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Sevastopol-Angriff: Russischer Admiral unter unbestätigten Opfern
Angriff auf Schwarzmeerflotte-HQ in Sewastopol tötet mindestens neun Personen, Schicksal eines Admirals bleibt unbestätigt.
Sewastopol: Der Angriff auf das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte und die unbestätigten Opferzahlen
Wie viele russische Kommandeure sind im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte in Sewastopol tatsächlich gestorben? Die Bilanz ist noch offen und bewegt sich im Takt der Leaks. Der der Ukraine zugeschriebene Marschflugkörperangriff auf den Flottenstützpunkt im besetzten Krim-Gebiet hinterlässt eine elastische Zahl: mindestens neun Tote und 16 Verletzte laut ukrainischem Militärgeheimdienst, 34 Tote, mehr als die Hälfte Offiziere, nach anderen kursierenden Quellen. Unter den wiederholten Namen finden sich ein Admiral und ein hochrangiger General. Moskau hat keinen davon bestätigt.
Was ist über den Angriff auf das Hauptquartier in Sewastopol bekannt?
Bestätigbar ist der Einschlag: Marschflugkörper gegen das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte auf der Halbinsel Krim, ein der Ukraine zugeschriebener Angriff; Russland riegelt die Stadt ab und durchkämmt die Trümmer. Ab hier wird es unwegsam. Die am weitesten verbreiteten Berichte sehen Admiral Viktor Sokolow, Kommandeur der Schwarzmeerflotte, unter den Toten und erwähnen Generaloberst Alexander Romantschuk, Chef der russischen Kräfte in der Richtung Saporischschja, als einen der hochrangigen Verluste. Nichts davon wurde von einer russischen Quelle bestätigt.
Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdiensts, Budanow, gab Zahlen für den Angriff an: mindestens neun Tote und 16 Verletzte. Andere Zählungen erhöhen die Gesamtzahl und warnen, dass die Zahl bis zu hundert oder mehreren hundert steigen könnte, während die Bergungsarbeiten fortschreiten. Wenn eine Seite nicht dementiert und die andere die Bilanz nicht abschließt, ist die Spanne der einzige ehrliche Datenpunkt.
Ein Admiral, ein General und die Bilanz, die nicht aufgehen will
Der Tod oder das Überleben eines Flottenkommandeurs ist genau die Art von Information, die eine Armee versteckt, bis sie es nicht mehr kann. Ob Sokolow zum Zeitpunkt des Einschlags im Gebäude war, klärt keine offizielle russische Quelle. Dieselbe Vorsicht gilt für Romantschuk. Und hier taucht die Ironie auf, die die ganze Angelegenheit durchzieht: Wenn es wirklich eine Besprechung dieser Kategorie in einem Stützpunkt ohne angemessenen Schutz gab, liegt das Problem nicht bei den Radarsystemen. Es liegt beim Kommando. Die unbequeme Frage ist nicht, wie viele Raketen das russische System abfangen konnte, sondern warum sich eine gesamte Führungsspitze in einem Gebäude konzentriert, das der Gegner kennt.
Russische Matrosen hätten Standort ihrer Vorgesetzten verraten
Eine der am häufigsten wiederholten – und am wenigsten überprüften – Versionen besagt, dass der ukrainische Geheimdienst von der Besprechung durch russische Militärangehörige erfuhr, die den Standort ihrer Vorgesetzten gegen finanzielle Anreize preisgegeben hätten. Die Erzählung passt zu gut, um sie ungeprüft zu schlucken: Sie erklärt gleichzeitig die Präzision des Schlags und den inneren Verfall der russischen Armee. Es könnte auch nur Propaganda sein. Das Überprüfbare ist die Mechanik: Kommandeure dieses Niveaus zu konzentrieren erfordert Kommunikation, und jede Kommunikation hinterlässt Spuren.
Warum feiern manche Stimmen russische Verluste, während andere sie ablehnen?
Hier ist der Ton genauso Nachricht wie die Tatsache selbst. Viele Kommentare feiern den Schlag mit Sarkasmus: Es werden Express-Beförderungen für jeden gefallenen General gezählt, man spricht von chirurgischer Präzision im Vergleich zu Bombardements, die Zivilisten töten, und betont, dass die zivilen Toten bei diesem Angriff null betragen. Die Feier, argumentieren sie, richtet sich nicht gegen die Tode, sondern gegen den Zusammenbruch einer militärischen Maschinerie, die die Ukraine seit Jahren bestraft.
Auf der anderen Seite sieht ein anderer Strom darin etwas Obszönes: Sich über jeden Tod zu freuen, degradiert denjenigen, der es tut, und jeden Angriff in ein Spektakel zu verwandeln, sagt mehr über den Zuschauer aus als über das Opfer. Die Grenze zwischen dem Feiern eines militärischen Erfolgs und dem Ergötzen an der Schlächterei ist schmal. In einem Krieg, in dem jede Seite täglich ihre eigene Erzählung herausgibt, respektiert diese Grenze fast niemand.
Der Puls der Erzählung: Pro-Russische, Skeptiker und technisches Verachten
Nicht alles ist Feier. Ein Teil verteidigt das pro-russische Standard-Narrativ: Der Angriff sei das Ergebnis einer von außen gesteuerten „Farbrevolution“, der Westen agiere als Zensurblock und die Opferzahlen seien verbündete Propaganda. Eine andere Stimme, eher zynisch als militant, distanziert sich: Es ist egal, ob es 34 oder 200 Tote sind, weil man sich nicht betroffen fühlt. Eine dritte Gruppe betrachtet die russische Armee mit technischem Verachten und erinnert daran, dass die UdSSR die Ukraine in den sechziger oder siebziger Jahren in einer Woche erobert hätte, während sie heute Kilometer von verkeiltem Schrott ansammelt, ohne Kiew zu erreichen.
Und so steht die Bilanz eines Angriffs, den alle für erfolgreich halten, aber niemand unterschreibt: ein Admiral, ein General, einige Offiziere oder mehrere Hundert, je nachdem, wen man fragt. Der einzige stabile Datenpunkt ist der Rauch über der Kaserne. Der Rest bleibt in „Informationen in Überprüfung“, diesem Limbus, aus dem manche Zahlen nie herauskommen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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