Sánchez verlängert den Haushalt von 2023 und vermeidet vorgezogene Wahlen
Pedro Sánchez wird den allgemeinen Staatshaushalt für 2025 nicht vorlegen. Die Rechnungen von 2023 bleiben prorogiert, und als eine Journalistin ihn direkt fragte, ob er angesichts fehlender neuer Haushalte vorgezogene Wahlen einberufen sollte, antwortete der Präsident mit Gesten sichtbaren Unbehagens, die von den Kameras von Antena 3 Noticias eingefangen wurden. Diese Szenen haben eine Debatte ausgelöst, die weit über die Geste hinausgeht. Die Szene, verbreitet über TVE Libre, hat einen Kontrast wiederbelebt, den die Opposition seit Monaten ausnutzt: 2018 forderte Sánchez als Oppositionsführer Mariano Rajoy auf, Wahlen einzuberufen, wenn er die Verabschiedung des Haushalts nicht schaffe. „Eine Regierung ohne Rechnungen ist so nützlich wie ein Auto ohne Benzin“, sagte er damals. Nun ist er es, der ohne neue Rechnungen regiert.
Was die Verlängerung des Haushalts bedeutet und warum das Gesetz sie erlaubt
Die Haushaltsprorogation ist ein rechtlicher Mechanismus, der es der Regierung ermöglicht, mit den Rechnungen des Vorjahres weiterzuarbeiten, wenn keine neuen genehmigt wurden. Es ist weder eine Anomalie noch ein Rechtsvakuum: Die Verfassung und das Allgemeine Haushaltsgesetz sehen diese Situation vor. Die aufgeworfene Frage ist, warum einige Regierungen darauf zurückgreifen können, ohne scheinbare politische Kosten zu tragen, andere aber nicht. Einige argumentieren, dass der Unterschied nicht im Gesetz liegt, sondern in der parlamentarischen Arithmetik: Ohne ausreichende Mehrheit zur Genehmigung eines Haushalts wird die Prorogation zum einzigen gangbaren Weg. Gegenargumente besagen, dass das Gesetz die Exekutive verpflichtet, einen Gesetzentwurf zum Haushalt vorzulegen, bevor sie vorherige verlängern kann, was die Tür für rechtliche Forderungen nach einer Beschleunigung des Verfahrens öffnen könnte.
Die optimistischste Berechnung für die Regierung geht davon aus, dass die Verlängerung keine schwerwiegenden praktischen Konsequenzen hat. Das pessimistische Szenario geht davon aus, dass jeder Monat ohne neuen Haushalt ein Monat der Lähmung bei öffentlichen Investitionen, Subventionen und discretionary Posten ist. Verfügbar Daten deuteten darauf hin, dass der Haushalt von 2023 gültig bleibt, bis andere genehmigt werden.
Der Kontrast zu 2018: Was Sánchez von Rajoy verlangte
Der am meisten geteilte Tweet in der Debatte greift auf Archive zurück. 2018 verlangte Sánchez von Rajoy, Wahlen einzuberufen, wenn er die Rechnungen nicht durchbringe. „Eine Regierung ohne Rechnungen ist so nützlich wie ein Auto ohne Benzin“, sagte er. Der Satz ist zum Kern der Kritik geworden: Wenn das Kriterium damals gültig war, sollte es dies auch heute sein. Die Antwort aus dem Umfeld der Regierung kam nicht mit derselben Klarheit.
Die Diskussion wandte sich schnell ins Persönliche. Ein Großteil der Nachrichten konzentrierte sich auf die Figur von Sánchez, mit Bezeichnungen, die von mangelnder Empathie bis hin zu klinischen Begriffen reichen, die dieser Artikel nicht wiedergibt. Einige argumentieren, dass seine Weigerung, Wahlen einzuberufen, einer Strategie des Machterhalts dient; andere weisen darauf hin, dass er nichts zu gewinnen und viel zu verlieren habe. Die kälteste Berechnung: Ohne Haushalt und mit einer erschöpften Legislaturperiode ist jeder vergehende Monat mehr Verschleiß für die Opposition.
Wer stützt die Regierung: Stimmen, die die Legislatur bedingen
Die Exekutive hat keine Mehrheit zur Genehmigung des Haushalts. Sie braucht die Stimmen von Formationen, die Gegenleistungen fordern, die von der autonomen Finanzierung bis zu territorialen Fragen reichen. Ohne diese Stimmen ist die Prorogation der einzige Weg. Die Paradoxie besteht darin, dass eine Regierung, die unfähig ist, ihre eigenen Rechnungen zu verabschieden, weiter regiert, während die Opposition die Zahlen fehlen, um ein Misstrauensvotum oder vorgezogene Wahlen zu erzwingen.
Einige argumentieren, dass die Situation ein tieferes Problem offenbart: Die parlamentarische Fragmentierung macht es unmöglich, dass irgendeine Regierung einen Haushalt verabschiedet, ohne Zugeständnisse an Partner zu machen, die ihr Programm nicht teilen. Gegenargumente besagen, dass diese Fragmentierung das Ergebnis eines Wahlsystems ist, das die territoriale Zersplitterung belohnt.
Verschleiß und die unbeantwortete Frage: Bis wann?
Die Legislaturperiode verläuft ohne Haushalt und ohne klares Ablaufdatum. Der Präsident hat keine Anzeichen gegeben, vorgezogene Wahlen wollen zu lassen. Die Opposition hat keine Stimmen, um sie zu erzwingen. Die parlamentarischen Partner haben Anreize, den Status quo beizubehalten, solange sie Zugeständnisse erhalten. Das Ergebnis ist eine Regierung, die mit den Rechnungen von zwei Geschäftsjahren zuvor funktioniert, und eine Opposition, die ihren Verschleiß nicht in eine Alternative übersetzen kann.
Mit diesen Voraussetzungen könnte die Haushaltsprorogation unbegrenzt fortgesetzt werden. Niemand hat erklärt, was geschehen würde, wenn die Regierung beschließen würde, nie einen Gesetzentwurf zum Haushalt vorzulegen. Das Gesetz erlaubt es, aber die Politik verdaut es nicht. Währenddessen bleibt die Frage der Journalistin unbeantwortet: Warum keine vorgezogenen Wahlen? Die Antwort ist wahrscheinlich, dass es ihm nicht passt. Aber das ist keine institutionelle Antwort.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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