Der Schnellkochtopf: Aus 8 Euro werden zehn Portionen Fabada
Ein gut genutzter Schnellkochtopf gart Hülsenfrüchte in Minuten, verwandelt acht Euro in zehn Portionen Fabada und stellt das Essen bereit, bevor der Wecker klingelt. Das ist das Argument der täglichen Nutzer. Das Problem entsteht, wenn dasselbe Gerät, das Zeit und Kosten spart, durch ein verstopftes Ventil zum gefährlichen Objekt wird, das ein Bein brechen kann.
Wie viel spart ein Druckkochtopf wirklich?
Die häufigste Berechnung bezieht sich auf die Fabada. Mit fabes – nicht billigen Bohnen, sondern der asturischen Sorte – reichen 8 Euro für 8 bis 10 Portionen des Eintopfs. Wenn etwas übrig bleibt, ab ins Gefrierfach, und man hat Essen für eine weitere Woche. Dasselbe System funktioniert bei Linsen, Kichererbsen, Stangenbohnen und weißen Bohnen: Man kocht große Mengen, verteilt sie in Dosen und friert sie ein. Der Topf erledigt die Arbeit einmal, und der Hunger wird oft gestillt.
Der Hebel für die Ersparnis ist nicht nur der Preis der Zutaten, sondern auch die Zeit. Eine Fabada, die im normalen Topf drei Stunden braucht, ist fertig in 15 Minuten, davon drei zum Aufheizen und acht unter Dampfdruck. Manche berechnen, dass diese letzten Minuten bei niedriger Hitze mit der Restwärme des Herdes den Schmorgerichten viel Leben einhauchen. Ein kompletter Cocido (spanischer Eintopf) ergibt in einem Durchgang Suppe, Gemüsebrei und bis zu 100 Kroketten, die eingefroren werden können.
Vom Eintopf zur Creme: Wofür er tatsächlich dient
Die Liste der Verwendungsmöglichkeiten ist länger als ihr Ruf als reiner Topf für Hülsenfrüchte vermuten lässt. Gedünstetes Gemüse mit dem Aufsatz, Linsen, Zucchini-Kartoffel-Cremes, Gemüseeintöpfe, geschmorter Sepia mit Knoblauch, Petersilie und einem Schuss Weißwein. Sogar Reis: Manche machen eine Paella in kaum zwei Minuten bei minimaler Hitze, sobald das Ventil zischt.
Und dann ist da noch die Crème caramel, der weniger bekannte Trick. Die Mischung aus Eiern und Milch wird in einer Metallform zubereitet, mit Alufolie bedeckt, in den Topf mit einem Finger hoch Wasser am Boden gestellt und, sobald Dampf austritt, wird die Hitze ausgeschaltet. Sie lässt sich darin abkühlen, und die Nachspeise ist fertig. Dieselbe Logik der Nutzung thermischer Trägheit wie bei den Hülsenfrüchten.
Der Preis zählt: 40, 120 oder 200 Euro
Hier beginnt die hitzigste Diskussion. Am einen Ende steht ein programmierbarer elektrischer Topf für etwa 40 Euro – sechs Liter –, der vorbereitet wird, bevor man das Haus verlässt, und das Essen warm hält, wenn man zurückkehrt. Am anderen Ende stehen deutsche und schweizerische Marken um die 200 Euro im Vergleich zu Modellen für ein Drittel des Preises: Hier finden sich Marken wie Magefesa oder Alza.
Wer mehr bezahlen will, argumentiert mit dickerem Stahl, einteiligen Deckeln und vor allem Druckwarnsignalen, die anders tönen, wenn die Hitze reduziert werden muss. Ein Topf mit 12 Litern für Familien, die große Mengen kochen, wird einmal gekauft und hält jahrzehntelang. Wer auf günstig setzt, behauptet genau das Gegenteil: Dass der Unterschied im Geschmack nicht bemerkbar, aber im Geldbeutel deutlich sei.
Die einzige Zahl, über die alle einig sind, betrifft die Wartung. Die Dichtung wird gewechselt, wenn sie abgenutzt aussieht, und die Ventile werden nach jedem Gebrauch gereinigt. Die wiederholte Grundregel lautet: Nicht mehr als zwei Drittel füllen, und nur die Hälfte, wenn der Eintopf Schaum bilden könnte.
Sicherheit: Die Warnung, die man nicht ignorieren darf
Denn es gibt eine dunkle Seite. Ein Bericht schildert einen häuslichen Unfall mit einem Schnellkochtopf, der gut gewartet und nicht manipuliert war, während Kartoffeln, grüne Bohnen und Zwiebeln gekocht wurden. Die spätere Begutachtung ergab, dass beide Ventile – das normale und das Sicherheitsventil – verstopft waren. Das Ergebnis laut diesem Bericht: Beinbruch, Verbrennungen dritten Grades, mehrere Operationen mit Hauttransplantationen, fast ein Jahr ohne Belastung des Fußes und anschließende Rehabilitation. Dies soll, so heißt es, vor 14 Jahren passiert sein.
Eine andere Nachricht weist darauf hin, dass solche Vorfälle in Notaufnahmen häufig seien. Man sollte dies als persönliche Erfahrung nehmen und nicht als Urteil über eine Marke. Was jedoch als technische Empfehlung immer wieder genannt wird: Immer die Ventile prüfen, bevor der Deckel geschlossen wird, das Öffnen nicht erzwingen, solange Druck vorhanden ist, und den Topf nie unbeaufsichtigt lassen, wenn Zweifel bestehen, ob der Dampf korrekt entweicht.
Die kulinarische Debatte: Fleisch anbraten oder nicht?
Bleibt die Grundsatzfrage, die den Schnellkochtopf gegen das Langsamgaren stellt. Manche behaupten, dass das Anbraten von Fleisch vor einem Schmorgericht widersprüchlich ist: Wenn das Anbraten den Saft einschließen soll, ist bei einem Eintopf genau das Gegenteil gewünscht – dass der Geschmack in die Brüde übergeht, also sollte das Fleisch in kaltes Wasser gegeben werden. Die technische Erklärung führt Farbe und Geschmack auf die Maillard-Reaktion zurück, nicht aufs Anbraten.
Auf der Gegenseite steht die Ansicht, dass das Kochen unter Druck das Produkt beeinträchtigt: Es zerfällt das Gemüse und macht alles einheitlich. Ein langsames Köcheln, sagen sie, hat keinen Konkurrenten für jene, die Zeit haben. Der Schnellkochtopf gewinnt klar, wenn die knappe Ressource die Uhrzeit ist, nicht die Zutat.
Vorhersehbar ist, dass der Druckkochtopf weiterhin an Bedeutung gewinnen wird in Küchen, wo das Budget begrenzt und die Zeit knapp ist. Ob die Ersparnis allerdings gratis ist, bleibt fraglich. Ein vernachlässigtes Ventil verwandelt eine Gummidichtung für wenige Euro in ein Problem ganz anderer Größenordnung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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