Schneefall in Deutschland bedeckt 60 % des Kontinents

Starke Schneefälle in Deutschland isolieren Regionen und lassen Schüler in Schulen übernachten, während 60 % des kontinentalen Europas schneebedeckt sind und die Klimadebatte neu entfacht wird.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Schneefall in Deutschland bedeckt 60 % des Kontinents
Schnee legt Deutschland lahm und bedeckt 60 % des kontinentalen Europas

Der Schnee ist über fast ganz Deutschland gefallen und hat das Land halb funktionsunfähig gemacht: abgeschnittene Gebiete, eingestellter Straßenverkehr und eine Serie von Unfällen. Schüler konnten nach Schulschluss nicht nach Hause fahren und verbrachten die Nacht in der Schule. Zur gleichen Zeit wurde im Vereinigten Königreich die kälteste Novembernacht seit dreizehn Jahren registriert, während Satellitendaten zeigten, dass sich etwa 60 % des kontinentalen Europas unter einer weißen Decke befanden. Die Schneefälle in Deutschland lösen eine Diskussion aus, die monatelang geschlafen hat und nun mit tief ausgehobenen Gräben zurückkehrt.

Was genau ist in Deutschland beim Schnee passiert?

Es war kein Ereignis, das auf Bergregionen beschränkt war. Der Schnee erschien praktisch im ganzen Land, mehrere Gebiete waren abgeschnitten, der Straßenverkehr wurde eingestellt und viele Menschen saßen fest. Die Situation wurde aufgrund der Anzahl gemeldeter Unfälle als gefährlich eingestuft. Schulen dienten schließlich als improvisierte Zufluchtsorte für Schüler, die nicht nach Hause konnten.

Die Kälte blieb nicht auf Deutschland beschränkt. In Spanien deuten Prognosen für Valladolid am Wochenende auf -3 °C hin, und in Foren werden 250 Euro für einen Holztransport genannt. Die Bauernregeln des Kalenders — Schnee auf den Höhen zu Allerheiligen, Schnee zu Füßen zu Andreä — treffen weiterhin öfter zu als manche Wettervorhersagen.

Warum paralysiert heute jeder Schneefall ein ganzes Land?

Es wird behauptet, das Problem sei nicht der Schnee, sondern die Reaktion: Züge und U-Bahnen werden gestoppt, Spiele abgesagt und jedes Wetterereignis zur Katastrophen-Schlagzeile. Das Grundargument lautet, dass es früher regnete und schneite, ohne dass viel passierte, und dass die aktuelle Fragilität auf Infrastruktur und Management hindeutet, nicht auf das Thermometer.

Diese Diagnose ist diskutabel, aber sie hat den Vorteil, den Fokus zu verschieben. Wenn ein Novemberschneefall den Transport in der größten Volkswirtschaft Europas zum Erliegen bringt, ist die interessante Frage nicht, ob sich das Klima geändert hat, sondern warum das Land auf etwas Vorhersehbares so schlecht vorbereitet ist.

Rekordhitze gegen Rekord-Schnee: der klimatische Puls

Auf der einen Seite wird verteidigt, dass punktueller Kälteeinbruch nichts widerspricht. Die vorliegenden Daten weisen darauf hin, dass die letzten zwölf Monate die wärmsten seit 125.000 Jahren waren, und einige behaupten, dass der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre kaum ernsthaft bestritten werden kann. Der hinzugefügte Nuance ist, dass es zuvor natürlich wärmere Perioden gab — sogar viel wärmere, wie zur Zeit der Dinosaurier — aber ohne modernen Menschen, der auf das Thermometer schaut. Unter diesem Aspekt ist ein harter Winterstart statistisches Rauschen, keine Widerlegung.

Auf der anderen Seite kommt die Gegenreaktion mit Sarkasmus. Dass es im Winter schneit, sei keine Nachricht, sagen sie, und Alarmismus habe sich zu einem eigenen literarischen Genre entwickelt. Vergleiche der Schneedecke in Norditalien am 27. November mit früheren Jahren kursieren als Munition. Und die Ironie bezüglich des offiziellen Vokabulars — globale Erwärmung, klimatisches Kochen, klimatisches Chaos — wird bereits fast als Sport betrieben. Von der Spitze der UNO wird hingegen betont, dass die Ära des Kochens begonnen hat.

Gasreserven, Nord Stream und die Rechnung der Kälte

Wenn die Kälte wirklich kommt, stellt sich die nächste Frage: Womit heizt sich Europa? Die am häufigsten wiederholte These ist, dass ein strenger Winter die Gasreserven belastet und die Energierechnung wieder ins Zentrum des Spielfelds rückt. Einige bringen die außer Betrieb befindliche Gaspipeline Nord Stream zur Sprache, die einen günstigen Lieferweg nach Deutschland eliminiert, und der wiederkehrende Witz geht um, dass sibirische Luft in Form von Espresso ankommt.

Unter den in Foren lancierten Vorschlägen taucht Atomkraft auf: mehr als ein Dutzend weitere Kraftwerke hinzufügen, um nicht vom Laune des Thermometers abhängig zu sein.

Spenden des Gipfels: 100 Millionen von VAE und Deutschland

Beim Thema Finanzierung sind Zahlen Zahlen. Auf dem Gipfel haben die Vereinigten Arabischen Emirate und Deutschland jeweils 100 Millionen Dollar zugesagt; das Vereinigte Königreich 40 Millionen für den Fonds und 20 Millionen für andere Finanzierungsmechanismen für Verluste und Schäden; die USA 17,5 Millionen; und Japan zehn Millionen. Die spanische EU-Ratspräsidentschaft verpflichtete sich zu 250 Millionen Euro für den gesamten Block.

Was sagen die Schneedaten in Europa?

Die in dieser Zeit ausgewerteten Satellitendaten zeigten, dass etwa 60 % des kontinentalen Europas schneebedeckt waren, wobei der meteorologische Winter gerade am nächsten Tag begann. Das heißt: Das Phänomen ist nicht deutsch, es ist kontinental, und es tritt auf, bevor der Kalender das offizielle Startsignal gibt.



Mit Tiefstwerten wie seit dreizehn Jahren nicht mehr und einem weiß getünchten Kontinent bleibt die unbeantwortete Frage: Wie viel davon ist Rauschen und wie viel Trend? Niemand hat diese Rechnung abgeschlossen. Und während sie abgeschlossen wird, räumt Deutschland weiterhin Straßen frei.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (126 Antworten).

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