PVPC oder Festpreis: Leistungstermin entscheidet

Das PVPC bietet Stunden zu 7 Cent, aber der Leistungstermin im Festpreistarif ist fast doppelt so hoch wie beim regulierten Tarif.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PVPC oder freier Markt: Die Falle liegt im Leistungstermin

Eine Mutter mit Stromvertrag auf dem freien Markt prüft keine Angebote, vergleicht keine Preise und möchte alles fertig haben. Ihr Sohn schlägt vor, sie zum PVPC zu wechseln, fürchtet jedoch, dass die regulierten Preise explodieren, und will nicht ständig die Rechnungen für sie durchrechnen. Dies ist das Bild einer Entscheidung, die Millionen spanischer Haushalte betrifft und sich laut den verfügbaren Zahlen nicht am Energiepreis orientiert, sondern an einer Zeile auf der Rechnung, die kaum jemand beachtet: dem Leistungstermin.

Das PVPC funktioniert wie eine Achterbahn. Es gibt Tage mit Stunden um 7 Cent pro kWh und andere, die 40 Cent erreichen. Wer Waschmaschine, Backofen, Bügeleisen und Boiler in die Talzeiten legt, spart; wer sich nicht organisieren kann, zahlt die Spitzenpreise. Die Alternative auf dem freien Markt ist ein Festpreistarif, bequem ohne Blick auf die Uhr, aber mit versteckten Kosten im Kleingedruckten.

Die Berechnung, die den Lockpreis entlarvt

Angebote auf dem freien Markt werden mit einem Reizwort beworben: 0,099 Euro pro kWh rund um die Uhr. Das klingt unschlagbar gegenüber dem schwankenden PVPC. Das Problem zeigt sich beim Vergleich des Leistungstermins, einer festen Gebühr für die vertraglich vereinbarte Kapazität, unabhängig vom Verbrauch.

Bei einem typischen Festpreistarif wie Visalia kostet die Leistung 0,142579 Euro pro kW und Tag, netto. Im PVPC liegt sie bei etwa 0,070 Euro, also halb so viel. Für einen Haushalt mit 4 kW Vertrag übersteigt die Differenz allein hier 10 Euro monatlich. Bei geringem Verbrauch gleicht die Ersparnis beim Energiepreis die höheren Fixkosten nicht aus.

Wer rechnet, kommt zu einem klaren Ergebnis: Für Haushalte mit niedrigem Verbrauch, konzentriert auf Talzeiten und ohne elektrische Heizung oder Klimaanlage, bleibt das PVPC die günstigere Option. Die detaillierte Aufschlüsselung zeigt Unterschiede, die überraschen, wenn man nur auf den kWh-Preis schaut.

Die Reform von 2021 änderte die Regeln

Das PVPC ist nicht mehr das, was es war. Seit dem 1. Juni 2021 wird der regulierte Preis nicht mehr stündlich am Spotmarkt festgelegt, sondern an Futures gekoppelt. Die Reform wurde als Stabilisierungsmaßnahme verkauft, wirkte aber praktisch wie eine versteckte Untergrenze: Auch wenn der Spotmarkt auf null fiel, sank das PVPC nicht unter einen bestimmten Schwellenwert.

Dadurch sind Talzeiten von 0,05 Euro pro kWh Geschichte. Der Durchschnitt liegt nun bei 0,08–0,09 Euro, während die Spitzenpreise steigen. Der Vorteil des PVPC hat sich halbiert oder mehr. Eine realistische Berechnung ergibt für gut organisierte Verbraucher eine monatliche Ersparnis von etwa 10 Euro, gerade genug für die Internetverbindung.

Am selben Tag wurden auch die Netznutzungsentgelte geändert, mit Erhöhungen und Senkungen je nach Zeitfenster, die niemand vollständig erklären konnte. Die Verteilung dieser Entgelte, die nicht vollständig an die Versorger gehen, ist zu einem administrativen Labyrinth geworden.

Der Sozialbonus, die echte Untergrenze der Rechnung

Für Haushalte, die den Sozialbonus erhalten, ändert sich die Gleichung komplett. Mit dem maximalen Rabatt von 57,5% für extrem gefährdete Personen und einem Verbrauch von etwa 100 kWh liegt der Endpreis bei circa 0,12 Euro pro kWh inklusive Steuern. Dies ist die Markuntergrenze.

Den Bonus zu erhalten ist schwierig: Er erfordert den Status „extrem gefährdet“, ein bürokratischer Prozess, der nicht jedem zugänglich ist. Der Durchschnittspreis steigt zudem mit höherem Verbrauch, da die Fixkosten weniger verteilt werden. Rechnungen von 5 bis 7 Euro monatlich entsprachen der Ära des 80%-Rabatts; heute zahlen dieselben Haushalte zwischen 10 und 12 Euro.

Der freie Markt ist kein Betrug, aber auch kein Geschenk

Zwei Jahre Erfahrung mit einem Festpreisversorger ohne versteckte Gebühren zeigen, dass es seriöse Anbieter gibt. Die sinnvolle Strategie ist nicht, den perfekten Anbieter zu finden, sondern den günstigsten aktuellen Tarif ohne Laufzeitbindung zu wählen und bereit zu sein, zu wechseln, wenn er nicht mehr konkurrenzfähig ist. Das Problem ist die Informationsasymmetrie: Die meisten können Rechnungen nicht lesen, geschweige denn zwei Angebote unterschiedlicher Struktur vergleichen.

Ein abschließender Datenpunkt verwirrt: Wer 170 kWh monatlich verbraucht, zahlte nie mehr als 50–60 Euro, weder im freien noch im regulierten Markt. In diesen Grenzen findet der Kampf zwischen PVPC und Festpreis statt, den viele gar nicht betreten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (126 Antworten).

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