Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Zweite 15-M-Protestaktion scheitert: Wenige Zelte, geringe Beteiligung am Sol
Der zweite Versuch, die Bewegung von 2011 zu wiederholen, zeigt in der Puerta del Sol nur minimale Präsenz. Kritiker werfen den Medien vor, eine weitgehend leere Demonstration aufzublasen.
Zweite 15-M-Protestaktion scheitert: Wenige Zelte, geringe Beteiligung am Sol
Wie viele Menschen lagern tatsächlich in der Puerta del Sol? Die Antwort einiger Teilnehmer ist unbequem: sehr wenige. Sie behaupten, die Fernsehbilder täuschten, denn aus der Nähe betrachtet gebe es nicht mehr als zwanzig Zelte, viele davon leer oder nur zur Optik aufgestellt. Die meisten Passanten waren neugierige Zuschauer, keine Aktivisten mit dem Willen zu bleiben. Laut dieser Darstellung beginnt der zweite Versuch, die 15-M-Bewegung von 2011 zu replizieren, mit weniger kritischer Masse als Kulisse.
Wie viele Zelte stehen wirklich im Lager am Sol?
Die unter Kritikern kursierende Berechnung ist vernichtend: nicht mehr als zwanzig Zelte, weit auseinandergezogen, manche ohne Insassen. Der Vergleich mit dem ursprünglichen Lager von 2011 hält nicht stand: Damals war der Platz ein brodelndes Zentrum, heute wirkt er wie eine Bühne. Manche behaupten, die Zelte seien für die Kameras platziert worden, um Volumen vorzutäuschen – ein Effekt, der sich vom Straßenrand aus sofort entlarvt.
Diese Zahl ist zum Hauptargument jener geworden, die die Existenz einer echten Bewegung bestreiten. Wenn das Original-15-M an seiner Fähigkeit gemessen wurde, den Platz zu überfüllen, wird dieser zweite Versuch am Gegenteil gemessen: an der Leere, die er hinterlässt. Viel Getöse, wenig Lager.
Fernseherzählung vs. Realität vor Ort
Die Kluft zwischen den Nachrichtenbildern und dem, was Besucher am Sol vorfinden, ist Kern des Unmuts. Den Medien wird vorgeworfen, eine Minderheitenversammlung aufzublasen und den Anschein eines Massenphänomens zu erzeugen, das nicht existiert. Die tatsächliche Beteiligung bestehe aus Schaulustigen, nicht aus Lagern.
Gleichzeitig kursieren Videos und Tweets, die die These der Inszenierung stützen: identische Zelte, in Reih und Glied, als kämen sie alle aus demselben Lagerhaus. Die wiederkehrende Ironie besteht darin, dass jemand diese Decathlon-Zelte wohl abschreiben muss. Die schwebende Frage lautet: Ist dies ein Protest oder eine Produktion?
Das Lager als Nebelkerze
Ein Teil der Analyse geht über die Ästhetik hinaus und behauptet, das Timing sei kein Zufall. Das Lager falle mit anderen für die Regierung unangenehmen Themen zusammen und diene dazu, die mediale Aufmerksamkeit abzulenken. Diese These wird in Varianten wiederholt: Dies entstehe, um Lärm zu machen, damit in den Abendnachrichten weniger über die Dinge gesprochen wird, die stören.
Das Argument wird durch eine oft betonte Paradoxie gestärkt: Wenn das Problem das Wohnungsgesetz der Regierung ist, warum lagert man dann am Sol und nicht vor dem Moncloa-Palast oder dem zuständigen Ministerium? Für diese Strömung verfehlt der Protest sein Ziel und deaktiviert sich damit als politisches Instrument.
Mietergewerkschaft und Kritik an ihrer Rhetorik
Die Sprecherin der Sindicato de Inquilinas (Mietergewerkschaft) hat Maßnahmen wie massiven Wohnungsbau oder steuerliche Vergünstigungen für Vermieter als „Täuschungen“ bezeichnet. Diese Haltung erzeugt Ablehnung bei jenen, die glauben, die einzige historische Lösung der Wohnungskrise liege im Bauen.
Der grundlegende Vorwurf lautet, dass es auf der Linken keine relevante Stimme gibt, die großflächigen sozialen Wohnungsbau (VPO), Bodenliberalisierung und Kran-Einsatz fordert. Die Kritik erstreckt sich auch auf den Namen der Gewerkschaft selbst: Ihr Status wird angezweifelt, sie werde auf einen Verein mit Sprecher reduziert. Die Debatte um Beton und Stahl als Lösung kehrt ins Zentrum zurück.
Investitionsfonds, diffuse Schuld und widersprüchliche Daten
Die Erzählung, die die Mietkrise Investitionsfonds zuschreibt, erfährt unbequeme Nuancen. Es wird daran erinnert, dass hunderte Gemeinden keinen einzigen Fondsbesitz haben und die Mieten dennoch hoch sind. Gijón wird als Beispiel angeführt, dass das Problem nicht allein durch institutionelle Eigentümer erklärt werden kann.
Die andere Seite der Medaille ist der kleine Vermieter, der Knappheit nutzt, um Preise zu erhöhen. Der durchschnittliche Spanier, so heißt es, sei zynisch: Alle zeigen auf den Fonds, niemand auf den Nachbarn, der seine Wohnung überteuert anbietet. Die Blase wurde durch Kaufen zum Vermieten oder teureren Weiterverkauf genährt, und das geschah nicht durch ausländische Fonds.
Vom Lager zur Konfrontation: Zwischenfälle und drohende Räumung
Die Diskussion dreht sich um Zwischenfälle. In Tweets wird von Angriffen auf eine Journalistin, Auseinandersetzungen mit Polizisten und einem Krankenwagen berichtet, der den Sol nicht passieren konnte. Dies sind Versionen aus sozialen Netzwerken ohne gerichtliche Bestätigung und müssen entsprechend gelesen werden. Der Regierungsbeauftragte in Madrid hatte das Lager als „absolut friedlich“ bezeichnet und soll laut diesen Posts den Richter gebeten haben, nicht zu räumen, um Gewalt zu vermeiden.
Die Zahl der Übernachtenden sinkt nach diesen Berichten auf höchstens dreißig Personen: Teilnehmer schlafen zu Hause und kommen morgens zurück. Besetzung des öffentlichen Raums, Schäden für den Handel und das Image des Platzes sind die Argumente derer, die eine Räumung fordern. Kälte und Stürme, so wird angemerkt, würden den Rest erledigen.
Mit zwanzig Zelten, dreißig Lagern und einer Gewerkschaft, die Bauen als Täuschung brandmarkt, hat das zweite 15-M alles, was das Original hatte, außer eines: Menschen. Die Geschichte wird zeigen, ob es ein Lager war oder eine Kulisse mit guten Community-Managern.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (121 Antworten).
Die Madrider Volkspartei setzt ein Ultimatum von 48 Stunden zur Räumung des Camps auf der Puerta del Sol und beruft sich auf gefundenen Gegenstände wie Pflastersteine, Kocher und Messer.
Silvia Orriols (Aliança Catalana) häuft Geldstrafen und kommunale Maßnahmen an, während sie in Umfragen stark wächst. Fakten zum Phänomen, das die Unabhängigkeitsbewegung spaltet.