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Schlag beim Lichtschalter: Lockere Kontakte sind die Ursache
Kribbeln im Finger beim Einschalten und ein Knistern im Schalter deuten auf Lichtbögen durch lockere Kontakte und Überlastung hin
Warum ein Lichtschalter einen Schlag versetzen und knistern kann
Ein Lichtschalter versetzt normalerweise keinen Schlag. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, der Mechanismus isoliert, und der Finger drückt nur auf einen Taster. Bis das nicht mehr stimmt. Beim Einschalten des Lichts in einem Arbeitszimmer hielt das Kribbeln im Finger mehrere Sekunden an, und im Inneren des Schalters war ein feines Knistern zu hören, wie von ganz kleinen Funken. Nichts Ernstes, aber der Schreck reichte, um nach einer Erklärung zu suchen. Direkt unter diesem Schalter versorgt eine Steckdose mit Steckdosenleiste einen Drucker und eine 1.000-W-Heizung.
Die Frage hat zwei Ebenen: Was passiert im Inneren des Mechanismus, und wie nah arbeitet die Verkabelung des Raums an ihrer Grenze? Die Antwort ist trotzdem für alle nützlich, die Klickgeräusche aus einer Wand hören.
Wie kann ein Kunststoffschalter einen Schlag versetzen?
Laut den Diagnosen im Thread kommt der Schlag nicht über das Gehäuse, sondern durch den Lichtbogen, der im Mechanismus überspringt. Wenn die Kontakte locker werden —durch Verschleiß, mangelhafte Werkspannung oder Überlast— findet der Strom eine winzige Lücke und überspringt sie. Dieser Überschlag hinterlässt Ruß auf dem Metall, der Ruß leitet schlechter, und der Lichtbogen wiederholt sich leichter. Daher das hörbare Knistern und in manchen Fällen das Kribbeln beim Betätigen des Tasters. Die Frage, wie etwas aus Kunststoff Strom führen kann, taucht mehrfach auf, und die Antwort ist einfach: Der Taster ist Kunststoff, das Innere nicht.
Ein Teil der Diagnosen deutet darauf hin, dass es reicht, die Klemmen nachzuziehen, ohne das Teil zu tauschen. Eine andere führt Feuchtigkeit ins Spiel: Befindet sich der Mechanismus in einer von einem Wasserschaden betroffenen Wand, verkürzt das Wasser den Abstand zwischen den Polen und löst Überschläge aus, wie bei einer Zündkerze. Die allgemeine Empfehlung, bevor man etwas anfasst: Die Automaten im Verteiler ausschalten und prüfen, dass keine Spannung anliegt.
Teilen sich Licht und Steckdosen denselben Stromkreis?
Sollten sie nicht. Der Beleuchtungsstromkreis wird mit einem 10-A-Automaten und 1,5-mm²-Kabel verlegt; der Stromkreis für Steckdosen mit 16 A und 2,5 mm². Das sind getrennte Leitungen, deshalb dürfte die Heizung unten den Schalter oben nicht beeinflussen.
Vorschriftsmäßig getrennt ist nicht dasselbe wie in der Praxis getrennt. Es gibt Installationen, bei denen der Schalter als Zwischendurchgang zu einer Steckdose genutzt wurde: Neutralleiter und Schutzleiter liefen ungetrennt durch die Dose, und am Schaltklemmende wurde ein einzelner Phasendraht verdoppelt, um zur Steckdose weiterzulaufen. Diese Ausführung wurde bei Steckdosen mit geringer Leistung verwendet, nicht an einer Leitung mit 1.000 W Last. Welcher Fall vorliegt, lässt sich nur durch Öffnen der Dose und Nachsehen feststellen.
Wie viel Last verträgt eine Steckdosenleiste mit Heizung und Computer?
Weniger, als es scheint. Die Obergrenze der Hausverkabelung für Kleingeräte liegt bei 16 A, rund 3.680 W. Die Aufstellung aus dem Gespräch summiert eine 1.000-W-Heizung, einen PC-Turm mit etwa 300 W, einen 60-W-Monitor und obendrauf Ladegerät, Lautsprecher, Drucker und Modem. Der Spielraum wird knapp, wenn alles gleichzeitig läuft.
Der häufigste Rat: der Heizung eine eigene Steckdose gönnen und keine Steckdosenleisten verketten. Mit einem zusätzlichen Hinweis: Bei alter Verkabelung fehlt möglicherweise sogar der Schutzleiter.
Übernimmt die Hausratversicherung die Prüfung der Elektrik?
Ursprünglich war geplant, die Hausratversicherung anzurufen und eine Elektroprüfung des Zimmers zu verlangen. Die Alternative, die an Gewicht gewann, war prosaischer: den Schalter austauschen, denn einen Elektriker für so ein kleines Teil zu beauftragen ist teuer. Ob diese Prüfung Kosten verursacht oder ob die Police sie abdeckt, blieb offen. Das muss jeder mit seiner Versicherung klären.
Der FI-Schalter leitet keinen Strom in die Erde
Mitten im Gespräch driftete das Thema zum Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) ab, und die Positionen verhedderten sich. Manche behaupten, der FI-Schalter biete dem abfließenden Strom einen alternativen Weg, als leite er die Entladung mit weniger Widerstand in die Erde als der menschliche Körper. Die technische Richtigstellung ist eine andere: Der FI-Schalter vergleicht den hineinfließenden mit dem herausfließenden Strom und öffnet bei einer Differenz den Stromkreis. Er leitet nichts: Er schaltet ab.
Ein Blitzschutz ist er auch nicht. Bei einer Überspannung kann er auslösen, doch seine Aufgabe ist die Empfindlichkeit gegenüber Ableitströmen. Mit korrekt ausgeführtem Schutzleiter und empfindlichem FI-Schalter bleibt ein versehentlicher Kontakt begrenzt; ohne ihn nimmt der Fehlerstrom seinen Weg. Die Diskussion lief in diese Richtung und ließ den ursprünglichen Fall fast außer Acht — zwischen Skizzen, Haushaltsbeispielen und der einen oder anderen Werkstattregel, die schwer ernst zu nehmen ist.
Was tun, wenn der Schalter knistert?
Automaten ausschalten, prüfen, dass keine Spannung anliegt, und den Schalter nachziehen oder austauschen. Wenn Ruß sichtbar ist, das Kabel beschädigt ist oder man sich nicht zutraut, hilft nur der Profi. Wahrscheinlich löst sich das Problem mit einem Teil für wenige Euro. Darauf sollte man nicht wetten, dass die Funken von selbst aufhören: Sie kündigen meist ein größeres Problem an.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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