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Polyurethan-Sohlen: Die Schwachstelle vieler Bergstiefel
Laut Forum verfallen Polyurethan-Sohlen nach fünf bis sechs Jahren. Ein 250-Euro-Stiefel kann dadurch unbrauchbar werden.
Warum ein 250-Euro-Stiefel in fünf Jahren zerfällt
Ein Wanderer stellt neue Bergstiefel mit Vibram-Sohle vor und beschreibt sie als „bequem und langlebig“. Er erklärt, dass die Schuhe im Geschäft durch Wärme angepasst wurden, um wie angegossen zu sitzen, und wundert sich über die geringe Bekanntheit der Marke. Die erste Antwort ist typisch: „Nenn uns doch mal die Marke und setz einen Link.“ Ab diesem Punkt entwickelt sich die Kaufempfehlung zu einer Diskussion über Preis, Haltbarkeit und wasserdichte Membranen.
Das Modell ist ein Tecnica Forge GTX mit Vibram-Sohle und Dämpfung. Der Besitzer gibt zu, noch keine langen Touren damit gemacht zu haben, nur Stadtwanderungen und etwas Gelände. Diese Nuance – ein Stiefel, der verspricht, aber noch nicht bewiesen hat – öffnet die Tür für andere, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen.
Die Sohle, die schneller altert als der Stiefel
Das größte Streitthema ist die Alterung von Polyurethan-Sohlen. Je nach Nutzung und Lagerung wird eine Lebensdauer von fünf oder sechs Jahren genannt. Befürworter dieser These warnen, dass dieses Problem alle Stiefel betrifft, die mit diesem Material montiert sind, unabhängig von der Marke. Nach Ablauf dieser Frist zerbröselt die Sohle, und der Stiefel wird zu einem teuren Briefbeschwerer.
Ein Nutzer berichtet vom Abstieg des Peña Ubiña, bei dem er „praktisch ohne Sohlen“ absteigen musste. Dies geschah mit Chiruca-Stiefeln. Von der Marke heißt es, sie habe damals die Stiefel zurückgenommen und die Sohlen kostenlos ersetzt, bevor sie später auf Vibram wechselte, um das Problem an der Wurzel zu packen. Gegen diese Darstellung spricht jedoch, dass der Defekt kein Einzelfall war.
Für Käufer außerhalb der Garantiezeit wird eine Lösung aus dem Schuhmacherhandwerk empfohlen: Eine Werkstatt in Granada erneuert Vibram-Sohlen mit derselben Technik wie die Fabrik zu moderaten Preisen. Es sei keine Werbung, betont der Empfehlende. Manche scherzen darüber, die Stiefel beim Reifenmonteur neu besohlen zu lassen.
Ist Gore-Tex nur eine Ausrede für höhere Preise?
Hier herrscht Uneinigkeit. Eine Gruppe verteidigt wasserdichte Membranen aufgrund eigener Erfahrungen: Trockene, warme Füße nach dem Eintauchen ins Meerwasser und zehn- bis zwölfstündige Touren, bei denen man den Komfort der eingelaufenen Schaumstoffpolsterung vergisst. Die andere Gruppe betrachtet sie als Marketingargument: Sie halten weniger dicht als versprochen, atmen schlechter als angekündigt und erfordern spezielle Pflegeprodukte, die bei falscher Anwendung die Poren verstopfen.
Die Alternative, die diese zweite Gruppe vorschlägt, ist altbewährt und günstig: Gut gepflegtes Leder (Wildleder, Nubuk, Velours) mit Fett behandelt, eventuell ergänzt durch ein Imprägnierspray. Leder braucht Pflege, ja. Aber es altert nicht so schnell wie Polyurethan.
Stiefel für 160 Euro, die versagen, und solche für 30 Euro, die funktionieren
Hoher Preis garantiert keine Zuverlässigkeit, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Stiefel für mehr als 160 Euro werden als „schlechtester Kauf aller Zeiten“ beschrieben: Sie passten nie richtig zum Fuß und blätterten innen ab, genau dort, wo bei seitlichen Abstiegen auf schrägen Hängen Reibung entsteht. Im Gegensatz dazu werden gebrauchte Stiefel für dreißig Euro als extrem bequem und sowohl für Sommer als auch Winter geeignet gelobt. „Beste Investition überhaupt“, fasst ihr Besitzer zusammen.
Der letzte Abschnitt befasst sich mit Arbeitsschuhen. Red Wing-Stiefel für 300 Euro, gekauft wegen falscher Farb- und Lederauswahl, bleiben eher dekorativ als funktional. Und Stahlkappen- und Stahlzwischensohlen-Stiefel, die in der Stadt dienen und sogar als Selbstverteidigungswaffe taugen, sind für die Berge ungeeignet: Zu hart und steif für stundenlanges Gehen. Das Gelände verlangt zwar Robustheit, aber auch Flexibilität und Leichtigkeit. Kilogrammweise Gewicht über Kilometer zu tragen, wird zur Last.
Chiruca, Bestard und der Mythos des ewigen Stiefels
Traditionsreiche Marken tragen ihren eigenen Ruf. Von Bestard heißt es, sie produziere nicht mehr die Stiefel von vor dreißig Jahren. Dennoch verteidigt jemand seine Spider K mit zwanzig Jahren auf dem Buckel, obwohl er sie seit fünf Jahren nicht mehr getragen hat, und erwähnt, dass die Firma auf Anfrage kostenlose Reparaturen anbietet. Von Chiruca werden sowohl die allgemeine Qualität als auch die schwarze Phase der Sohlenprobleme erinnert. Konkret wird unterschieden: Das Modell Perdiz ist exklusiv bei Decathlon erhältlich, gefertigt aus hydrophobem Wildleder, im Gegensatz zum Nubuk-Leder des Modells Cares XX, mit einem Preisunterschied von dreißig bis fünfzig Euro.
Die Schlussfolgerung lautet nicht, dass gute Stiefel nicht halten. Sondern dass ein hoher Preis weder bessere Passform noch langlebigere Sohlen garantiert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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