Richter fordert Polizei heraus: Würden sie illegalen PSOE-Befehlen folgen?

Richter Peinado droht mit Haftstrafen von bis zu 12 Jahren, falls die Polizei die Flucht von Begoña Gómez ermöglicht. Die Debatte über illegale Befehle der PSOE an die Sicherheitskräfte…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Richter fordert Polizei heraus: Würden sie illegalen PSOE-Befehlen folgen?

"Wenn sie flieht, liegt die Schuld bei euch." Die Warnung von Richter Juan Carlos Peinado in seinem Beschluss gegen Begoña Gómez hat eine Debatte neu eröffnet, die nie ganz beendet wurde: Wie weit reicht die Loyalität der Sicherheitskräfte gegenüber der politischen Macht? Der Richter wies ausdrücklich darauf hin, dass die Beamten, die für die Überwachung der Ehefrau des Ministerpräsidenten zuständig sind, bei einem Verschwinden Haftstrafen von bis zu 12 Jahren wegen Beihilfe zur Flucht riskieren würden. Doch was die Gemüter erhitzt, ist nicht die Drohung gegen die Polizei, sondern das stillschweigende Eingeständnis, dass illegale Befehle keine Fiktion sind.

Eine schwere Vorgeschichte

Wer die These des Richters verteidigt, muss nicht tief in den Archiven graben. Die Erinnerung an die Madrider Anschläge vom 11M —mit jenem Rucksack voller Schrauben, der in einer Polizeiwache "auftauchte", obwohl die Züge mit sprengstofffreien Schrauben explodierten—, der Fall Faisán oder die Hilfe der Mossos bei Puigdemonts Flucht sind Meilensteine, die laut den kritischsten Analysen zeigen, dass die politische Befehlskette mehr als einmal über dem Gesetz stand. Auch neuere Episoden werden genannt, etwa die Vollstreckung der Bußgelder während des Alarmzustands, dessen Artikel 1, 3 und 5 vom Verfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt wurden. "Wer hat Verantwortung übernommen?", fragen die Skeptiker.

Das Argument des Befehlsnotstands

Die institutionelle Antwort ist meist dieselbe: "Wir befolgen Befehle". Juristisch gesehen schützt aber der Befehlsnotstand nicht vor Straftaten. Ein befragter Strafverteidiger erinnerte daran, dass Beamte in Polizeiberichten und vor Gericht lügen, ohne dass je wegen Meineids ermittelt wird. Für viele ist das Problem systemisch: eine Korruption, die von den hohen Kommissaren nach unten durchgesickert ist, genährt durch ein System von Vetternwirtschaft und maßgeschneiderten Ausschreibungen. "Gehalt und die Angst, es zu verlieren, machen jeden Menschen zur Automatik", fasste ein Veteran zusammen. Das Ergebnis ist ein Vertrauensverlust der Bürger, der nach Ansicht der Kritiker nur durch eine gründliche Säuberung der Sicherheitskräfte behoben werden kann.

Eine Warnung an alle

Richter Peinado selbst wollte nach Angaben aus dem Umfeld des Verfahrens eine präventive Botschaft senden. "Die Beamten sehen sich vier Straftaten und bis zu 12 Jahren Amtssperrung gegenüber, wenn sie an einer Flucht mitwirken", schrieb der Richter. Manche Analysten sehen in dem Beschluss eine "Warnung", damit sich niemand hinter der Ausrede des Befehlsnotstands verstecken kann. Andere halten die Argumentation dagegen für unnötig und meinen, der Passentzug wäre ausreichend gewesen.

Die verstörende Zahl: Das Verfassungsgericht erklärte mehrere Artikel des Alarmzustands für verfassungswidrig. Millionen Bußgelder wurden unter diesem Schirm verhängt. Niemand hat dafür Rechenschaft abgelegt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (98 Antworten).

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