Ruhestand mit abbezahltem Haus und 150.000 €: Die 300k-Schwelle

Abbezahltes Haus, 150.000 Euro investiert, 30 Jahre alt: Berechnungen für den Arbeitsausstieg reichen nicht aus, die meistgenannte Schwelle steigt auf 300.000.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ruhestand mit abbezahltem Haus und 150.000 €: Die 300k-Schwelle
Abbezahltes Haus und 150.000 € mit 30: Die Schwelle liegt bei 300.000

Ein 30-jähriger Mann mit abbezahlter Wohnung, ohne Kinder und mit 150.000 Euro in Fonds und Aktien hat gerechnet. Er arbeitet zehn Stunden täglich – von 9:00 bis 20:00 Uhr, inklusive Mittagspause – und verdient als mittlerer Angestellter zwischen 3.000 und 4.000 Euro netto im Monat. Er will aufhören zu schuften. Nicht ganz, relativiert er: Seine Idee ist es, das Kapital anzulegen und einen Teilzeitjob oder eine Beschäftigung, die ihm Spaß macht, hinzuzufügen, um monatlich 700–1.000 Euro zusammenzubekommen, was er für seinen Lebensunterhalt benötigt.

Die Ausgangszahl beträgt 150.000 Euro. Das Problem ist, wie lange sie hält.

Das hohe Gehalt, das keine Zeit kauft

Sein Argument ist nicht Faulheit, sondern Arithmetik: Wenn die Ausgaben nicht mit dem Gehalt steigen, bringt ein vierfach höheres Einkommen nichts außer Erschöpfung. „Ich habe eine abbezahlte Wohnung, keine Kinder, bin 30 und mache nur Arbeit“, fasst er zusammen. Er lebt mit weniger als 1.000 Euro im Monat: Konsole, alte Freunde, Bier, Brettspiele, Fahrrad und Hund. Keine Launen oder Luxusgüter. Mit dieser Ausgabestruktur sind, so behauptet er, 3.000 Euro netto im Monat exakt so viel wert wie 1.000.

Der erste kalte Duschen kommt sofort. 150.000 Euro für eine Person sind nicht viel: Das ist das Fazit der konservativsten Berechnungen. Das vorsichtige Szenario geht von etwa 900 Euro im Monat für Rechnungen und Lebenshaltungskosten für Alleinstehende aus, und mit dieser Zahl reicht das Polster vor der Rente nicht mehr.

Was kostet es, allein mit abbezahlter Wohnung zu leben?

Hier wird die Sache nützlich, denn es gibt detaillierte Budgets. Eines der detailliertesten, von jemandem in einer ähnlichen Situation, summiert 200 Euro für Nebenkosten – Strom, Wasser, Heizöl, Handy, Internet, Grundsteuer und Hausratversicherung –, 300 Euro für Essen und Reinigung, 50 Euro für Tabak und 50 Euro für Unvorhergesehenes, wobei die Gemeinschaftskosten null betragen. Gesamtkosten rund 600 Euro monatlich für eine Person mit Eigentumswohnung und ohne Schulden.

Mit weniger als 1.000 Euro im Monat kann man daher in weiten Teilen des Landes leben. Ob dieses Ausgabenniveau jedoch ein kaputtes Auto, eine Sonderumlage oder ein Jahr ohne Einkommen aushält, steht auf einem anderen Blatt. Der Unterschied zwischen Leben und Überleben ist genau der, der ein Vermögen von 150.000 Euro von einem von 300.000 Euro trennt.

Die wiederkehrende Schwelle: 300.000 Euro und abbezahltes Haus

Darin stimmen selten übereinstimmende Positionen überein. Bei abbezahlter Immobilie taucht 300.000 Euro immer wieder als Grenze zwischen Knausern und Aufatmen auf. Der am häufigsten zitierte Fall ist der eines Dreißigers, der es mit weniger geschafft hat: abbezahltes Haus und 290.000 Euro. Zehn Jahre später hatte er, laut der kursierenden Geschichte, mehr Geld als am Anfang und bereute es immer noch nicht. Das zugeschriebene Rezept passt in vier Buchstaben: Börse.

Es ist nicht das einzige hohe Vermögen auf dem Tisch. In einem anderen Fall werden mehr als 500.000 Euro in Fonds und Einlagen angegeben, eine abbezahlte Wohnung und zwei Kinder. Ihre Schlussfolgerung ist nicht Freiheit, sondern Last: Kinder verändern die Gleichung vollständig.

Börse, Immobilien oder Teilzeit: Die Optionen-Pools

Die diskutierten Auswege sind wenige und alle haben Nachteile. Erstens: Die 150.000 Euro zu 3 % jährlich anlegen und einen Teil der Ausgaben daraus decken. Zweitens: Kleine Immobilien zum Vermieten kaufen, mit zwei Wohnungen à 75.000 Euro, die jeweils etwa 500 Euro pro Monat generieren, als Beispiel. Drittens: Teilzeit arbeiten und Mieteinnahmen ergänzen.

Immobilien erhalten die schärfste Kritik. Es wird argumentiert, dass dies eine Investition für die sehr Armen oder die sehr Reichen sei, und niemanden dazwischen betrifft: hohe Kauf- und Verkaufskosten, Steuern, die unabhängig vom Gewinn oder Verlust gezahlt werden müssen, Sonderumlagen, Renovierungen und Wartungskosten, die sich gerade langfristig ansammeln. Wer immer bezahlt, wird betont, sind Notar, Grundbuchamt und Finanzamt (Hacienda). Dies erklärt, nach dieser Lesart, die spanische Obsession mit Immobilien als einzige bedeutende Investition, die für diejenigen zugänglich ist, die nicht das Kapital im Voraus haben.

Teilzeitarbeit genießt eine bessere Presse. Ein angegebener Fall: 36 Jahre alt, abbezahltes Haus, 100.000 Euro gespart und eine Stelle von vier Stunden Montag bis Freitag, mit 850 Euro netto in 14 Bezügen und 0 % Einkommensteuer (IRPF). Auch erwähnt werden die Reduzierung der Arbeitszeit zur Pflege von Angehörigen, um Stunden zu reduzieren, ohne den Job zu verlieren, Übersetzungen und Untertitelung von zu Hause sowie Remote-Arbeit im Technologiesektor, wo mit Ausbildung und Erfahrung 2.000 Euro im Monat genannt werden.

Die Warnung, die niemand hören will: 30 ist zu früh

Gegen alle Berechnungen steht ein unbequemes Argument: Vergleiche die heutigen 150.000 Euro mit den 10 Millionen Pesetas vor dreißig Jahren. Das schien damals ein Vermögen zu sein; heute kauft es keine Wohnung. Mit 30 Jahren, so diese Strömung, ist es voreilig, die berufliche Zukunft abzuschließen; vernünftig wäre es, bis 40 durchzuhalten und sich dann ohne Überraschungen zurückzuziehen. Der vorgeschlagene Mittelweg ist eine Beamtenprüfung (Oposición): Nach bestandener Prüfung kann man nach fünf Jahren Beurlaubung beantragen, was einen schwer zu vergleichenden beruflichen Fallschirm hinterlässt.

Es gibt auch jene, die exotischere Lösungen vorschlagen: Die Wohnung vermieten und in ein Dorf oder ins Ausland ziehen, um von der Miete zu leben, mit Garten und ruhigem Leben, ohne das Polster mindestens bis 50 anzufassen. Und eine Option, die der Protagonist selbst auf den Tisch legte – eine Partnerin finden, die zum Haushaltseinkommen beiträgt – wurde aufgrund des Vermögensrisikos sofort verworfen.

Die verwirrende Tatsache ist keine Prognose. Es ist, dass der am häufigsten zitierte Fall überhaupt, der des Dreißigers, der mit 290.000 Euro und abbezahltem Haus aufgehört hat zu arbeiten, in zehn Jahren nicht nur kein Geld verloren hat: Er endete mit mehr, als er hatte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (106 Antworten).

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