es wird keine SLNE gegründet**. Wäre das Konstrukt wirklich so vorteilhaft, würde die Statistik etwas anderes zeigen. Es könnte Fehlinformation sein – oder der Markt hat längst mit den Füßen abgestimmt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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