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Schule in Ceuta, Spanien eröffnet das Schuljahr mit Thriller-Choreografie
Eine Schule in Ceuta, Spanien, empfängt ihre Schüler mit einer Choreografie zu „Thriller“; im Forum wird diskutiert, wie viel Unterrichtszeit solche Feiern kosten.
Vom Thriller-Kostüm bis zum Tag des Friedens: So wird der Schulkalender ausgehöhlt
Wie viele Tage echten Unterrichts bleiben in einem Schuljahr mit 150 Schultagen übrig? Diese Frage stellt ein Nutzer anlässlich eines Videos, in dem eine Schule in Ceuta, Spanien, die Schüler um 8:30 Uhr morgens mit einer Choreografie zu Michael Jacksons „Thriller“ empfing. Die Aktion hat eine Debatte darüber ausgelöst, wie viel Unterrichtszeit für Gedenktage verbraucht wird.
Die Liste, die kursiert, ist lang und klingt wie das Inventar eines großzügig geschnürten Dienstreisekalenders: Halloween, Allerheiligen, Tag der Schule, Tag des Lehrers, Tag der Verfassung, Weihnachtsfest, Tag des Friedens, Karneval, Weiße Woche, Frauentag, Buchtag, Europatag, Umwelttag, Kulturwoche, Wissenschaftswoche, Sporttag, Tag der Zusammenhalt, Ausflüge, Klassenfahrten, Orientierungstage, Abschlussfeiern und die letzten Tage jedes Trimesters. Die Liste geht weiter.
Wie viele Schultage durch Schulfeste verloren gehen
Die Rechnung basiert auf einer konkreten Grundlage: 150 Schultage pro Schuljahr. Von dieser Gesamtzahl schneidet jeder Gedenktag Stunden am Lehrstoff ab. Nicht alle kosten einen ganzen Tag —viele sind Aktivitäten innerhalb des Stundenplans—, aber das ständige Tröpfeln ist schwer zu überprüfen. Manche halten das Problem nicht für die Feier selbst, sondern für die Häufung: Eine Schule kann drei Feiern in einer einzigen Woche aneinanderreihen, ohne dass jemand den verlorenen Lehrplan mitzählt.
Der Tag des Lehrers ist zum Beispiel nicht nur einer. In mindestens einem Fall wird er viermal gefeiert, so die Rechnung eines Nutzers. Und an staatlich subventionierten Privatschulen kommen laut einem weiteren Teilnehmer zu den gemeinsamen Festen noch Messen zu Ehren des Schulpatrons und religiöse Gemeinschaftstage hinzu, was die Liste der faktisch unterrichtsfreien Tage weiter verlängert.
Halloween, das importierte Fest, das die Konsumsaison eröffnet
Das Fest angelsächsischen Ursprungs hat sich als Startschuss der Einkaufssaison etabliert. Manche beschreiben es als importiertes heidnisches Fest, das den Lauf Richtung Weihnachten eröffnet, inklusive Geschäften und Kostümen. Im Klassenzimmer konkurriert das Kostüm mit dem Lehrplan, und die Debatte verschiebt sich vom Inhalt zur Inszenierung.
Die Szene an der Schule in Ceuta —Choreografie am Eingang in den frühen Morgenstunden— verdichtet das Paradox: beachtlicher Einsatz, Koordination und Kreativität im Dienst einer Aktivität, die in keinem offiziellen Lehrplan auftaucht. Niemand bestreitet das Engagement der Lehrkräfte. Diskutiert wird, wohin diese Stunden gehen.
Das eigentliche Problem: Niemand prüft den realen Kalender
Abgesehen vom billigen Witz über den „Tag, an dem nichts passiert“, hat die Sache eine wirtschaftliche und organisatorische Seite: Jeder schulische Feiertag bindet Ressourcen, verdrängt Lehrstoff und erschwert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wenn die Familien diesen Tag nicht abgedeckt haben. Und es gibt kein öffentliches, einheitliches Register darüber, wie viele dieser Aktivitäten pro Schule und Schuljahr stattfinden.
Der Eindruck, der sich verbreitet: Der Kalender ist voller Lärm. Mit 150 Unterrichtstagen und einer ständig wachsenden Liste von Gedenktagen lautet die Frage nicht, ob irgendein Fest überflüssig ist, sondern wer entscheidet, welche überflüssig sind. Und diese Frage kann vorerst keine Choreografie beantworten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).
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