Silber-Physische Preise sprengen offizielle Notierungen mit 48%-Prämien

Die Prämien für physisches Silber steigen auf 48,44% über den offiziellen Preis, während die COMEX-Lagerbestände schwinden: Der Konflikt zwischen Käufern und Leerverkäufern spitzt sich zu.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Silber-Physische Preise sprengen offizielle Notierungen mit 48%-Prämien
Der Ansturm auf physisches Silber sprengt den offiziellen Preis mit 48%-Prämien

Der Silberpreis, der auf den Börsentafeln erscheint, und der Preis, den man im Münzhandel zahlt, sind seit Monaten entkoppelt. In einem Edelmetallhändler in Florida werden American Silver Eagles mit einer Aufzahlung von 38% über dem offiziellen Großhandelspreis gehandelt; bei JM Bullion erreichte diese Prämie zeitweise 48,44% über einer Referenz von 21,15 US-Dollar pro Unze. Zu Beginn der Bewegung lag sie bei rund 7%. Diese Diskrepanz ist das Herzstück einer globalen Kampagne zum Kauf von physischem Silber, die den Metallmarkt in einen offenen Kampf zwischen Käufern (Stackers) und Leerverkäufen verwandelt hat.

Was ist die Bewegung der „Silverbacks“?

Eine Gemeinschaft von Kleinanlegern organisiert sich in Netzwerken, um physisches Metall statt Futures-Kontrakte zu erwerben, mit dem erklärten Ziel, das Angebot auszutrocknen und einen Kurs nach oben zu erzwingen, den sie als künstlich niedrig manipuliert betrachten. Innerhalb von zwanzig Tagen kamen 28.000 Konten zusammen; danach sprechen kursierende Zählungen von 53.000, 130.000 und sogar 135.000 gemeldeten Teilnehmern. Das wiederholt genannte Kursziel liegt bei 200 bis 250 US-Dollar pro Unze, das Fünf- bis Zehnfache des damaligen offiziellen Preises.

Die Erzählung hat ihre eigene Grabenkrieg-Epik. Manche beschreiben Käufe von 21 Münzkisten, andere prahlen mit 600 Kilogramm, die in einem selbstgebauten Tresor aus 40 Millimeter starken Stahlplatten lagern, und wieder andere posten Fotos mit ihrem Namen und Datum neben zwei Tonnen Metall. Die Parole, die bis zur Erschöpfung wiederholt wird, lautet nur eine: Nicht verkaufen.

COMEX verliert registrierte Bestände

Das heiße Frontgebiet ist der New Yorker Markt. Nach Berechnungen der Bewegung sollen die registrierten Silberbestände am Comex unter 30 Millionen Unzen gefallen sein, mit täglichen Abflüssen von einer Million Unzen und nur noch 41 Millionen in Lagerhaltung. Hält dieses Tempo an, ist die Rechnung vernichtend: leeres Lager in anderthalb Monaten. Es gibt keine offizielle Bestätigung dieser Zahlen, daher bewegen sich die Daten zwischen den Berechnungen der Bewegung selbst und den Meldungen der Börsenplätze.

Zu diesem Druck kommt die monetäre Flanke. Die russische Zentralbank kündigte an, alles angebotene Gold zu 5.000 Rubel pro Gramm bis Juni aufzukaufen, ein Signal, das die Käufer so deuten, dass auch Zentralbanken dem System misstrauen. Und eine Nachricht macht die Runde: Eine halbe Million Unzen Gold seien angeblich aus den Tresoren verschwunden, wo sie gelagert wurden, basierend auf geteilten Anschuldigungen. Wenn du es nicht besitzt, hast du es nicht, fasst die Bewegung zusammen.

Prämien offenbaren die Lücke zwischen Papier und Metall

Die von Händlern erhobenen Prämien dienen als Thermometer. Zu Beginn des Angriffs, wie sie es nennen, lag sie bei etwa 7%. Im Florida-Händler stieg sie auf 42% und dann auf 38%; bei JM Bullion auf 48,44%. Die Lesart ist direkt: Je weiter der Preis für physische Münzen vom Referenzpreis abweicht, desto größer ist die Kluft zwischen dem tatsächlich existierenden Metall und den ihn repräsentierenden Kontrakten.

Es gibt Stimmen, die den Ton dämpfen. Man erinnert daran, dass dieselbe Prämie im Oktober 2022 60% erreichte und Silber nicht abhob. Das Argument wiegt schwer: Eine hohe Prämie ist kein hoher Preis, sondern ein angespannter Einzelhandelsmarkt. Der vollständige Vergleich, Händler für Händler und Monat für Monat, ist Material, das hier keinen Platz findet.

Metall hat in Shanghai nicht denselben Wert wie in New York

Die Differenz zwischen den Handelsplätzen ist ein weiteres Indiz. In Shanghai wurde Gold zu 2.005 US-Dollar pro Feinunze gehandelt (umgerechnet vom Yuan); in New York kostete dasselbe Produkt 1.876 US-Dollar. 126 Dollar Unterschied für ein Produkt, das als identisch gelten sollte. In Indien zahlte ein Händler Gelbmetall zu 5.631 Rupien pro Gramm, was etwa 2.103 US-Dollar pro Unze entspricht, gegenüber den 1.821 des US-Preises.

Die Schlussfolgerung der Bewegung duldet keine Nuancen: Wenn zwei Plätze, die behaupten, dasselbe zu kaufen, unterschiedliche Preise festlegen, lügt einer von beiden. Die skeptische Antwort ist weniger episch: Es sind getrennte Märkte mit eigenem Angebot, eigener Nachfrage, eigenen Steuern und Kapitalverkehrskontrollen, und Arbitrage braucht Zeit, um diese Lücken zu schließen.

Der interne Riss der Käuferbewegung

Die Front ist nicht geeint. Die gemäßigte Haltung der Hauptcommunity und Ausschlüsse von Kritikern verbundener Plattformen haben eine Spaltung ausgelöst: Ein Teil des harten Kerns wanderte in einen radikaleren alternativen Raum ab, während ein anderer Sektor in einen leichter verdaulichen Kanal auf sozialen Medien migrierte. Parallel dazu wird von Druck auf Administratoren und einem Gründer gesprochen, der durch unbestätigte Informationen belastet wird.

Die Frage, die niemand abschließend klärt, ist die alte. Wenn das Metall so knapp ist und die Prämien so hoch, warum dominiert der offizielle Preis weiterhin die Bildschirme? Und wenn er eines Tages seine Dominanz verliert, wer muss dann zuerst verkaufen?


Dieser Artikel stellt keine Finanzberatung oder Anlageempfehlung dar.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (666 Antworten).

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