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Russland blockiert US-Plan für Westsahara – UN-Mission läuft aus
Russland legt Veto gegen die US-Resolution zur Westsahara ein, und der Sicherheitsrat verweigert die Verlängerung der Friedensmission: Sie läuft am Samstag aus, ohne dass je ein Referendum stattfand.
Russland blockiert die Sahara und lässt die UN ohne Mission
Am Freitag verhinderte Russland im Sicherheitsrat eine von den USA ausgearbeitete Resolution, die Marokkos Souveränitätsanspruch auf die Westsahara unterstützt und nebenbei die UN-Friedensmission beendet hätte, die seit 35 Jahren im Einsatz ist. Stunden später lehnte dasselbe Gremium den russischen Entwurf ab, das Mandat um ein Jahr zu verlängern: drei Stimmen dafür, eine dagegen, elf Enthaltungen. Washington musste sein Veto nicht einmal einsetzen. Die Resolution erreichte nicht einmal die neun erforderlichen Ja-Stimmen in einem Gremium mit fünfzehn Mitgliedern.
Das Mandat läuft am Samstag aus. Wenn nicht noch etwas passiert, erlischt die Mission, die den Waffenstillstand von 1991 überwachen und ein Referendum vorbereiten sollte – ohne dass dieses je stattgefunden hat. Der Grund für die Blockade ist ein Lehrbuchfall: Es gab nie Einigkeit darüber, wer wahlberechtigt war.
Ein Territorium mit Öl und ohne Referendum seit 1991
Marokko annektierte das Gebiet 1975, als es noch eine spanische Kolonie war. Damals wie heute besteht ein offener Konflikt mit der Frente Polisario, die das indigene saharauische Volk vertritt. Die UN vermittelte 1991 die Waffenruhe und entsandte eine Mission, die sie überwachen und den Weg für die Abstimmung ebnen sollte. Fünfunddreißig Jahre später gibt es immer noch keinen Termin dafür.
Das wirtschaftliche Interesse ist kein Nebendetail. Die Sahara ist reich an Mineralien, und man schreibt ihr beträchtliche Offshore-Ölvorkommen zu. Bei einer kleinen Bevölkerung vervielfacht sich jede Einnahme aus diesen Ressourcen. Der Souveränitätsstreit ist im Kern also ein Streit darüber, wer was abbaut.
Der Kurswechsel der USA und die Rolle Algeriens
Im vergangenen Jahr verabschiedete der Rat eine Resolution, die die marokkanische Position unterstützte – eine bedeutende Wende im Einklang mit der Unterstützung der Regierung von Donald Trump für das nordafrikanische Land. Der Text, den Moskau nun ablehnte, ging in diese Richtung noch weiter. Manche behaupten, Russland handle nicht aus Sympathie für die Sahrauis, sondern um einen US-Verbündeten zu ärgern – und wegen seiner Beziehung zu Algerien, dem traditionellen Fürsprecher der Polisario.
Manche sehen im russischen Veto einen unfreiwilligen Gefallen für Spanien. Andere entgegnen, Moskau spiele nur sein eigenes Spiel. Fest steht: Das Kräftegleichgewicht in der Region hat sich verschoben. Marokko kontrolliert das Gebiet seit fünf Jahrzehnten de facto, nutzt es aus und zeigt keine Absicht, es aufzugeben.
Wer wofür steht und warum es wichtig ist
Das Spektrum der Positionen ist vielfältiger, als es scheint. Die einen feiern das Veto als Bremse bei der Übergabe des Gebiets an Marokko. Andere erinnern daran, dass Russland aus Eigeninteresse sein Veto einlegt und seine Freundschaft Algerien gilt, nicht den Sahrauis. Wieder andere verweisen auf die Heuchelei derer, die die Sahara jahrelang zur Fahne erhoben und heute schweigen. Und wieder andere zeigen auf den wirtschaftlichen Kern: Wer das Gebiet kontrolliert, kontrolliert Mineralien und Kohlenwasserstoffe.
Rechnungen darüber, was eine unabhängige Sahara mit liberaler Wirtschaft wert wäre, kursieren ohne offizielle Überprüfung. Auf dem Tisch liegt jedoch die harte Faktenlage: Die Mission läuft aus, und niemand hat eine Nachfolge beschlossen.
Das Detail, das alles verkompliziert
Die Paradoxe: Die Resolution, die Marokko unterstützte, enthielt auch die Auflösung der Mission. Der von Russland abgelehnte Text unterstützte also nicht nur die marokkanische Position, sondern löschte auch das Licht der UN. Die russische Ablehnung blockierte beides zugleich. Das Ergebnis ist ein Vakuum: kein Referendum, keine Mission, keine geklärte Souveränität.
Bleibt der Samstag. Und eine unbeantwortete Frage: Hat irgendjemand einen Plan B?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).
Russland hat erstmals im Sicherheitsrat sein Veto eingelegt und die US-Resolution zur Westsahara blockiert, die das Referendum über die Selbstbestimmung strich.
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