Leistung auf 2,3 kW senken: 90 Euro Ersparnis und Sozialbonus
Die Stromrechnung wird oft schon entschieden, bevor auch nur ein Schalter betätigt wird. Zwischen 2015 und 2016 begannen Teilnehmer eines spanischen Forums mit denselben Berechnungen: Die Vertragsleistung von 5,75 kW auf 2,3 kW zu reduzieren, um laut einer Nutzerberechnung etwa 90 Euro pro Jahr zu sparen. Der Vorgang ist einfach. Die Einsparung ist für jene, die es überprüft haben, real. Kompliziert wird es erst danach, wenn der Sozialbonus und das Kleingedruckte des Tarifs ins Spiel kommen.
Die tatsächliche Ersparnis: Von 5,75 kW auf 2,3 kW
Der Leistungstermin wird für die maximal vertraglich vereinbarte Kapazität gezahlt, nicht für den tatsächlichen Verbrauch. Hier liegt der Hebel. Laut der Berechnung eines Nutzers kostet ein Vertrag mit 5,75 kW etwa 480 Euro jährlich: 180 Euro für Energie und 300 Euro allein für die Leistung. Eine Senkung auf 2,3 kW würde diese Fixkosten um rund 90 Euro reduzieren, so eine weitere Berechnung, ohne dass an einem einzigen Haushaltsgerät etwas geändert werden muss.
Das Profil, das diesen Wechsel verkraftet, ist nicht verallgemeinerbar: Im Fall, der den Thread eröffnet, lebt eine ältere Person in der Wohnung, die über einen Fernseher, einen kleinen Kühlschrank, einen 800-Watt-Heizstrahler und eine Waschmaschine verfügt, die ein- bis zweimal im Monat läuft. Fast nichts. Vorsicht beim Namen: Der standardisierte Wert ist 2,3 kW, nicht 2,2. Eine Senkung darunter erzwingt Lösungen wie Batterien, die sich später als teuer erweisen.
Wer zögert, hat einen günstigen Test zur Verfügung. Einen 10-Ampere-Schalter in Reihe zum Hauptschalter installieren – was einer Obergrenze von etwa 2.300 Watt entspricht – und einige Monate damit leben. Wenn er im Sommer bei laufender Klimaanlage nicht auslöst, ist der Wechsel gerechtfertigt.
Sozialbonus und regulierter Markt
Das Detail, das das Ergebnis verändert, ist der bono social (Sozialtarif), ein Rabatt von 25% auf die Rechnung, der laut einem Teilnehmer zusätzlich 90 bis 150 Euro pro Jahr einspart. Er gilt jedoch nur für Verträge im regulierten Markt, dem PVPC (Precio Voluntario para el Pequeño Consumidor). Wer im freien Markt ist, kann die Leistung beliebig senken: Er wird davon nicht profitieren.
Hier zeigt sich die erste Diskrepanz. Laut einem Teilnehmer werben Anbieter im freien Markt mit Rabatten von 5% auf Preise, die bereits um 13% aufgeblasen sind. Der durchschnittliche PVPC-Preis im letzten Jahr lag bei 0,103 Euro pro kWh. Der Preis des freien Tarifs wird stets höher sein, so die Argumentation, da der Verkäufer den Strom zum regulierten Preis bezieht.
Das Recht auf den Sozialbonus kollidiert zudem mit dem gesunden Menschenverstand: Laut einem Teilnehmer reicht es aus, 2,3 kW vertraglich gebunden zu haben und im PVPC zu sein, unabhängig vom Einkommen. Die gesetzlich vorgesehenen wirtschaftlichen Kriterien wurden nie angewandt. Ein Teilnehmer behauptet, den Bonus zu erhalten, obwohl er weder Rentner noch arbeitslos ist und ein Einkommen oberhalb dieser Kriterien hat. Den Rabatt finanzieren allerdings alle Verbraucher über ihre Rechnung, so ein anderer Teilnehmer.
Zeitvariable Tarife: Rechnungen, die nicht immer aufgehen
Der zweite Hebel ist die zeitvariable Bepreisung (discriminación horaria): nachts weniger und tagsüber mehr zahlen. Auf dem Papier funktioniert das, besonders für Geräte, die 24 Stunden laufen. Mit Preisen von 0,079 Euro pro kWh in der Nebenzeiten (valle, 14 Stunden) und 0,155 Euro in der Hauptzeit (punta, 10 Stunden) ergibt sich laut einer Berechnung ein gewichteter Durchschnitt von 0,1107, unter den 0,123 des Pauschaltarifs.
In der Praxis sind die Tarife je nach Anbieter unterschiedlich. Laut einem Teilnehmer betrug die Differenz zwischen Nebenzeiten und Hauptzeiten beim tatsächlichen PVPC über zwei aufeinanderfolgende Monate 29%, was üblich ist. Eine Teilnehmerin berichtet, dass sie am letzten abgerechneten Tag im November 68% in der Nebenzeiten und 32% in der Hauptzeit hatte.
Der wiederkehrende Rat: Die Senkung der Leistung und die Umstellung auf zeitvariable Tarife gemeinsam durchführen, da beide Verwaltungsvorgänge zusammen berechnet werden – etwa 11 Euro – statt doppelt zu zahlen.
Kann man mit 2,3 kW Vertragsleistung leben?
Die Angst ist immer dieselbe: Dass die Sicherung mitten im Kochvorgang auslöst. Und sie ist unbegründet. Eine Waschmaschine mit Warmwasser erzeugt hohe Lastspitzen; Induktionsherde hingegen schalten zonenweise ein und aus, sodass sie selten ihre volle Leistung gleichzeitig abrufen. Der Fehler besteht darin, Backofen, Waschmaschine und Ceranfeld innerhalb derselben Viertelstunde einzuschalten.
Die Installation verzeiht mehr, als der Nutzer glaubt. Laut einem Teilnehmer erlaubt die Auslösekurve des Leistungsschutzschalters (ICP) eine Überschreitung des Limits um 13% dauerhaft, um 50% für Minuten und bis zu 100% für Sekunden. Konkret: Ein 1.300-Watt-Backofen plus der 1.600-Watt-Grill können problemlos betrieben werden, wenn sie nicht gleichzeitig eingeschaltet werden, so ein anderer Teilnehmer.
Oberstes Gericht kippt Teile des Sozialbonus
Ende 2016 kam der Schock. Der Tribunal Supremo (Oberster Gerichtshof Spaniens) hob den Teil der Norm auf, der die Referenzversorger zur Finanzierung des Sozialbonus verpflichtete. Die vorschnelle Schlussfolgerung war, dass der Rabatt entfalle. Dem war nicht so: Es ändert sich lediglich, wer die Kosten trägt, die nun aus dem allgemeinen Staatshaushalt stammen.
Die Regelung bleibt in Kraft. Zu ihrer Abschaffung müsste das Gesetz geändert werden, was das Urteil nicht tut. Endesa veröffentlichte sogar eine Notiz auf seiner Website, um klarzustellen, dass das Urteil keine Auswirkungen auf die Nutzer habe, genervt von der ständigen Wiederholung derselben Frage. Manche sehen jedoch in der Änderung der Finanzierung einen ersten Schritt in Richtung Abschaffung.
Die Batterie, die 37 Jahre braucht, um sich zu amortisieren
Gegen den Leistungstermin gibt es eine wiederkehrende Idee: Heimische Batterien installieren, die minimale Leistung buchen und in den Spitzenzeiten auf den Speicher zurückgreifen. Auf dem Papier elegant. In der Kasse vernichtend.
Eine 14-kWh-Batterie mit 5 kW Dauerleistung kostet 5.500 Euro, so ein Teilnehmer. Die Einsparung durch die Senkung der Leistung auf 1,1 kW liegt bei rund 150 Euro pro Jahr, so ein anderer. Die Division ist gnadenlos: 37 Jahre, um die Investition zurückzuverdienen. Bei einer optimistischeren Schätzung 28 Jahre. Und das ohne Berücksichtigung der Wandlungseffizienz oder eines heiklen Details: Die Legalität, einen solchen Speicher an eine häusliche Anlage anzuschließen, ist weiterhin umstritten.
Die selbstgebaute Alternative – vier Batterien und ein Wechselrichter – kommt auf etwa 2.000 Euro, ebenfalls basierend auf den kursierenden Berechnungen. Der Preisverfall bei Batterien, getrieben durch die Elektroautoindustrie, könnte alles ändern, so ein Teilnehmer. Heute rechnet sich das Modell nicht.
Mit diesen Zahlen ist die Senkung der Leistung und die Beantragung des Sozialbonus der logische Zug. Und dennoch halten viele weiterhin 5,75 kW aus Gewohnheit, aus Angst vor dem Auslösen oder weil ihnen niemand erklärt hat, dass sie für eine ungenutzte Kapazität bezahlen. Die Frage ist nicht, ob es sich lohnt. Sondern warum so viele es noch nicht überprüft haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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