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Sittichs in Spanien: Rechtliche Grenzen bei invasiven Arten
Invasive Mönchsgrünen Sittiche zerstören heimische Nester, doch spanische Privatpersonen haben kaum legale Mittel zur Bekämpfung.
Sittiche: Luftgewehr, Gift oder auf das Rathaus warten
Kann man Mönchsgrüne Sittiche in einer spanischen Stadt bekämpfen, ohne bei der Polizei zu landen? Das ist die zentrale Frage. Die kurze Antwort: Rechtlich gesehen liegt fast nichts in den Händen von Privatpersonen. Die lange Antwort umfasst hundert Nachrichten und reicht von Luftdruckwaffen über Schneckengift bis hin zu Eulen, Pterodaktylen und einem wie Vlad Tepes gestalteten Präparationsvogel. Das grundlegende Problem ist, dass der Mönchsgrüne Sittich eine invasive Art ist, die die Nester heimischer Vögel zerstört, und der Durchschnittsbürger keine regulierten Instrumente hat, um gegen sie vorzugehen.
Was rechtlich gegen die Sittiche unternommen werden kann
Der am meisten akzeptierte Weg ist der administrative: Man informiert sich beim Rathaus (ayuntamiento) über die Entfernung nahegelegener Nester und beauftragt einen professionellen Baumpfleger. Das ist langsam, teuer und hängt davon ab, ob die Gemeinde einen aktiven Plan zur Populationsreduzierung hat. Wenn nicht, steht der Anwohner hilflos da.
Die Luftdruckwaffe ist die offensichtliche Versuchung und die schlechteste Idee. Ein Schuss mit Pellets im öffentlichen Raum hat zwei Probleme: Erstens kann das Projektil, wenn es nicht in einem aufsteigenden Winkel abgefeuert wird, überall landen; zweitens wird argumentiert, dass der durchschnittliche spanische Bürger so gereizt ist, dass er die Polizei ruft, was zu Bußgeldern oder Festnahmen führt. Der jagdliche Genuss rechtfertigt nicht das rechtliche Verfahren.
Der Trick mit dem Präparationsvogel und andere Gartenmethoden
Die detaillierteste Erfahrung, die kursiert, stammt aus dem Gartenbau und bezieht sich auf Elstern, die in ihrer Intelligenz nahe Verwandte sind. Vogelscheuchen, hängende CDs und lärmende Dosen funktionieren nach zwei Tagen nicht mehr, da sich die Tiere daran gewöhnen. Was tatsächlich funktionierte, war das Warten im Morgengrauen im Versteck, das Erlegen eines Vogels und das anschließende Auslegen des Tieres mit ausgebreiteten Flügeln mitten auf dem Gelände. Danach kam keiner mehr näher.
Das Problem ist, dass diese Methode erfordert, einen Vogel zu töten, und das Töten erfordert eine Waffe, und der Besitz einer solchen erfordert eine Lizenz. Die Kette bricht bereits beim ersten rechtlichen Glied.
Das hausgemachte Gift, das verbreitet wird
Es gibt Leute, die 3 % Metaldehyd vorschlagen, den Wirkstoff herkömmlicher Schneckenmittel. Das kursierende Rezept: Hartes Brot in einer Lösung einweichen, trocknen lassen und es mehrere Tage hintereinander auf die Terrasse oder das Fenster stellen. Es wird behauptet, dass die Population bis auf Null reduziert wird.
Man muss es klar sagen: Die Verwendung eines solchen Pestizids außerhalb der zugelassenen Bedingungen und an Vögeln ist ein Vergehen gegen die Tierwelt und ein Risiko für jedes andere Tier, das vorbeikommt, einschließlich Katzen und Greifvögel. Das Rezept wird geteilt, als wäre es ein Hausmittel, aber es ist ein unkontrolliertes Gift.
Warum Eulen und Falken nicht funktionieren
Die biologische Lösung klingt elegant: einen Fressfeind einsetzen. In einer Stadt ist es schwierig, eine Eule zu halten, und die bereits vorhandenen städtischen Greifvögel – Wanderfalken, Sperber, Milane – spezialisieren sich nicht auf Sittiche. Der Milan ist ein mittelmäßiger Jäger und greift kein Nest von gesellig lebenden Tieren an, die sich in Gruppen verteidigen. Sittiche gehören, so heißt es, zu den zehn intelligentesten Tieren des Planeten: Sie arbeiten im Team und kennen ihr Revier.
Im ländlichen Raum ist der Druck ein anderer: Füchse, verwilderte Katzen, Marder und Ratten, die Eier stehlen. Dennoch breitet sich die Art auf dem Land nicht aus. Das ist momentan nicht ihr optimaler Lebensraum.
Der Hintergrund: Eine invasive Art, die niemand anfassen will
Die Angelegenheit schlägt schnell in Politik um. Ein Teil der Analyse besagt, dass der institutionelle Umweltschutz entschieden hat, dass die Ausrottung invasiver Arten inakzeptabel ist, auch wenn sie die heimischen Arten vernichten, was die Rathäuser ohne Werkzeuge zurücklässt. Eine andere Strömung antwortet, dass das Problem nicht ideologisch, sondern wirtschaftlich ist: Die Urbanisierung jedes Meters Küstenlinie oder die Ausbeutung von Aquiferen hat Folgen für die Fauna, und am Ende will niemand die Verantwortung übernehmen. In der Mitte steht der unangenehme Fakt: Es heißt, dass in Großbritannien die Rathäuser pro eliminierter invasiver Art bezahlen, hier jedoch nicht.
Der Verfasser der ursprünglichen Nachricht löste seinen konkreten Fall am Ende damit, an zwei Wochenenden Steine zu werfen. Die Sittiche zogen woandershin. Sie vermehren sich weiter, besetzen weiterhin die Nische anderer Arten und schreien weiterhin um sieben Uhr morgens. Alles in Ordnung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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