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Russland meldet 2 Generäle und 50 Offiziere als Verluste bei Angriff auf Kramatorsk
Russland behauptet, der Angriff vom 27. Juni auf Kramatorsk habe 2 Generäle, 50 Offiziere und 20 Söldner getötet. Die Ukraine spricht von 11 zivilen Toten.
Russland meldet 2 Generäle und 50 Offiziere als Verluste bei Angriff auf Kramatorsk
Das russische Verteidigungsministerium behauptet, ein Raketenangriff am 27. Juni auf einen Gefechtsstand in Kramatorsk habe zwei Generäle, bis zu 50 Offiziere der ukrainischen Streitkräfte und etwa zwanzig ausländische Söldner ausgeschaltet. Die ukrainische Version desselben Vorfalls spricht von zwei Geschossen, von denen eines ein Wohngebiet und das andere eine Pizzeria traf, und die Behörden von Donezk erhöhten die Bilanz auf elf Tote, darunter drei Kinder. Zwei Erzählungen, ein Krater.
Der Kreml besteht darauf, dass seine Streitkräfte nur Einrichtungen angreifen, die mit der militärischen Infrastruktur verbunden sind. Die russische Seite erklärt, das Ziel sei ein zeitweiliger Bereitstellungspunkt der Kommandeure der 56. motorisierten Infanteriebrigade gewesen. Keine der beiden Zahlen wurde unabhängig überprüft.
Was jede Seite über den Angriff auf Kramatorsk sagt
Moskau präsentierte seine Bilanz als Datenaktualisierung: zwei Generäle, bis zu fünfzig Offiziere und rund zwanzig ausländische Kämpfer. Die glatte Zahl —zwanzig Söldner, fünfzig Offiziere— ist genau die Art von Zahl, die Skepsis weckt, und so wurde sie auch in weiten Teilen der öffentlichen Debatte aufgenommen: Wenn sich in einem Restaurant zwei Generäle, fünfzig Offiziere und zwanzig Ausländer treffen, verdient der Zufall eine eigene statistische Untersuchung.
Kiew sprach seinerseits von zwei Raketen und einem Einschlag in einem Wohngebiet. Der Leiter der Oblastverwaltung Donezk, Pawlo Kyrylenko, brachte diese Version ins Spiel. Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erwiderte, die russischen Streitkräfte griffen nur Einrichtungen an, die mit der militärischen Infrastruktur zusammenhängen. Der Unterschied ist keine Nuance: Es ist der Unterschied zwischen einem taktischen Erfolg und einem Massaker an Zivilisten.
Die zweierlei Maß bei den Opferbilanzen
Einer der meist wiederholten Stränge in der anschließenden Analyse ist der des doppelten Standards in der Berichterstattung. Es wird argumentiert, dass zivile Tote im Donbass seit 2014 keinen Bruchteil der Berichterstattung erhielten, die heute jedes Opfer im von Kiew kontrollierten Gebiet bekommt. Die Kritik macht keinen Unterschied zwischen den Seiten: Sie richtet sich gegen die redaktionellen Kriterien der großen Medien, die entscheiden, welche Leiche es auf die Titelseite verdient.
Parallel dazu kursiert die gegenteilige These: dass die russische Seite ihre Zahlen systematisch aufbläht und die Datenaktualisierung eine Propagandaoperation ist. Wer Letzteres vertritt, erinnert daran, dass die einzige Quelle für die Zählung der Generäle und Offiziere das russische Verteidigungsministerium selbst ist.
Warum Stäbe neben Wohnhäusern errichtet werden
Die technische Frage, die über dem gesamten Vorfall schwebt, lautet, warum Gefechtsstände und Geschütze in städtischen Gebieten stationiert werden. Die gängige Erklärung ist der menschliche Schild: Die Nähe von Zivilisten erschwert den Angriff und maximiert den Fruta für den Ausführenden. Die alternative Erklärung ist logistischer Natur: In einem Krieg mit beweglicher Front werden Stäbe dort aufgebaut, wo es Infrastruktur gibt, und Infrastruktur gibt es dort, wo die Menschen sind.
Beide Lesarten bestehen ungelöst nebeneinander. Fakt ist, dass der Angriff in einer von Kiew kontrollierten Stadt erfolgte und dass die ukrainischen Behörden den Einschlag noch am selben Dienstag meldeten, bevor Moskau seine Bilanz veröffentlichte.
Wer die ausländischen Söldner sind
Die Kategorie „ausländischer Söldner“ ist die dehnbarste im russischen Bericht. In der anschließenden Debatte wird darauf hingewiesen, dass unter dieses Etikett auch Ausbilder und Offiziere aus NATO-Ländern fallen könnten, keine Grabenkämpfer. Das Argument ist einfach: Zwei Generäle treffen sich nicht mit einer Handvoll abenteuerlicher Gestalten; sie treffen sich mit denen, die Richtlinien übermitteln.
Daraus ergibt sich der wiederkehrende Vorwurf, die westlichen Verbündeten suchten nicht, den Krieg zu beenden, sondern zu schüren. Es ist eine politische These, kein Fakt, und sollte auch so gelesen werden. Belegt ist, dass die Präsenz ausländischen Personals in der Ukraine von verschiedenen Hauptstädten in unterschiedlichem Grad eingeräumt wurde, fast immer als Berater und fast nie als Kämpfer.
Das Schweigen der Titelseiten
Ein Detail, das immer wieder betont wird, ist das Fehlen des Vorfalls auf den Titelseiten der großen spanischen Zeitungen. Die Klage hat zwei Lesarten: Entweder erreichte das Ereignis die Nachrichtenschwelle nicht, oder die Schwelle wird je nachdem, wer schießt, asymmetrisch angewendet. Ohne Zugang zu den Kriterien jeder Redaktion bleibt der Verdacht in der Luft.
Unbestreitbar ist das materielle Ergebnis: ein zerstörtes Restaurant, eine Zahl von Toten, die die ukrainische Seite auf elf beziffert, und eine Kommunikationsoperation, in der beide Seiten bei etwas im Vorteil sind. Moskau bei der Zählung der Militärangehörigen. Kiew bei der der Zivilisten.
Der genaue Punkt, an dem die Analyse stockt, ist immer derselbe: Ohne unabhängige Überprüfung vor Ort sind der russische und der ukrainische Bericht zwei Glaubensdokumente, keine zwei Datenquellen. Und in einem Krieg ist der erste Verlust die Arithmetik.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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