Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Russlands Beitrag zur Menschheit im Streit
Die Debatte über Russlands Leistungen der letzten 400 Jahre stellt 26 Nobelpreisträger und Tolstoi gegen Erzählungen von Repression und Rückstand.
Eine Schlagzeile eröffnet die Diskussion: „Russland hat in den letzten 400 Jahren nichts Gutes für die Menschheit getan.“ Diese Behauptung, ohne weitere Erläuterung lanciert, löst eine seit über drei Jahren andauernde Debatte aus, die sich zu einem Duell zweier Narrative entwickelt hat: Das eine reduziert die russische Geschichte auf eine Abfolge von Unterdrückungsphasen, das andere betont ihr Gewicht in Literatur, Musik, Wissenschaft und dem Sieg über den Nationalsozialismus. Die Diskussion ist nicht neu, aber das angesammelte Material erlaubt eine präzise Rekonstruktion dessen, worüber gestritten wird und mit welchen Argumenten.
Was Russland zur Weltkultur beitrug
Der solide Teil der russischen Verteidigung stützt sich auf Eigennamen. Tolstoi, Dostojewski und Nabokow erscheinen als literarische Speerspitze, mit dem Argument, ihr Werk „zerstört die gesamte spanische Literatur“. In der Musik werden Tschaikowski und Rimski-Korsakow als Beweis für einen Beitrag angeführt, den Spanien nach dieser Lesart nie erreicht hätte. Die Liste erweitert sich um Pawlow und Perelman, letzterer verbunden mit der hyperbolischen Geometrie.
Die Gegenargumentation leugnet die Namen nicht, relativiert sie aber. Es wird behauptet, dass Nabokow Spanien „irrational“ hasste, Don Quijote und Cervantes verachtete, was Fragen nach der Zuverlässigkeit seines Urteils über das Spanische aufwirft. Und es wird daran erinnert, dass Cervantes, Quevedo oder Calderón den Russen nichts nachstehen. Die Diskussion driftet Richtung Vergleich der Auszeichnungen: 26 russische Nobelpreisträger gegenüber 7 spanischen, eine Zahl, die als Autoritätsargument dient, aber etwas anderes misst.
Sieg über den Nationalsozialismus und seine Opfer
Der zweite große Block ist der Zweite Weltkrieg. Es wird behauptet, dass ohne die UdSSR „vielleicht das Ende ganz anders ausgefallen wäre“ und dass ein Großteil der Last auf ihr ruhte. Die Antwort ist doppelt. Erstens war der Kampf gegen die Nancy keine Sache eines einzelnen Landes. Zweitens handelte die UdSSR nicht „aus Liebe zur Menschheit, sondern um selbst zu überleben“. Und eine wiederkehrende Anschuldigung: Dies geschah durch das Opfern ganzer Soldatenheere als Kanonenfutter.
Die Diskussion verwickelt sich mit Chinas Rolle. Es wird behauptet, die chinesisch-russische Allianz sei „auf den Toten des Zweiten Weltkriegs errichtet“, jedoch eingeschränkt, dass die meisten gefallenen Chinesen keine Kommunisten waren und die regierende Partei sich Erfolge zuschreibt, die ihr nicht gehören. Ein Beispiel dafür, wie der Faden nahtlos von der Geschichte zur aktuellen Geopolitik springt.
Wissenschaft, Technologie und das Narrativ des Rückstands
Hier ist der Austausch technischer. Es wird anerkannt, dass Russland bei Computern schwächelt und Spanien gleichauf liegt, aber hinzugefügt, dass die Russen in Chemie, Physik und Mathematik „uns haushoch schlagen“. Der spanische Beitrag zur Wissenschaft wird auf einer Skala von 0 bis 10 mit 0,5 bewertet, unter der These, dass die Abschottung des Landes gegenüber europäischen Einflüssen seit Philipp II. den Rückstand erkläre.
Die spanische Verteidigung greift auf Wirtschaftsgeschichte zurück. Ein Artikel wird zitiert, wonach das Spanien vor der napoleonischen Invasion technologisch und wirtschaftlich nicht weit hinter England oder Frankreich lag und Preußen, Österreich und Russland in mehreren Bereichen übertraf. Als Beweis dient die Eröffnung am 1. Februar 1792 im Alcázar von Segovia des damals besten Chemielabors Europas. Diese Daten verwirren jene, die die spanische Geschichte auf die Schwarze Legende reduzieren.
Videos als Waffe
Die Diskussion hat auch einen Soundtrack. Ein Teilnehmer verlinkt ein russisches Musikstück und beschreibt es als fähig, „den Unsinn des Lebens mit seinen Wechselfällen zusammenzufassen“, sodass er eingesteht, bei den ersten Akkorden zu weinen. Die Geste ist nicht neutral: Sie dient dazu, daran zu erinnern, dass die russische Kultur Werke hervorgebracht hat, die jede politische Bilanz übersteigen.
Die Konversation endet nicht. Niemand konnte beweisen, dass sich 400 Jahre russische Geschichte auf eines reduzieren lassen, weder zum Guten noch zum Bösen. Was bleibt, ist ein Austausch von Listen: Nobelpreise, Labore, Schlachten, Romane. Und eine Frage, die über allem schwebt: Wenn das Kriterium für die Beurteilung eines Landes sein Beitrag zur Menschheit ist, wer besteht dann die Prüfung?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (137 Antworten).
Der Influencer Francisco Adolfo pilgert nach Fátima und kauft ein Kreuz. Ist dies der Beginn einer Bekehrung oder nur eine weitere Episode seines turbulenten Lebens?
Berichte über Russlands Panzerfertigung schwanken stark zwischen zwei und dreißig T-90M pro Monat. Diese Diskrepanz prägt die Debatte um den Kriegsverlauf.
Ben Wallace offenbarte russischen Spaßmachern NATO-Pläne für die Ukraine. Das Büro des Premierministers erklärte dies zur Verschlusssache, woraufhin YouTube das Video entfernte.