Russland legt in der UNO Veto gegen US-Resolution zum Westsahara-Konflikt ein

Russland hat erstmals im Sicherheitsrat sein Veto eingelegt und die US-Resolution zur Westsahara blockiert, die das Referendum über die Selbstbestimmung strich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Russland hat zum ersten Mal in seiner Geschichte im Sicherheitsrat die Resolution vetoiert, die die Vereinigten Staaten zur Verlängerung der MINURSO vorangetrieben hatten und die die Option eines Referendums über die Selbstbestimmung der Sahrauis strich. Das Gegen-Veto Washingtons gegen den alternativen russischen Entwurf lässt die Verlängerung der Mission offen, die an jenem Samstag ausgelaufen wäre.

Die Verlängerung der Mission der Vereinten Nationen für das Referendum in der Westsahara (MINURSO) ist zum Schachbrett geworden, auf dem die Figuren eines halben Dutzends Mächte aufeinandertreffen. **Russland** hat seine Vetomacht im Sicherheitsrat erstmals genutzt, um die von den **Vereinigten Staaten** vorgelegte Resolution zu blockieren – einen Text, der nach Ansicht Moskaus jede Möglichkeit eines Referendums über die Selbstbestimmung des Gebiets de facto eliminierte. Der russische Botschafter bei der UNO, **Wassili Nebensja**, begründete das Veto damit, dass der US-Vorschlag den gesamten Prozess zur Lösung der Westsahara-Fragen zurückgedreht hätte.

## Was die vetoierte Resolution enthielt und warum der Buchstabe R wichtig war

Der US-Text betrachtete die Autonomie der Westsahara unter marokkanischer Souveränität als Grundlage für eine endgültige Lösung des Status des Gebiets. Das Detail, das alle Alarmglocken auslöste, war die Streichung des **„R“ für „Referendum“** aus der Bezeichnung der Mission selbst. Für Nebensja bedeutete diese Änderung „den Verrat an den Interessen der Bewohner des Lagers von Tindouf und jedes Sahrauis, wo auch immer es lebt“. Washington wollte zudem die militärische Präsenz der Vereinten Nationen reduzieren und die Rolle von **Donald Trump** als Vermittler im Konflikt stärken.

Der Vorschlag erhielt **11 der 15 Stimmen** im Sicherheitsrat. Neben dem russischen Veto enthielten sich **China**, **Pakistan** und **Somalia** der Stimme. Der Entwurf hatte in den Tagen zuvor Proteste von Sahrauis ausgelöst, und das russische Veto bedeutet eine beispiellose offene Konfrontation in dieser Akte, bei der Moskau üblicherweise zur Enthaltung neigte.

## Das gegenseitige Veto, das die Mission in der Schwebe lässt

Russland legte einen eigenen alternativen Entwurf vor, um die MINURSO ohne Namensänderung zu verlängern und die Möglichkeit eines Referendums über die Selbstbestimmung beizubehalten. Die Vereinigten Staaten vetierten wiederum diesen Text. Die gegenseitigen Vetos lassen die Verlängerung der UNO-Mission in der Westsahara offen, die an jenem Samstag ausgelaufen wäre. Ohne verlängertes Mandat gerät die Operation in ein rechtliches und operatives Vakuum, das sowohl die Überwachung des Waffenstillstands als auch das politische Mandat der Mission betrifft.

## Frankreich bedauert das Veto und die russische Unterstützung für Algerien

**Frankreich** hat seine Unzufriedenheit mit der russischen Haltung zum Ausdruck gebracht. Der große europäische Verbündete Marokkos bedauerte, dass Moskau sich nicht enthalten habe, da dies, so der französische UNO-Botschafter **Jérôme Bonnafont**, „den Sicherheitsrat daran hindert, eine Lösung im Konsens zu erreichen“. Das russische Argument lautet, der US-Text sei unausgewogen und begünstige Marokko zu stark. Moskau stellt sich Washington entgegen, doch die Entscheidung ist auch eine Unterstützung für seinen wichtigsten Partner im Maghreb, **Algerien**, traditioneller Verbündeter der sahrauischen Polisario-Front.

Der Machtkampf hat auch eine wirtschaftliche Dimension: Die Westsahara ist ein strategisch wichtiges Gebiet wegen ihrer Fischereiressourcen und der Handelsrouten im Südatlantik. Jede Änderung des MINURSO-Mandats verändert den Rahmen, in dem ausländische Unternehmen in der Region tätig sind, und die Unsicherheit über die Mission bringt eine zusätzliche Ebene regulatorischen Risikos für Fischerei- und Explorationsverträge. Die Verlängerung der Mission ist nicht nur eine diplomatische Frage: Sie bestimmt, wer die Ressourcen eines umstrittenen Gebiets überwacht und nach welchen Regeln sie ausgebeutet werden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2 Antworten).

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