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Renault Captur dCi 90: Zweifel an Verbrauch und Diesel
Nutzer bezweifeln die Realisierbarkeit von 5 l/100 km und kritisieren Plastik sowie Trommelbremsen angesichts möglicher Dieselfahrverbote.
Renault Captur dCi 90: Die Wahrheit hinter den 5 Litern
Der Renault Captur Diesel mit 90 PS beginnt mit einem verlockenden Versprechen: ein Durchschnittsverbrauch von rund 5 Litern pro 100 Kilometer. Das Kleingedruckte kommt schnell. Laut Berechnungen in Foren hält dieser Wert nur, wenn man allein fährt und im Schnitt 110 km/h erreicht. Mit beladenem Auto beschreibt ein anderer Nutzer denselben Motor als träge. Die Lücke zwischen Prospektwerten und Realität ist das erste Thema, das jeder anspricht, der sich dieses Segment anschaut.
Wie viel verbraucht der Captur dCi 90 wirklich?
Kurze Antwort: Es hängt davon ab, wie schwer das Auto beladen ist und wie stark man aufs Gaspedal drückt. Der 90-PS-Motor ist sparsam, so die Erfahrung eines Teilnehmers, aber auf Kosten einer sehr kurzen Übersetzung. In der Stadt sind die Gänge schnell am Ende: Schon bei geringer Geschwindigkeit ist man im dritten oder vierten Gang, was ständiges Schalten erfordert und ermüdend wirkt. Es ist kein Verbrauchsproblem, sondern ein Problem mit dem Getriebe.
Im Vergleich zum 0.9 TCe Benziner mit identischer Leistung zieht der Diesel deutlich besser, so dieselbe Meinung. Der Vergleich ist nicht unwichtig: Wer Spanien im Dreizylinder-Benziner durchquert hat, beschreibt die Erfahrung wie einen alten Diesel mit kaputtem Turbolader. Kraftmangel an Steigungen ist die häufigste Kritik am kleinen Benzinmotor und das Argument, das viele zum dCi treibt.
Captur im Vergleich zu anderen Kompakt-SUVs
Der Vergleich mit dem Peugeot 2008 taucht früh auf: Manche halten das französische Modell von PSA für das bessere Auto unter den europäischen Kompakt-SUVs. Die Antwort ist eindeutig: Der Händler der Löwen-Marke wurde wegen schlechter Beratung boykottiert. Kaufkriterien werden in mehr als einem Fall nicht vom Datenblatt bestimmt.
Der Skoda Yeti kommt als Alternative mit großem Kofferraum ins Spiel. Und der Honda CR-V 1.6 Diesel wird als Option für langfristige Zuverlässigkeit genannt, laut Empfehlung eines Nutzers. Preisspanne und geplante Nutzung wiegen schwerer als jeder Zeitschriftentest.
Plastik, Bremsen und das Gespenst der Elektronik
Die schärfste Kritik richtet sich nicht gegen den Motor, sondern gegen die Verarbeitung. Manche empfehlen, die Kunststoffe im Fensterbereich mit dem Finger einzudrücken und sie mit Autos von vor fünfzehn Jahren zu vergleichen. Das Gefühl eines billigen Produkts ist die wiederkehrende Beschwerde jener, die die Benzinversion gemietet haben und diese ungeschönt beschreiben.
Bei den Bremsen ist die Warnung eines Nutzers explizit: Renault-Bremsen kochen leicht über. Hintere Trommelbremsen im Jahr 2017 gelten direkt als inakzeptabel in einem Neuwagen. Hinzu kommt die klassische Skepsis gegenüber der Markenelektronik, obwohl es auch Nutzer gibt, die einen Renault mit fast 200.000 Kilometern und null Problemen hatten.
Diesel ja oder nein: Fahrverbote als Variable
Das entscheidende Argument ist nicht mechanisch, sondern regulatorisch. Solange nicht klar ist, wie sich altersbedingte Fahrverbote entwickeln, rät ein Nutzer dazu, das aktuelle Auto weiterzufahren, wenn möglich. Wenn sie nach Alter begrenzt werden, wie in Barcelona, macht es keinen Unterschied, ob Diesel oder Benzin. Heute einen neuen Diesel zu kaufen, ist eine Wette auf Vorschriften, die noch nicht feststehen.
Die unbestrittene Alternative: Sandero Stepway
Der Aufpreis des Captur gegenüber dem Sandero Stepway ist der unbequeme Vergleich. Für Design-Prioritäten ist der Captur keine schlechte Wahl, so ein Nutzer. Für Kosten-Prioritäten geht die Rechnung nicht auf. Im Kern liegt eine Segmentfrage: Kompakt-SUVs gewinnen Bodenfreiheit und verlieren Gewicht, eine Kombination, die manche als unsicher auf der Straße betrachten. Den Komfort der hohen Sitzposition bestreitet jedoch niemand.
Die Prognose, mit Vorbehalt: Der Captur wird weiterhin aufgrund von Design und Sitzposition verkauft, aber der beladene 90-PS-Diesel bleibt das hässliche Entlein der Pueblerino. Wer ihn kauft und weiß, worauf er sich einlässt, wird keine Überraschungen erleben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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