REMAX und die 5 % Provision: Was der Vermittler kassiert

Die REMAX-Provision liegt je nach Büro zwischen 3 % und 10 %. Wer mit Eigentümern verhandelt, sollte wissen, wie viel der Vermittler kassiert und was er unterschreibt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

REMAX und die 5 % Provision: Was der Vermittler kassiert
REMAX und die 5 % Provision: Was der Vermittler kassiert

Ein Käufer hat ein Apartment ins Visier genommen, das ein REMAX-Makler anbietet. Er kennt Nachbarn der Wohnanlage, kann die Eigentümer ohne Vermittler erreichen und will wissen, wie viel die Agentur kassiert, um die Verhandlung zu schärfen. Die simple Frage deckt eine der undurchsichtigsten Praktiken des spanischen Immobilienmarkts auf: die Provision einer Franchisenkette, die ihre Tarife selten veröffentlicht.

Die Antwort, die in den Flüsterkanälen der Branche kursiert, ist nicht eindeutig. Manche nennen 5 % als übliche Referenz in Galicien. Andere setzen die Untergrenze bei 3 % an und warnen, dass es keine Obergrenze gibt: Ist der Verkäufer naiv, kann die Agentur bis zu 10 % aushandeln. Die Spanne ist so breit, dass jede Vorabrechnung zum Ratespiel wird.

Wie viel Provision verlangt REMAX für den Verkauf einer Wohnung?

Es gibt keinen einheitlichen offiziellen Tarif. Die Franchise-Struktur von REMAX lässt jedem Büro Spielraum bei der Festlegung seiner Honorare, weshalb die Zahlen je nach Provinz und Immobilientyp schwanken. Die 5 % dienen in manchen Regionen als Referenz, sind aber kein schriftlicher Standard. Der praktische Rat, der die Runde macht: Sprich mit jemandem, der kürzlich über sie gekauft hat – aktuelle Erfahrung ist mehr wert als jeder Prospekt.

Das eigentliche Problem: Die Provision zahlt der Verkäufer, doch sie beeinflusst den Endpreis, den der Käufer zahlt. Muss der Eigentümer einen bestimmten Betrag einnehmen, schlägt der Vermittler-Anteil auf den Ausgangspreis durch. Blind gegen diesen Prozentsatz zu verhandeln heißt, gegen ein Gespenst zu verhandeln.

Die 5 % Provision: Service oder Abzocke?

Die Zahl schmerzt. 5 % auf eine durchschnittlich teure Wohnung in Spanien entsprechen mehreren Monatsgehältern eines Reaccionariorbeiters. Und hier setzt die schärfste Kritik an: Diesen Prozentsatz für eine Vermittlung zu verlangen, die in vielen Fällen kaum mehr ist als das Einstellen einer Anzeige und das Öffnen der Tür, weckt so manchen Verdacht. Der Vergleich ist vernichtend: Der Vermittler kann mehr einnehmen als die, die auf der Baustelle geschuftet haben – mitunter sogar mehr als der Bauträger selbst.

Wer das Modell verteidigt, führt an, die Agentur trage Kosten für Marketing, Verwaltung und die Auswahl der Besichtigungen. Wer es angreift, entgegnet, diese Arbeit rechtfertige keinen so hohen Prozentsatz auf ein Objekt, das sich ohnehin von selbst verkauft. Die Debatte dreht sich im Kern um die Frage, was Immobilienvermittlung in einem Markt wirklich wert ist, in dem der Verkäufer alle Informationen einen Klick entfernt hat.

Die Maklerin umgehen: legal, aber mit Haken

Wer als Käufer die Eigentümer direkt kontaktiert, begeht keine Straftat. Anders sieht es mit dem aus, was er unterschreibt. Die Agenturen sichern die Besichtigung mit einem Dokument ab, mit dem sich der Kunde verpflichtet, die Honorare zu zahlen, falls er die gezeigte Immobilie kauft. Wird das Papier unterschrieben und anschließend hinter dem Rücken der Agentur verhandelt, ist die gerichtliche Forderung nach Honoraren plus Verfahrenskosten vorprogrammiert.

Die Grenze ist klar: Wer nie eine Agentur betreten und nichts unterschrieben hat, schuldet nichts. Wer die Wohnung mit einem Makler besichtigt und seinen Namen auf das Besichtigungsformular gesetzt hat, schon. Diese Nuance macht den Trick, die Provision zu sparen, zu einer Wette mit Kleingedrucktem.



Die Spanne von 3 % bis 10 % bleibt nicht auf eine einzige Zahl festlegbar, und die Intransparenz der Franchisegeber hilft nicht. Der Käufer, der mit den Eigentümern verhandeln will, hat einen Richtwert und eine rechtliche Warnung. Gewissheit, wie viel bei dieser Subtraktion auf dem Spiel steht, hat er nicht.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (4 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver