Atomare Explosionen als «Medizin»: Die These von Regazo
«Ein Faktum, aber auch ein Heilmittel». Mit diesem Satz, der dem Meister Regazo in einer undatierten Audioaufnahme zugeschrieben wird, beginnt eine seit Jahren vertretene Position ohne Scheu: Atomare Explosionen werden nicht nur erwartet, sondern als einziges wirksames Mittel für eine Menschheit dargestellt, die auf keine anderen Warnungen mehr reagiert. Die These ist so einfach wie unbequem. Der Dritte Weltkrieg sei unvermeidlich und innerhalb dieser Logik sogar erstrebenswert.
Die Argumentation duldet keine Nuancen. Wer absteigt, fällt schneller; wer aufsteigt, steigt ebenfalls rascher empor. Gegenüber der Passivität, die beide Seiten «benachteiligt», wirkt die Katastrophe wie ein sofortiges Sieb, in dem jeder seine Stellung definiert – schnell. Das Fazit in Regazo eigenen Worten: «eine wunderbare und einzigartige “Medizin” für die Menschheit».
Was bedeutet Ego-Tod und vibrationaler Aufstieg?
Hinter der katastrophalen Schlagzeile steht ein konkretes doktrinales System, das man verstehen sollte, bevor man es aufgrund des Rahmens verwirft. Laut den begleitenden Notizen muss derjenige, der der Katastrophe entgehen will, täglich den «Tod des Egos» praktizieren: seine psychologischen Fehler – Zorn, Stolz, Anhaftung, Lust, Gier, Angst, Faulheit – eliminieren, um eine Veränderung der inneren Schwingung zu bewirken. Diese Veränderung würde bedeuten, die Oktave zu wechseln und den Kreislauf zu verlassen, in dem die Mehrheit der Menschheit verbleibt, wobei man Einflüssen ausgesetzt wäre, die dieser höheren Schwingung entsprechen, und somit vor kommenden Tragödien geschützt wäre.
Der Beitritt zu einer Sekte wird nicht verlangt, wohl aber das tägliche Bitten um Kraft und Schutz: an das Große Gesetz, das Karma-Gesetz oder besser noch an einen inneren göttlichen Funken, den der Text als Göttliche Mutter bezeichnet. Die Hierarchien – Wesen höchster spiritueller Schwingung, im Materialjargon Engel genannt – würden jene unterstützen, die sich regenerieren. Wer dies nicht tut, steigt nicht nur nicht auf: Er beschleunigt seinen Fall in immer niedrigere Oktaven.
Das geopolitische Inventar, das die These nährt
Die Doktrin tritt hinter die Anhäufung internationaler Schlagzeilen zurück, die sich wie Teile einer einzigen Prophezeiung aneinanderreihen. Russland wehrte einen Drohnenangriff auf den Hafen von Sewastopol ab. Die Krim-Brücke wurde nach Berichten über Explosionen gesperrt. China überflog Taiwan mit 20 Flugzeugen, nachdem die USA ein Patrouillenflugzeug in die Straße geschickt hatten. Moskau warnte Großbritannien und Deutschland, und es wird berichtet, dass die USA verbotene Waffen genehmigten und die NATO versuche, Russland mit 5000 Raketen zu liquidieren. Als Nordkorea eine Rakete startete, berief die UNO eine Dringlichkeitssitzung ein.
Die Erzählung wird durch die Front im Nahen Osten vervollständigt. Ein angebliches israelisches F-35-Kampfjet, beladen mit einer Atombombe, soll von Russland abgeschossen worden sein – eine Information, die der Text selbst als «noch zu bestätigen» kennzeichnet. Danach folgt der Krieg zwischen Iran und Israel, dargestellt als Folge des Schweigens nach Gaza, und Trumps Warnung, der Konflikt «könnte in einem Weltkrieg enden», wird als Bestätigung des Drehbuchs unterstrichen.
Ohne atomare Explosionen, wo ist die Medizin?
Hier kommt der Einwand, den niemand vollständig löst: Es gibt keine nukleare Detonation. Die Verteidiger der These greifen auf die Geschichte zurück und fragen, ob jemand vor August 1945 hätte ahnen können, was in Hiroshima und Nagasaki geschehen würde; das Fehlen eines Präzedenzfalls war nie ein Beweis für Unmöglichkeit. Der andere Teil der Antwort ist zeitlicher Natur: Wenn jemand ein Datum verlangt, wird ihm geantwortet, dass «absolut NIEMAND» es geben werde, weil das Kommende ein kollektives Karma sei, eine Folge der allgemeinen Bewusstlosigkeit. Das Argument ist somit schwer zu widerlegen.
Korea, die «angelsächsische Mission» und andere zitierte Prophezeiungen
An die zentrale These heften sich Vorhersagen Dritter, die der Text ohne Analyse sammelt. Eine Duke Puntalangit zugeschriebene Aussage aus dem Jahr 2010 behauptet, vor dem Dritten Weltkrieg werde es einen großen Krieg zwischen den beiden Koreas geben, mit drei Millionen chinesischen Soldaten an der Grenze und einer Dauer von zweieinhalb Monaten. Eine andere aus 2013 beschreibt dasselbe Szenario mit mehr Angst als Daten.
Erscheint auch das Material bekannt als The Anglo-Saxon Mission, ein Zeugnis, das sicherstellt, dass China oder Iran für den ersten Einsatz von Atomwaffen verantwortlich gemacht werden sollen, um die nächste Phase zu rechtfertigen. Es gibt keinen Beweis, der diese Rekonstruktion stützt, und sie sollte entsprechend gelesen werden: als Gerücht, nicht als Prognose. Die Struktur der Erzählung fügt sich allerdings allzu gut in die Ausgangsthese ein.
Die Zukunft der Menschheit: «Morgen möglich, gestern schon geschehen»
Der letzte Teil der Argumentation wechselt vom geopolitischen zum kosmologischen Bereich. Auf die Frage nach der Zukunft dieser Rasse antwortet Regazo, dass es «das Untergehen aller» sei: Wenn das Feuer der Erde sich mit dem Wasser der Meere vereine, kämen Erdbeben, die alles beendeten, die Sonne würde durch Dämpfe verdunkelt und alles sterbe langsam ab. Zum Wann gilt derselbe Satz, der alles abdeckt: «Das weiß man nicht. Kann morgen sein, kann gestern gewesen sein.»
Und hier liegt die verwirrende Tatsache. Die Beobachtung sammelt bereits Schlagzeilen über Eskalationen, nukleare Warnungen und Raketen, die Grenzen überschreiten. Die angekündigte Detonation ist nicht eingetreten. Die Erzählung jedoch bewegt sich keinen Millimeter: Sie war immer darauf ausgelegt, zu warten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (268 Antworten).