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Rumänische Paläste und Geisterstädte: Der Preis der Immobilienblase
Landwohnungen kosten 20.000 Euro, während rumänische Paläste leer verfallen. Wohnraum ist zur Spekulation geworden, nicht zum Leben.
Ziegelsteine sind nicht das wert, was man sagt: von rumänischen Palästen zu Geisterstädten
Ein Foto der riesigen Bauten zu öffnen, die rumänische Migranten – viele aus der Roma-Ethnie – mit gesparten Euros bei ihrer Rückkehr errichteten, und es mit den leeren Hüllen neuer chinesischer Städte zu vergleichen, erzeugt denselben Schwindel: Der Wohnungsbau erfolgt rasend schnell und um jeden Preis, aber kaum jemand fragt nach dem Warum. Das Land, das in Wuhan ein Krankenhaus in zehn Tagen hochzog, koexistiert mit Beton-Skeletten, die nie gefüllt wurden. In Rumänien verfallen dreistöckige Paläste ohne Mieter: Ihre Funktion war nie, ein Zuhause zu sein.
Daraus ergibt sich eine unbequeme Schlussfolgerung: Material ist billig, aber der Preis wird nicht vom Material bestimmt. Er wird vom System bestimmt, das entscheidet, wo gebaut, wie finanziert und wer spekulieren kann. Eine Wohnung in einer ländlichen Trockenzone kostet 20.000 Euro; derselbe Ziegelstein in Madrid schießt in die Höhe. Nicht weil der Zement anders wäre.
Rumänien: Der Palast als Trophäe, nicht als Heim
Manche behaupten, rumänische Paläste seien kein Laune, sondern ein rationaler Zug: Auswandern nach Westeuropa, hart arbeiten, in Euros sparen und in ein Land zurückkehren, in dem dieses Geld seine Kaufkraft vervielfacht. Es ist derselbe Mechanismus, der vor einem Jahrhundert die spanischen *Indianos* (Rückkehrer aus Amerika) zu Legenden machte, mit Villen, die fremde Stile imitierten, ohne in die Landschaft zu passen. Kritiker weisen darauf hin, dass der Unterschied der Geschmack sei. Aber darunter liegt eine weitere Ebene: Es sind leere Gebäude, konstruiert für den Schein, die nur als Erklärung dienen, dass das Geld beschafft wurde.
In Asturien und Galizien hinterließen die Rückkehrer aus Amerika ein architektonisches Erbe mit Stil; in Rumänien ist das Ergebnis ein Kitsch aus Säulen und Türmen, den selbst die Eigentümer nicht bewohnen. Für Skeptiker beweist dies, dass Wohnraum zum Statussymbol und Wertaufbewahrungsmittel geworden ist, nicht zum Ort zum Leben. Und dieses Symptom ist nicht auf Rumänien beschränkt.
China: Die Geschwindigkeit, die Geister erschafft
Die Leistung des Krankenhauses in Wuhan, das in zehn Tagen erbaut wurde, wird oft erwähnt. Die Geschwindigkeit beeindruckt, aber Geisterstädte zeigen die andere Seite: Schnelles Bauen reicht nicht, wenn danach keine Menschen, Jobs oder Dienstleistungen da sind, um dem Beton Leben einzuhauchen. Wohnungsnot wird nicht allein durch mehr Bau gelöst; sie wird durch Gleichgewicht zwischen Angebot, Nachfrage und Lage gelöst.
Dieses Gleichgewicht scheitert in Spanien, wo Bürokratie und juristisches Rauschen Projekte lähmen. Ein Einspruch eines Nachbarn kann eine Genehmigung kippen, und Verwaltungen wenden EU-Vorschriften mit mehr Eifer an als die EU selbst. Das Ergebnis: Baureifes Land ist knapp dort, wo es gebraucht wird, und überflüssig dort, wo niemand leben will.
Soria gegen Deutschland: Die Geografie erklärt fast alles
Ein Datenpunkt spricht für das Argument der Lage: Ein Haus in einem Dorf in Soria kostet 200.000 Euro, während ein vergleichbares in Süddeutschland für 120.000–150.000 Euro zu finden ist. Der Unterschied liegt nicht in den Steinen, sondern in der Nachfrage und Planung. In Deutschland wird Land besser genutzt und Regeln blockieren den Bau nicht; in Spanien führt Misstrauen gegenüber der Regierung dazu, dass man sich in Immobilien flüchtet, was die Blase künstlich aufgeblasen hält.
Vertreter der Manipulationstheorie erinnern daran, dass dieselbe Wohnung innerhalb weniger Jahre um 100.000 Euro variieren kann, ohne dass sich eine Rohrleitung ändert. Es gibt keinen objektiven Grund für diese Variation, außer dass der Preis durch Spekulation, geplante Knappheit und Fiat-Geldschöpfung bei Unterzeichnung einer Hypothek festgelegt wird. Von dort bis zur Katastrophe ist es ein Schritt: Wenn Preise ihren realen Wert wiederfänden, würden Hypothekennehmer die Schlüssel bei der Bank abgeben.
Das nächste Mal, wenn sie sagen, Wohnraum steigt wegen Nachfrage
Die Erfahrung der Caixa Galicia während des vorherigen Booms schließt das Argument ab, als die Leitung befahl, Hypotheken ohne Überprüfung zu vergeben, mit dem Staat als Bürgen. Ein Neuankömmling konnte 300.000 Euro – 50 Millionen Peseta – unterschreiben und Geld aus dem Nichts schaffen. Dieses System baut keine Häuser: Es fabriziert Schulden und nährt Spekulation. Leere rumänische Paläste und chinesische Geisterstädte sind nur zwei Seiten derselben Fata Morgana.
Die schwebende Frage ist unbequem: Wie viele der heute zu Goldpreisen gekauften Wohnungen sind wirklich Häuser, und wie viele sind Wetten, getarnt als Beton? Denn Ziegel bleibt Ziegel, auch wenn der Preis etwas anderes sagt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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