Programmierbare Schnellkochtöpfe: von 20 € bis 1.000 € – was kocht welches Gerät?

Eine Debatte über programmierbare Kochtöpfe: ein 20-€-Elektrotopf gegen eine 1.000-€-Thermomix und warum ein hoher Preis kein besseres Essen garantiert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Programmierbare Schnellkochtöpfe: von 20 € bis 1.000 € – was kocht welches Gerät?
Programmierbare Kochtöpfe: vom 20-€-Modell bis zur 1.000-€-Thermomix

Lohnt es sich, 1.000 Euro für einen Küchenroboter auszugeben, oder reicht ein 20-€-Elektrotopf? Diese Frage zieht sich durch eine Diskussion, die damit beginnt, dass jemand die Zutaten hineinwerfen, auf einen Knopf drücken und schlafen gehen möchte, während das Abendessen von allein gart. Die Antwort, die aus dem Austausch hervorgeht, ist weniger episch, als das Marketing verspricht: Die meisten dieser Geräte funktionieren, aber keines kocht für dich, was du selbst nicht kochen kannst.

Die Preisspanne, die in der Diskussion auftaucht, ist enorm. Ein 20-€-Elektrotopf von Carrefour mit Keramikeinsatz und 6 Litern schmort laut seinem täglichen Nutzer „wunderbar", auch wenn er weder anbrät noch dünstet. Am anderen Ende eine 1.000-€-Thermomix, die laut mehreren Berichten bei Suppen, Cremes, Teigen und Saucen glänzt, aber das Urteilsvermögen eines Kochs nicht ersetzt. Dazwischen: eine Cocinera für 300–400 Euro, eine FussionCook, ein GM-Topf, eine für rund 70 Euro im Outlet gekaufte Cocifacil und eine Chef Plus mit eigener Community in den sozialen Medien.

Was kostet ein programmierbarer Kochtopf und was bekommt man dafür?

Der Preis steht in keinem proportionalen Verhältnis zum Ergebnis. Wer den billigen Topf vom Hypermarkt hat, betont, dass der Stromverbrauch „lächerlich" gering sei und Fleisch und Gemüse zart und saftig werden. Wer 400 Euro für die Cocinera gezahlt hat, räumt ein, dass die Sardinen überraschen und die Schmorgerichte gelingen, die Paella aber „nicht besonders" ausfällt. Die Mittelklasseversion mit herausnehmbarem Edelstahleinsatz erlaubt den Wechsel des Behälters zwischen den Gerichten und lässt sich leicht reinigen.

Die Zeitschaltuhr ist die am meisten geschätzte und zugleich am meisten ignorierte Funktion. Mehrere geben zu, sie nie benutzt zu haben; andere nutzen sie, damit das Gerät zu den günstigen Zeiten des spanischen Zeitstromtarifs arbeitet. Ein 4-Liter-Topf reicht problemlos für vier Personen, für große Familien wird es allerdings knapp.

Ersetzt ein Küchenroboter das Kochkönnen?

Nein. Der Konsens, selbst unter Enthusiasten: Diese Geräte helfen denen weiter, die keine Ahnung haben, und steigern die Produktivität derer, die ohnehin kochen. Das geteilte Rezept für Lammkeule spricht Bände: Das Stück hinein, Salz nach Gefühl, ein Schuss Wasser, zuklappen und die Taste 2 drücken. Keine Technik, keine Temperatur, kein Garpunkt. Genau dafür sind sie da.

Über die Thermomix gibt es einen Punkt, den niemand bestreitet: Man kauft sie nicht, sie wird per Haustürgeschäft verkauft. Und wer eine hat, ist sich einig, dass sie hervorragend für Babybrei, Teige und Cremes ist, aber nicht für alles. Manche finden, dass sich mit zwei kleinen Kindern die Ausgabe amortisiert; andere behaupten, die Hälfte der Käufer hole nichts aus dem Gerät heraus und es lande am Ende auf dem Gebrauchtmarkt.

Schlafkochtöpfe, Solarkochen und andere Alternativen

Die Diskussion driftet zu Verwandten der Erfindung: der Simple-Schongarer, der die ganze Nacht konfiert, der Kasten-Solarkocher, der den Eintopf in der Sonne gart, ohne ein Watt zu verbrauchen, und der herkömmliche Backofen, der für manche Verschwendung ist und für andere ein gut genutztes Gerät. Die Debatte darüber, was verantwortungsvoller Konsum ist, endet wie meistens: Verantwortung hängt vom Gebrauch ab, nicht vom Preis.

Am Ende bleibt die Eingangsfrage ohne eindeutige Antwort. Klar ist aber: Keines dieser Geräte macht dich zum Koch. Höchstens erspart es dir die Zeit. Und das ist, je nachdem, wen man fragt, entweder 20 Euro wert oder tausend.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (33 Antworten).

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